Gastkommentar von Christian Wolff

Pars pro toto – oder: Der Verkommenheit widerstehen

Für alle LeserRussia vows to shoot down any and all missiles fired at Syria. Get ready Russia, because they will be coming, nice and new and „smart!“ You shouldn’t be partners with a Gas Killing Animal who kills his people and enjoys it! — Donald J. Trump (@realDonaldTrump) April 11, 2018 (Russland schwört, alle Raketen, die über Syrien abgefeuert werden, abzuschießen. Bereite dich darauf vor, denn es werden Raketen kommen – schöne, neue und „smarte“. Du solltest kein Verbündeter eines mit Gas killenden Tieres sein, der sein eigenes Volk tötet und sich daran ergötzt.)

Mit diesem Tweed kündigte Präsident Donald Trump am 11. April 2018 den Militärschlag auf Syrien an, der dann am vergangenen Samstag durchgeführt wurde.

Dieser Tweed steht in Form und Inhalt für all das, was derzeit mehr als beunruhigend ist:

  • eine Verrohung der zwischenmenschlichen Beziehungen und Vergiftung der notwendigen Integrationsaufgabe;
  • eine moralische Verkommenheit politischer Führungspersönlichkeiten;
  • die Abwesenheit von Strategien des Friedens insbesondere im Nahen Osten. Dafür wird der Krieg, dem Hunderttausende zum Opfer fallen und der Millionen Menschen zur Flucht zwingt, zum persönlichen Scharmützel zwischen Präsidenten verniedlicht – so als handele es sich um eine Rangelei im Sandkasten.

Die bösartig-zynischen Äußerungen Trumps stehen für mich auf der gleichen, in den Abgrund führende Stufe wie die völlig abstrusen Wortfetzen sog. Rapper, die ihre asozialen, inhumanen, menschenverachtenden Botschaften notdürftig mit Sprachbildern chiffrieren, deren apokalyptische Unbedarftheit eigentlich jegliche Form von Würdigung ausschließt. Dennoch wird so getan, als handele es sich bei Trumps Kriegsrhetorik um eine legitime Form der Politik und bei Rappern a la Kollegah und Farid Bang um Künstler, deren „Musik“ preiswürdig etwas zur kulturellen Entwicklung beizutragen hat.

Dabei ist es an der Zeit, dass bestimmte Formen und Inhalte nicht mehr mit der Aura des Erträglichen, des Ernstzunehmenden, des Diskutablen, des Möglichen umgeben werden. Damit ist nicht gefordert, bestimmte Denkweisen und Ausdrucksformen zu verbieten. Dass es so moralisch heruntergekommene Typen wie Trump oder unappetitliche Gossensänger wie Kollegah und Farid Bang gibt, das gehört zu den Widersprüchen des irdischen Lebens.

Dass sie aber an Spitzenpositionen in der Gesellschaft gelangen, dass sie mit Kriegstreiberei und mit Menschenhass Erfolg haben, dass ihnen Millionen Menschen – bei Wahlen oder durch medialen Konsum der Fäkalsongs – folgen, und dass viel zu viele dies alles auch noch in unterschiedlicher Form würdigen, das muss uns zutiefst beunruhigen und damit müssen wir uns auseinandersetzen.

Was sichtbar wird: Die Globalisierung des Politischen, der Kultur, der Ökonomie sowie die Digitalisierung machen es dringend erforderlich, dass wir uns über die Grundwerte, die uns weltweit eine Basis für ein friedliches Zusammenleben bieten können, in einem offenen Diskurs neu verständigen. Das ist nicht nur deswegen notwendig, weil viele Menschen aus sehr unterschiedlichen Kulturkreisen kommend unter uns leben. Es ist auch notwendig, weil der Säkularisierungs- und Religionsschub sowie die weltweite Vernetzung dazu geführt haben, dass an Grundwerten nur wenig als bekannt und konsensfähig vorausgesetzt werden kann – auch unter der einheimischen Bevölkerung.

