15.8 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Leserbrief zu Ein Schnellbericht zur Bürgerumfrage 2011 (2): Einkaufsfahrten und die Furcht vorm Radfahren

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Von Torsten Schönebaum (rad-le.de): Lieber Herr Julke, Sie schreiben, "All diese Antworten deuten darauf hin, dass die Stadt bei der Stärkung des Radverkehrs tatsächlich einen Schritt vorankommen würde, wenn sie für separierte und sichere Radwegeverbindungen in einem komplettierten Netz sorgt." Nun enthält dieser Satz aber einen ziemlichen Widerspruch, denn separierte Radwege sind gerade nicht sicher, zumindest nicht, wenn sie straßenbegleitend sind.

    Spätestens an den Knotenpunkten kracht es häufiger, als wenn es keinen Radweg gäbe, je nachdem, wie Weg und Knotenpunkt gestaltet sind, doppelt bis zwölf mal so oft. Investitionen in straßenbegleitende Radwege sind damit Investitionen in Scheinsicherheit, ein realer Sicherheitsgewinn ist nicht zu erwarten, eher das Gegenteil.

    Wie Sie schreiben, zeigt die Bürgerumfrage, dass vielen Leipzigern das Fahren auf der Fahrbahn gefährlicher erscheint, als das Fahren im Seitenraum. Diese Risikowahrnehmung steht im Gegensatz zum tatsächlich vorhandenen Risiko, dass auf der Fahrbahn eben deutlich kleiner ist. Statt nun diese Diskrepanz zu verringern (und damit auch für mehr tatsächliche Sicherheit zu sorgen), zementiert jeder neue Radweg dieses zwar verständliche, aber auch gefährliche Bauchgefühl.

    Nun könnte man diese Nachteile vielleicht in Kauf nehmen, wenn auf diese Weise der Radverkehrsanteil tatsächlich erhöht werden würde. Für diese Kausalbeziehung gibt es aber keinen Beleg; Untersuchungen aus Detmold und dem österreichischem Langenlois sprechen eher dagegen. Als wirksamstes Mittel, um den Radverkehrsanteil zu steigern, erwiesen sich dort Imagekampagnen. Wenn die Stadt etwas für den Radverkehr tun soll, dann lieber sowas.

    Und falls es doch unbedingt Radwege sein sollen, so gibt die Bürgerumfrage einen wichtigen Hinweis: Wege abseits der Straßen sind am beliebtesten, dort könnte und sollte investiert werden. Dort gibt es viel weniger Knotenpunkte, die Gefahren durch den Kfz-Verkehr sind also geringer als bei straßenbegleitenden Radwegen. Auch der Investitionsbedarf bei diesen Wegen ist hoch, sind die allermeisten doch nicht ganzjährig benutzbar, falls man kein Schlammspringen oder Eisrutschen veranstalten möchte.

    Viele Grüße,
    Torsten Schönebaum

    Zum Artikel vom 25. April 2012 auf L-IZ.de
    Ein Schnellbericht zur Bürgerumfrage 2011 (2): Einkaufsfahrten und die Furcht vorm Radfahren

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige