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Was verspricht echte Linderung für gereizte Nasen?

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    Jedes Jahr im Herbst bricht für unsere Nasen eine herausfordernde Zeit an. Das Immunsystem ist im Vergleich zum Sommer meist geschwächt, denn das große Temperaturgefälle von Tag zu Nacht und herbsttypische Wetterumschwünge fordern es heraus. Außerdem greift trockene Heizungsluft die schützenden Nasenschleimhäute an und trocknet diese aus. Bakterien und Viren haben so leichtes Spiel und können eindringen und krankmachen. Bei den niedrigen Temperaturen können sich Erkältungsviren ohnehin besonders gut vermehren. Die Folge: Allzu leicht fängt man sich einen unangenehmen Schnupfen ein.

    Klassische Nasensprays

    Um verstopfte Nasen wieder freizubekommen, greifen viele Menschen zu abschwellenden Nasensprays. Diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und enthalten gefäßverengende und sekretionshemmende Sympathomimetika wie zum Beispiel Oxymetazolin oder Xylometazolin. Das Gewebe in der Nase schwillt nach der Anwendung ab und ermöglicht freies Atmen. Diese Nasensprays sind sehr wirksam, sollten aber nicht länger als eine Woche lang genutzt werden.

    Die Nasenschleimhäute gewöhnen sich nämlich schnell an den regelmäßigen Gebrauch abschwellender Mittel, sodass ein unerwünschter Gewöhnungseffekt eintritt. Genauer gesagt kommt es zu einem sogenannten Rebound-Phänomen: Lässt die Wirkung des Nasensprays nach, schwellen die Nasenschleimhäute stark an. Also wird erneut das Mittel verwendet.

    Durch den Gewöhnungseffekt muss die Dosis mit der Zeit erhöht werden, um weiterhin den gewünschten Effekt zu erzielen. An diesem Punkt befinden sich Anwender in einem Teufelskreis, aus dem sie nicht mehr so leicht herauskommen. Betroffene können ohne abschwellende Mittel nicht mehr frei atmen.

    Die Sucht nach Nasensprays

    Mindestens 100.000 Menschen in Deutschland sind abhängig von Nasenspray; viele Experten gehen sogar von deutlich höheren Zahlen aus. Wie schnell man von Nasenspray abhängig werden kann, wird häufig unterschätzt und auch eine bestehende Abhängigkeit nicht immer ernstgenommen. Dabei ist die dauerhafte Anwendung der abschwellenden Mittel gesundheitsschädigend und kann sogar bleibende Schäden verursachen.

    Privinismus, wie die Nasenspraysucht auch genannt wird, führt beispielsweise dazu, dass die Schleimhäute in der Nase nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden und austrocknen. Somit nimmt die Reinigungs- und Abwehrkraft der Nasenschleimhäute stark ab und Krankheitserreger können leichter in den Organismus eindringen.

    Außerdem leiden Betroffene häufig unter Nasenbluten und einem fließenden Schnupfen. Der Geruchssinn kann beeinträchtigt werden. Im schlimmsten Fall kann es sogar zur sogenannten „Stinknase“ kommen. Der Fachbegriff dafür lautet „Ozäna“ und beschreibt, dass sich Bakterien in der Nase ausbreiten und faulige, stinkende Substanzen absondern. Betroffene selbst nehmen diesen Gestank in der Regel nicht wahr, andere Menschen aber sehr wohl. Nicht unterschätzt werden sollte auch die psychische Komponente bei der Abhängigkeit von Nasenspray.

    Sobald die Wirkung des letzten Sprühstoßes nachlässt, schwellen die Nasenschleimhäute an und das Atmen fällt schwerer. Das kann zu Erstickungsängsten und Panikattacken führen. Längeres Sprechen, Sport oder auch das abendliche Einschlafen werden ohne Nasenspray nahezu unmöglich. Der kleine Pumpzerstäuber wird zum ständigen Begleiter.

    Eine solche Abhängigkeit kann viele Jahre andauern. Erst im letzten Jahr haben sich zwei Prominente öffentlich zu ihrer Abhängigkeit von Nasenspray geäußert: Rapper Sido gab an, seit 15 Jahren abschwellende Mittel zu nutzen, Schlagersänger Olaf Henning seit 20 Jahren. Versuche, vom Nasenspray loszukommen, seien immer wieder gescheitert.