Es ist eben überhaupt nicht klar, woran wir denn anknüpfen wollen, wenn wir die Grundwerte des Lebens bestimmen wollen. Nichts kann als selbstverständlich angesehen werden – weder die Charta der Menschenrechte von 1948, noch die Errungenschaften der Aufklärung, noch die Grundlagen der christlichen Ethik, des jüdischen Glaubens, des römischen Rechtes, der griechischen Philosophie.

Auch Schlagwörter helfen nicht weiter: weder die Beschwörung des christlichen Abendlandes noch der Rückbezug auf die sog. jüdisch-christliche Tradition. Kaum einer weiß in der politischen Auseinandersetzung, was mit dem allem gemeint ist. Darum bleibt derzeit nur eine Botschaft hängen: Wir Deutsche wollen unter uns bleiben. Wir wollen alles, was fremd ist, erst einmal als nicht zum Normalen gehörig betrachten. Früher wurde so mit Homosexuellen, Juden, Schwarzen, Andersgläubigen (entweder Katholiken oder Protestanten) verfahren; jetzt mit Ausländern, mit Asylbewerbern, mit Moslems, mit Geflüchteten – und immer wieder mit Juden.

Unabhängig davon, was sonst an Integration in unserer Gesellschaft passiert, soll erst einmal diese Botschaft gesetzt werden: Ihr gehört, wenn überhaupt, nur gezwungenermaßen dazu. An dieser verhängnisvollen Botschaft beteiligen sich derzeit viel zu viele. Das ist mehr als gefährlich.

Das Gleiche gilt auch für die ekelhafte Kriegsrhetorik eines Donald Trump. Sie wurde in den vergangenen Tagen dadurch rationalisiert, dass die politischen Führungskräfte in Europa unisono bekannten: der Militärschlag war „erforderlich und angemessen“ (Merkel, Maas, von der Leyen); außerdem seien keine Menschen zu Schaden gekommen. Das aus dem Mund der Spitzenpolitiker/innen zu hören, ist so grotesk (Originalton Merkel: „Aber gar nichts zu tun, ist manchmal auch schwierig“), so aberwitzig, so verkommen, dass man sich dafür nur schämen kann.

Dass auch dem sozialdemokratischen Außenminister nichts anderes einfiel, zeigt, dass die SPD noch immer nicht begriffen hat, was jetzt nicht nur von ihr verlangt und erwartet wird:

  • Endlich eine Friedenstrategie für den Nahen Osten öffentlich kommunizieren und diskutieren und gleichzeitig alle kriegstreibenden Elemente, vor allem der Rüstungsexport, unverzüglich einstellen.
  • Das ist aber nur möglich, wenn die Bundesregierung oder zumindest die SPD dafür eine friedenspolitische Vision für die und mit den Gesellschaften des Nahen Ostens befördert. Diese muss eine Gültigkeit für die nächsten Jahrzehnte haben und die Agenda bestimmen.
  • Wir brauchen eine offensive, politisch begründete Ächtung aller Kriegsrhetorik.
  • Wir brauchen die Debatte um die Grundwerte, die davon ausgeht, dass kein Wert als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann.
  • Wir brauchen die Perspektive, dass Integrationsarbeit eine Aufgabe ist, in der alle Bürgerinnen und Bürger einbezogen sind. Nur dann kann sie gelingen.

Solange aber Tweeds wie die von Donald Trump als legitime politische Äußerungen gelten und behandelt werden wie politisch wohl begründete Erkenntnisse, solange medial jeder antisemitischer, homophober, religionsverachtender Müll als Kulturgut bejubelt wird, solange Grundwerte schnöde der politischen Opportunität geopfert werden, müssen wir uns über nichts wundern: weder über den Angriff von zwei jungen Männern auf eine 17 Jahre alte Frau in der Essener U-Bahn, noch über das völlig amoralische Auftreten aller Krieg führenden Parteien im Nahen Osten, noch über die wachsenden innergesellschaftlichen Verfeindungsstrategien von Pegida, AfD bis hin zu Kollegah und Farid Bang.

Darum ist es an der Zeit, dass wir alles tun, der offensichtlichen Verkommenheit zu widerstehen. Sie ist kein Naturgesetz. Sie ist ein Abgrund. Nicht jeder muss zwangsläufig die Stufen, die in diesen führen, betreten.

* Kommentar *SyrienDonald Trump
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Sommertheater-Premiere im Felsenkeller: Die Herzogin von Malfi
Erinnerung: Nimm das Steuer selbst in die Hand – Verkehrsbetriebe laden zum Rekrutierungstag ein
Markkleeberg: Faire Woche beginnt mit traditioneller Radtour
Ideenwettbewerb für den ländlichen Raum
29. August: Frauen-Forum an der FOM Hochschule in Leipzig
Weitere Highlights auf dem Brückenfest erwartet
Verkehrsbetriebe zu Tagen der Industriekultur – Blick hinter die Kulissen und geführte Fahrten mit Tram 14
Superhelden fliegen vor – Dada Peng mit BenefizKonzertlesung am 15. November in der naTo
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Wasser-Stadt-Leipzig e.V. schreibt Offenen Brief zur Kritik am Wasserfest 2018
Das Rosentalwehr bei größerem Wasserangebot. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 18. August veröffentlichten wir an dieser Stelle den Leserbrief von Kirsten Craß, Mitstreiterin im NABU Leipzig, in dem sie die von der Stadt Leipzig genehmigten Regulierungen im Wasserknoten Leipzig extra zur Absicherung des Wasserfestes kritisiert. In einem ausführlichen Offenen Brief antwortet jetzt Dr. Sabine Heymann, die Vorstandsvorsitzende des Wasser-Stadt-Leipzig e.V..
Warum der Fokus auf „Flüchtlingspolitik“ schon ein Kotau vorm AfD-Sprech ist
Prof. Dr. Holger Lengfeld. Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Für alle LeserAm Montag, 20. August, meldete die Uni Leipzig in kurzer Zusammenfassung das Ergebnis einer Studie, die Prof. Dr. Holger Lengfeld und seine Mitarbeiterin Clara Dilger vom Institut für Soziologie der Universität Leipzig gerade veröffentlicht haben. Die Quintessenz: „AfD-Anhänger: Kritik an Flüchtlingszuwanderung und der Demokratie sind wichtigste Wahlmotive“.
Im Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg wird das Leben der Stadtbürger im Weltkrieg lebendig
Errichtung des Denkmals für die verstorbenen Kriegsgefangenen auf dem Merseburger Stadtfriedhof, Sommer 1916, Foto von Maximilian Herrfurth. Foto: Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg

Foto: Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg

Für alle LeserIn Leipzig erinnert derzeit keine Sonderausstellung an das Ende des 1. Weltkrieges, das sich ja im November zum 100. Mal jährt. Aber anderswo haben Stadtmuseen die Gelegenheit genutzt, die Archive einmal zu durchforsten und diese lang zurückliegenden Ereignisse noch einmal neu zu beleuchten. So auch in Merseburg. Anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren präsentiert das Kultur­historische Museum Schloss Merseburg seit dem 18. August eine Sonderausstellung.
Warum Kinder aus bildungsfernen Familien auch am Gymnasium zurückbleiben
Wichtig ist, was am Ende in der Börse ist. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 20. August, haben Leipzigs Statistiker wieder einen neuen „Quartalsbericht“ vorgelegt, die Nummer 2 für 2018. Auf den ersten Blick ist das alles immer nicht so spektakulär. Arbeitslose, Touristen, Hausnummern. Ist das nicht normales Material für die Stadtpolitik? Ist es schon. Aber Statistiker sind wetterfühlige Leute. Sie merken immer recht früh, wo Zahlen irgendwo seltsam aussehen. Welche Wahrheit steckt dahinter?
Seit 2014 ignorieren Land und Fluglärmkommission die Erkenntnisse zur gleichmäßigen Bahnverteilung am Flughafen Leipzig/Halle
Schnell mal abkürzen über Probstheida. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserEs ist ein Dokument der Peinlichkeiten, das Lutz Weickert da zusammengestellt hat – einer von den Engagierten, die seit Jahren darum kämpfen, dass die Vorgaben aus dem Planfeststellungsbeschluss für die Südbahn des Flughafens Leipzig/Halle endlich eingehalten werden. Und eine dieser Vorgaben lautet: Gleichverteilung aller An- und Abflüge auf beide Startbahnen. Aber acht Jahre lang hat die Fluglärmkommission jede Konsequenz verweigert und das Thema immer wieder vertagt. Acht Jahre Sitzenbleiben, das kann sich nicht mal der schlechteste Schüler leisten.
Hochzeitseinladungskarten – Kommen Sie zu uns!
Bildquelle: Pexels / GB

