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Leserbrief zu Flughafen Leipzig/Halle – Sind Fluglärmgegner einfach nur starrsinnig?: Eine Einladung von Bert Sander (Stadtrat / WVL)

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    Von Carsten Schulze: Lieber Herr Sander. Der neue Beitrag des Herrn Pohl vom 21.11. zeigt in bestechender Form, warum die "Argumente" an "bürokratischen Gehäusen" abprallen. Weil sie auf diesem Niveau nicht wirklich ernst genommen werden können. Offenbar reicht das "schnelle Überfliegen"... "ohne zu recherchieren" dann doch nicht aus. Sie haben es so treffend als "felsenharte Interessen" bezeichnet, die verfolgt der Kollege Pohl in der Tat. Unbeirrt vom tatsächlichen Flugplan fliegt bei ihm die AN 12 weiter durch den Nachtschlaf.

    Dass die Anzahl der AN 26 von fünf auf eine (!) zurück gegangen ist, klingt in Zahlen ausgedrückt halt nicht so dramatisch wie es offenbar gewünscht wird. Diese fliegt übrigens außerhalb der Kernzeit, Ankunft 22:20, Abflug 05:35 Uhr. Und auch bei der Lockheed Electra reden wir von einer einzigen.

    Kein Gehör zu finden, mag verschiedene Gründe haben. Im Falle des Freistaates hat das gewiss garstige Methode. Doch glauben Sie wirklich, dass auf verbittert wirkende und inhaltlich doch weltfremde Haltungen ernstlich reagiert wird? Große Teile der weiteren Pohlschen Ausführungen betreffen genau den Aspekt, den ich als individuelle Wahrnehmung kennzeichnete. Er empfindet andere Abstufungen bei Lautstärken als andere. Wer jedoch allen Ernstes die neuen Typen Boeing 777 als genauso laut wie die alten 747-200 oder MD 11 einordnet, scheint andere Ohren oder Messgeräte zu haben.

    Messen kann man viel. Gerade das Thema Lautstärke ist von so vielen Faktoren abhängig, dass mit Vergleichen sehr vorsichtig umgegangen werden muss. LKWs sind zum Beispiel um ein Vielfaches lauter als rumpelnde Straßenbahnen, vor allem das Getriebe beim Schaltvorgang. Dies jedoch an den Rändern des Frequenzbandes, so dass Dezibel nicht gleich Dezibel sind. Lesen Sie unter diesem Gesichtspunkt der komplexen Messmethoden und -auswertungen die Thesen von Herrn Pohl durch und bewerten Sie aus neutraler Sicht, wie ernst man das nehmen kann oder sollte.

    Mit Ideologien habe ich weniger am Hut, die haben noch nie weiter geholfen. Nur was ich auf den BI-Webseiten lese, liest sich veraltet oder nicht mehr zutreffend. Zum Beispiel war das Thema US-Transitflüge jahrelang ein Reizthema. Was glauben Sie, warum auf den Webseiten alle „Fakten“ dazu im Jahre 2009 enden? Nicht etwa, weil die Daten nicht vorlagen, der ADV oder das Bundesamt für Statistik zählen fleißig mit. Nein, weil es danach deutlich weniger wurde. In diesem Jahr sind die Flüge und Militärtransits nochmals um kanpp 50% zurück gegangen. Obama macht eben Ernst mit dem Rückzug.

    Sie wollen mehr als nur „Flohsprünge“ erreichen. Ein Ziel, welches sehr wohl von der Qualität und der Nachvollziehbarkeit der Debatte abhängt, zumindest sollte ein Großteil der Thesen zutreffen. Allein die ersten beiden Sätze von Herrn Pohl lassen da Zweifel am Erfolg aufkommen. Es wäre schade drum.

    Zum Leserbrief von Bert Sander vom 16. November 2012 auf L-IZ.de
    Flughafen Leipzig/Halle – Sind Fluglärmgegner einfach nur starrsinnig?: Eine Einladung von Bert Sander (Stadtrat / WVL)

    Zum Leserbrief vom 21. November 2012 auf L-IZ.de

    Leserbrief von Thomas Pohl zur Nachtflug- und Lärmdebatte um den Flughafen Leipzig/Halle

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