Den guten alten Bankschalter gibt es zwar noch. Aber die täglichen Geldgeschäfte wie Überweisungen und Kontoübersicht laufen längst digital übers Smartphone. Auch für Geldanlagen, Versicherungen, und Ein- und Ausgabenbücher gibt es passende Apps. Ein Überblick.
Ohne sie geht nichts: Banking-Apps
Nach welchen Kriterien wählen die Deutschen, bei welcher Bank sie ein Konto eröffnen? Laut einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2026 blicken 94 Prozent auf die Bankgebühren. Aber bereits auf Platz zwei folgt die Frage, wie benutzerfreundlich die App ist. 87 Prozent legen hierauf Wert. Und so haben von der kleinen Sparkasse nebenan bis zur multinationalen Großbank alle Geldinstitute längst ihre eigene App.
Damit lassen sich in der Regel Kontoumsätze prüfen, Überweisungen ausführen und Daueraufträge einrichten oder verwalten. Ferner können die User in der App im Notfall das Konto beziehungsweise die Girocard sperren, in manchen Fällen sogar eine Kontovollmacht erteilen oder auch den Standort des nächsten Geldautomaten sehen. Außerdem immer dabei: die Kontaktdaten der zuständigen Filiale und des Servicecenters.
Sie sparen manchen Euro: Haushaltsplaner-Apps
Sie nennen sich digitales Haushaltsbuch, Budgeting-App, Spar-App oder ähnlich: Programme, in denen die User ihre Einnahmen und Ausgaben detailliert erfassen und ihre Finanzen optimieren können. Manche Apps gibt es kostenlos, dafür bieten sie nur wenige Optionen. Andere erheben Gebühren. Dafür erfassen sie Transaktionen ganz automatisch und machen Vorschläge, wo es etwas zu sparen gibt.
Um den Überblick über die eigenen Finanzen am besten schon ab dem ersten Taschengeld zu behalten, hat die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz das Projekt „Meine Finanzen, mein Leben im Griff“ für Kinder und Jugendliche gefördert. Das Ergebnis: die App Budget+Plus.
Die Wall Street auf dem Smartphone: Trading-Apps
Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Co.: Wer seine Geldanlage nicht über die hauseigene Bank abwickeln will, findet zahlreiche digitale Marktplätze. Um auch Investmentneulinge zu überzeugen, bieten sie häufig eine übersichtliche Nutzeroberfläche und intuitive Bedienung. Die Gebühren sind oftmals niedriger als bei traditionellen Banken. Sparpläne für automatisierte Investments, Börsennachrichten und Kursalarme runden das Angebot in vielen Fällen ab.
Ein wichtiges Prüfkriterium ist, ob der Anbieter über die erforderliche Erlaubnis verfügt und in Deutschland rechtmäßig tätig sein darf. Das lässt sich über die Unternehmensdatenbank der BaFin (der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) prüfen. Bei Anbietern aus anderen EU- oder EWR-Staaten kann die Zulassung von der Aufsicht des Herkunftslandes stammen. Eine Zulassung allein ist jedoch keine Garantie für ein risikoarmes oder verbraucherfreundliches Angebot.
Alles in einem: Multifunktions-Apps
Auch wenn Banking-Apps häufig über das Girokonto hinausgehen, bleiben sie doch meist auf die hauseigenen Angebote beschränkt. Und für jedes einzelne Online-Depot und jede Versicherung benötigt man dann eine zusätzliche App? Nicht mit einer Multifunktions-App, die alles bündelt.
Der Finanzdienstleister tecis zum Beispiel bietet zwar keine eigenen Girokonten an – aber durch die Kooperation mit über 3.000 Geldinstituten lässt sich so gut wie jedes Konto mit der App „mytecis“ genauso verknüpfen wie Online-Depots. Zusätzlich können sämtliche Versicherungsunterlagen in der App hinterlegt werden – auch wenn sie über andere Gesellschaften abgeschlossen wurden.
Sicherheit als wichtigstes Merkmal
Wichtig bei „mytecis“ wie auch bei allen anderen Finanz-Apps ist das Thema Sicherheit. Der Zugang wird meist durch eine PIN, ein Passwort oder – sofern aktiviert – biometrisch per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung geschützt. Für eine Geldtransaktion sollte eine Zwei-Faktor-Authentifizierung Pflicht sein. Dabei kommt ein weiterer Identitätsnachweis ins Spiel, etwa indem man die Aktion über eine weitere App auf einem verknüpften Smartphone freigeben muss.

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