Bildquelle: Pexels / GB

Wenn Sie Hochzeitseinladungskarten suchen, dann haben Sie schon den richtigen Weg mit der Wahl von karten-paradies.de eingeschlagen. Es ist ganz einfach in der Navigation und wir versprechen Ihnen, dass Sie auch sofort die richtige Auswahl finden werden. Wenn Sie eine unserer professionell gestalteten Vorlagen verwenden wollen, um Ihre eigenen Hochzeitseinladungen zu erstellen, dann sind Sie hier ebenso richtig.
Gerd Irrlitz‘ Spurensuche nach einer fast vergessenen Leipziger Widerstandsgruppe
Gerd Irrlitz: Widerstand, nicht Resignation. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan stolpert ja aktuell immer wieder über politische Erscheinungen, die fatal an die späte Weimarer Republik erinnern. Der Vergleich mag trügen. Vielleicht deutet man auch zu viele Parallelen in die um 90 Jahre verschobenen Geschichtsepochen. Aber dann liegt da so ein Buch über eine eigentlich gar nicht bekannte Widerstandsgruppe auf dem Tisch. Und es erzählt von einem Dilemma, das tatsächlich schon seit 100 Jahren dafür sorgt, dass linke Parteien sich lieber gegenseitig zerfleischen als zu regieren.
Altersarmut und Rentenlücke vermeiden: Private Vorsorge tut not
Bild: pixabay.com/stux

Bild: pixabay.com/stux

Aufgrund des demografischen Wandels und der Rentenlücke wird private Altersvorsorge immer wichtiger – sonst drohen Altersarmut und Rentenlücke. Besonders Frauen, Geringverdiener, Selbstständige und Alleinerziehende sind gefährdet.
Viktoria Köln vs. RB Leipzig 1:3 (1:0) – Ein ehemaliger Rasenballer ärgert den Favoriten
Augustin lief am Ende allen Gegenspielern davon. Foto: GEPA Pictures