    Raus aus der Abhängigkeit

    Es gibt verschiedene Methoden, mit denen man dem Privinismus den Kampf ansagen kann. Abschwellende Nasensprays einfach abzusetzen, funktioniert insbesondere nach längerer Abhängigkeit nur selten. Zu sehr leiden Betroffene unter der verstopften Nase, die sich in kürzester Zeit einstellt. Um die Angst vor dem Ersticken loszuwerden, kann zunächst nur ein Nasenloch entwöhnt werden. Das andere erhält weiterhin das Spray, um das Atmen zu erleichtert.

    Bleibt auch das unbehandelte Nasenloch schließlich frei, wird auf weitere Sprühstöße verzichtet. Alternativ kann das abschwellende Mittel zunehmend verdünnt werden, um ein Ausschleichen durchzuführen. Dazu kann das klassische Nasenspray beispielsweise mit Meerwassernasenspray vermischt werden. Wenn das Fläschchen leerer wird, wird erneut Meerwassernasenspray nachgefüllt.

    So wird der Anteil des abschwellenden Sprays mit der Zeit immer geringer. Auch abschwellende Nasensprays für Kinder können bei der Entwöhnung helfen, diese sind nämlich in der Regel geringer dosiert als Mittel für Erwachsene. Die Anzahl der täglichen Sprühstöße sollte ebenfalls nach Möglichkeit gesenkt werden.

    Auf dem Höhepunkt der Abhängigkeit wenden viele Betroffene das Nasenspray zehn Mal pro Tag oder sogar noch häufiger an. Doch selbst bei akuten Erkältungserkrankungen wird eine Anwendung von maximal drei Sprühstoßen pro Tag empfohlen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die jeweilige Dosierung, sondern auch die Anzahl der Anwendungen zu reduzieren.

    Wie lange es dauert, bis die Nase sich auf den Verzicht von Nasenspray eingestellt hat, kann variieren. Durchschnittlich kann man von einer Entwöhnungszeit von etwa 2-3 Wochen rechnen. Wie bei jeder Abhängigkeit müssen aber nicht nur die körperlichen, sondern auch die psychischen Faktoren beachtet werden.

    Es benötigt viel Disziplin und einen starken Willen, um dem Verlangen nach schneller Linderung von Beschwerden nicht nachzugeben und Rückfälle zu vermeiden. Es kann helfen, sich anderen Menschen anzuvertrauen, und sich bei der Entwöhnung unterstützen zu lassen.

    Falls nötig, kann auch ein Arzt zu Rate gezogen werden. Ist die Nase durch die jahrelange Anwendung abschwellender Sprays bereits stark geschädigt, kann ein verschreibungspflichtiges, kortisonhaltiges Nasenspray dabei helfen, die Nasenschleimhaut zu regenerieren. Möglicherweise ist auch eine Operation ratsam, wenn zum Beispiel die Nasenscheidewand bereits Löcher aufweist.

    Um den Entzug von abschwellenden Nasensprays zu erleichtern, sollte die Nase alternative Zuwendung erhalten. So ist es sinnvoll, die Nase beispielsweise mit Salben zu pflegen und für ein angenehmes Raumklima zu sorgen. Ist die Luftfeuchtigkeit, etwa durch das Heizen, zu niedrig, trocknet die Nasenschleimhaut nämlich noch schneller aus. Ein Luftbefeuchter kann Abhilfe schaffen.

    Alternativen zu klassischen Nasensprays

    Wer die Abhängigkeit von abschwellenden Nasensprays endlich besiegt hat oder das Risiko einer Abhängigkeit gar nicht erst eingehen möchte, kann zu Alternativen greifen. Bereits erwähnt wurde das Meerwassernasenspray. Es reinigt und befeuchtet die Nasenschleimhäute und unterstützt deren Regeneration.

    Außerdem ist es frei von Nebenwirkungen und macht nicht abhängig, kann bei Bedarf also auch über einen längeren Zeitraum verwendet werden. Der hohe Salzgehalt sorgt dafür, dass sich ein osmotischer Druck in den Zellen aufbaut, wodurch der Nasenschleimhaut Flüssigkeit entzogen wird.