Foto: GEPA Pictures

Für alle LeserRB Leipzig ist mit einem 3:1 bei Viertligist Viktoria Köln in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit. In der ersten Halbzeit war der Außenseiter nach einer grandiosen Aktion des Ex-Leipzigers Koronkiewicz sogar in Führung gegangen. Doch Poulsen, Forsberg und Augustin drehten die Partie im zweiten Abschnitt.
Linke beantragt: Auch Leipzig sollte Geflüchtete aus dem Mittelmeer aufnehmen
Flüchtlingsunterkunft an der Alten Messe. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Juni mehrten sich die Nachrichten aus Italien, dass der neue italienische Innenminister dort das Anlegen von Rettungsschiffen mit aus dem Mittelmeer geborgenen Geflüchteten zunehmend verhinderte. Seitdem vergeht kaum eine Woche, in der das unmenschliche Gefeilsche um die aus Seenot Geretteten nicht in irgendeiner Form weitergeht. Seitdem haben mehrere deutsche Bundesländer und Städte signalisiert, dass sie bereit sind, die Geretteten aufzunehmen. Leipzig als Aufnahmestadt wurde im Juni von der Linksfraktion thematisiert.
Noch fehlen die Leuchtmittel, um Flimmerlicht in Leipzigs Straßen künftig zu minimieren
Abendlicht im Ranstädter Steinweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSchon im Juni wandte sich ein Leipziger mit einer durchaus ungewöhnlichen Petition an den Leipziger Stadtrat. Sein Problem sind die vielen künstlichen Beleuchtungsquellen in der Stadt. „Wegen einer erhöhten Sehfrequenz kann ich die Bewegungen von elektrischem Licht mitverfolgen. So ist das stroboskopartige Flimmern vieler LED sowie das Flackern und Aufblitzen von Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen für mich deutlich wahrnehmbar.“ Aber was kann eine Stadt tun, die tausende solcher Lichtquellen betreibt?
Das 7. Ostdeutsche Energieforum setzt das Thema Strukturwandel jetzt prominent auf die Tagesordnung
Blick über den Bergbautechnikpark zum Kraftwerk Lippendorf. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDass das Thema dringend auf der Tagesordnung steht, das wussten 2012 auch die mitteldeutschen Wirtschaftsverbände. Da veranstalteten sie das erste Ostdeutsche Energieforum, um der Diskussion über die Energiewende im Osten einen Raum und einen Rahmen zu geben. Am 21. und 22. August gibt es im Westin Hotel nun das siebente Energieforum. Und auch die Unternehmen im Osten haben so langsam keine Geduld mehr mit einer Politik, die das Thema Jahr um Jahr immer nur aussitzt.
SPD-Fraktion fragt nach den Geldern für Querungshilfen in Leipzig
Zebrastreifen in der Bernhard-Göring-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Situation am Goethesteig in Dölitz ist für die SPD-Fraktion im Stadtrat so ein typisches Beispiel dafür, wo gefährliche Straßenquerungen für Fußgänger mit wenigen Mitteln schnell entschärft werden könnten. Aber es passiert einfach nicht genug. Also führt die Fraktion dieses exemplarische Beispiel in ihrer Anfrage an, die darauf zielt, mit dem zur Verfügung stehenden Geld in Leipzig auch endlich die nötigen Querungshilfen herzustellen.
Lieber abmoderieren, bevor einer auf eine Idee kommt
Nuit debout 2016 in Leipzig. Foto: Michael Freitag

Nuit debout 2016 in Leipzig. Foto: Michael Freitag

Für alle LeserMan liest und staunt. Emsig sind die großen Zeitungen im Land schon mal dabei, das von Sahra Wagenknecht und Oscar Lafontaine initiierte Projekt #aufstehen abzumoderieren. Und sie kratzen alle Statements zusammen, die sie insbesondere aus deren Partei, der Linkspartei, bekommen. Das Ergebnis sieht dann so aus wie auf Zeit.de: „Linke-Politiker distanzieren sich von ‚Aufstehen‘“. Man fühlt sich geradezu ins Zeitalter Stalins und Ulbrichts zurückversetzt. Von Abweichlern distanziert man sich nun mal.
Dürre wird ein Dauerthema in Sachsen, wenn die Temperaturen weiter steigen
Ein extrem zeitig abgeerntete Felder bei Wiederau (Zwenkau) vor Leipzig. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserNiemand wird nachher sagen können, er habe es nicht gewusst. Kein Politiker, kein Autofahrer, kein Energieunternehmen. Wir wissen längst, welche Folgen der Klimawandel auch für Deutschland und Sachsen haben wird. Und dass wir eigentlich keine Spielräume mehr haben – der Dürresommer 2018, der so sehr an den Dürresommer 2003 erinnert, wird nicht die Ausnahme bleiben, sondern zur Regel werden. Was Forscher des Umweltforschungsinstituts jetzt in ihrem Newsletter sehr anschaulich zeigen.