    In Folge dessen schwillt sie ab und das Atmen fällt wieder leichter. Salzwassernasensprays entfalten ihre Wirkung also in erster Linie auf physikalischem und nicht auf pharmakologischem Wege. Deshalb wird als Medizinprodukt geführt und nicht als Arzneimittel, wie klassische, abschwellende Nasensprays. Noch recht neu auf dem Markt ist ein Nasenspray von CBD Vital, welches  Cannabidiol enthält.

    Es handelt sich um das erste Medizinprodukt des österreichischen Herstellers, der Marktführer für hochwertige Hanf- Produkte ist. Dieses Nasenspray hat keine pharmakologischen Wirkstoffe, sondern setzt auf Xylitol, Eukalyptus und Cannabidiol. Xylitol darf nicht mit dem Xylometazolin verwechselt werden, das in vielen klassischen Nasensprays ist und abhängig macht. Xylitol ist ein Zuckeralkohol, der auch in der Natur vorkommt und als Süßungsmittel verwendet wird.

    Er ist für Diabetiker geeignet, hat weniger Kalorien im Vergleich zu herkömmlichem Zucker und verursacht keine Karies. Deshalb kennt man den Stoff vorrangig aus Zahnprodukten und kalorienreduzierten Produkten für den Verzehr. Xylitol kann jedoch auch in Nasenspray verwendet werden. Es wird nicht über die Nasenschleimhaut absorbiert, sondern setzt sich direkt in den Nasenschleim. Dort kann es über längere Zeit wirken und ein Austrocknen verhindern.

    Außerdem unterstützt Nasenspray mit Xylitol die natürliche Abwehr der Nase, da es verhindert, dass sich Bakterien und Viren festsetzen können. Das im Nasenspray enthaltende Cannabidiol pflegt die gereizte Nase und unterstützt den Heilungsprozess. Laut Hersteller kann das CBD-Nasenspray bei Erkältungen, Beschwerden durch trockene oder verschmutzte Luft sowie bei Allergien helfen. Eine Gefahr der Gewöhnung, und damit der Abhängigkeit, gibt es nicht.

    Mit dem Launch seines ersten CBD-Medizinproduktes will CBD Vital darauf aufmerksam machen, dass Hanf eine sanfte Alternative zu klassischen Gesundheitsprodukten darstellen kann und eine wichtige Position im Gesundheitssektor einnehmen sollte. Das wissenschaftliche Interesse an den Inhaltsstoffen der Hanfpflanze wächst seit Jahren stetig. Allein in diesem Jahr wurden fast 1000 neue Studien zum Thema publiziert. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig viele weitere Medizinprodukte und Arzneimittel mit dem Stoff auf den Markt kommen werden.

    Eine weitere Möglichkeit, um gereizten Nasen Linderung zu verschaffen, ist das Inhalieren. Das geht entweder klassisch wie bei Oma mit einer großen Schüssel heißem Wassers und einem Handtuch über dem Kopf oder mit einem Inhalationsgerät. Das Einatmen von reinem Wasserdampf sorgt bereits für die Befeuchtung der Schleimhäute. Wer mag, kann außerdem Inhalationssalze hinzugeben, die in der Apotheke erhältlich sind.

    Herkömmliches Küchensalz sollte man dafür nicht verwenden, da diese oftmals Rieselhilfen enthalten, welche die Schleimhäute reizen können. Außerdem ist es möglich, ätherische Öle hinzuzugeben, wie beispielsweise Eukalyptus oder Kamille. Allerdings sollte man hier vorsichtig sein, da diese allergische Reaktionen auslösen können und vor allem bei Kindern und Asthmatikern sogar zu Atemnot führen können.

    Um Krankheitserreger aus der Nase zu spülen, sie zu desinfizieren und zu pflegen, eignen sich ebenfalls Nasenduschen. Auch hier wird Salzwasser verwendet. Die Anwendung erfordert etwas Übung, damit die Salzlösung wie gewünscht von einem Nasenloch ins andere und schließlich durch den Mund herausläuft.

    Alle hier genannten Alternativen zu abschwellenden Nasensprays können auch von Zeit zu Zeit präventiv genutzt werden, um die Abwehrkräfte der Nase zu stärken und sich vor Erkrankungen zu schützen.

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