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SC DHfK unterliegt in einem emotionalisierten Match

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    Die Männer des SC DHfK Leipzig wollten die positive Entwicklung der vergangenen Wochen in Hannover fortsetzen und punkten. Doch das letzte Auswärtsspiel in dieser Saison musste unter ungünstigen Vorzeichen absolviert werden. So waren die Gastgeber, die gleichzeitig ihr letztes Heimspiel bestritten und ihre Zuschauer mit einer starken Leistung in die Sommerpause schicken wollten, besonders hoch motiviert.

    Obendrein fielen bei den körperkulturellen Handballern – neben den vielen Langzeitverletzten – mit Lucas Krzikalla, Niclas Pieczkowski und Bastian Roscheck drei weitere Leistungsträger aus. Folgerichtig fehlten den grün-weißen Gästen in der Schlussphase die erforderlichen Alternativen, das Bundesligaspiel zu gewinnen. Sie verloren die enge Auseinandersetzung schließlich mit 28:30 (16:15) Toren.

    Trotzdem konnte Trainer André Haber mit der Leistung seiner Männer im Großen und Ganzen zufrieden sein. Sie hielten gegen die hervorragend besetzten Gastgeber – mit Morten Olsen auf der Spielmacherposition – lange mit. Immerhin wurde der dänische Olympiasieger und Weltmeister durch die deutschen Nationalspieler Fabian Böhm und Kai Häfner im Rückraum oder Ilija Brozovic am Kreis super unterstützt. Die Handballfans fragen sich sowieso, wie diese hervorragend besetzte Mannschaft, die in der vergangenen Saison einen Europapokalplatz erreichte, in dieser Saison im hinteren Mittelfeld steht.

    Philipp Weber markierte in der riesengroßen Arena auf dem Messegelände der niedersächsischen Landeshauptstadt acht Treffer, Aivis Jurdzs sechs, Lukas Binder fünf. Außerdem konnte Milos Putera gleich mehrere glasklare Chancen der gegnerischen „Recken“ parieren. So wechselte die Führung insbesondere in der ersten Halbzeit ständig. 4:1, 4:5, 8:6, 9:10, 11:10 oder 13:15. Die Seiten wurden bei einem 15:16 (aus Gastgebersicht) gewechselt.

    „Wir haben den Vorsprung nach der Pause zu schnell verloren“, schätzte André Haber die Entwicklung des Bundesligaspiels am Anfang der zweiten Halbzeit ein. Trotzdem blieben die dezimierten Leipziger an den favorisierten Niedersachsen dran. Als Aivis Jurdzs gegen seinen früheren Verein zum 24:24 einnetzte, hatten die sächsischen Handballfans immer noch Hoffnungen, dass die Leipziger punkten.

    Doch dann fehlten den Gästen in den letzten acht Minuten des Spieles die personellen Alternativen, um gegen die emotionalisierten Gastgeber dagegenzuhalten. Die grün-weißen Männer konnten obendrein Torwart René Villadsen nicht mehr einwechseln, der einen Siebenmeter vor den Kopf kriegte und daraufhin ins Krankenhaus gebracht werden musste. Völlig unverständlich war, dass einige Zuschauer den angeschlagenen Torwart auspfiffen…

    Das Geschehen nahm seinen folgerichtigen Lauf: Auf der einen Seite scheiterten die Gäste in der Schlussphase immer wieder am starken Martin Ziemer im Burgdorfer Tor, auf der anderen Seite drehten in den letzten Minuten vor allem der slowenische Nejc Cehte und der friesische Torge Johannsen auf. 27:24, 28:26, 30:28. Aus die Maus.

    André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):

    „Jeder weiß, wie emotional letzte Heimspiele sind. Das war heute für uns eine Mammutaufgabe, uns dem entgegenzustellen, auch vor dem Hintergrund, dass vor dem Spiel auch noch Basti Roscheck signalisiert hatte, dass es heute bei ihm nicht geht. Wir wollten es in Hannover besser machen, als in der letzten Saison, denn damals lagen wir zur Halbzeit schon mit acht Treffern zurück. Wir hatten heute einen viel besseren Spielstart und haben zur Halbzeit geführt, weil wir sehr gut im Angriff gespielt haben und eine sehr gute Torhüterleistung hatten.

    Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen für Einsatz, Kampfbereitschaft und den konditionellen Zustand, denn wir konnten heute nicht viel wechseln. Die Jungs, die zum Schluss auf der Platte standen, als uns das Spiel entglitten ist, standen auch schon zuvor 50 Minuten auf der Platte und haben lange die Last auf ihren Schultern getragen. Es ist alles andere als einfach, hier in Hannover das Spiel so lange offenzuhalten. Auch wenn am Ende das Pendel für Hannover ausschlägt, fahren wir heute nicht völlig geknickt nach Hause, denn wir haben es ihnen maximal schwer gemacht.“

    Carlos Ortega (Trainer SC DHfK Leipzig):

    „Ich glaube, das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Es gab heute sehr viele Zeitstrafen gegen uns, aber die ganze Mannschaft hat mit viel Herz gespielt. Ich denke, wir haben sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine gute Leistung gezeigt und verdient gewonnen.“

    TSV Hannover-Burgdorf – SC DHfK Leipzig 30:28 (15:16)

    Torschützen Hannover-Burgdorf: Johannsen (6/1), Olsen (5), Brozovic (5), Häfner (4), Böhm (3), Cehte (3), Pevnov (2), Ugalde (1), Kastening (1/1)

    Torschützen SC DHfK: Weber (8/1), Jurdzs (6), Binder (5), Wiesmach (4/1), Rojewski (3), Semper (2)

    Siebenmeter: Hannover 2/4, Leipzig 2/2

    Zeitstrafen: Hannover 12 Min, Leipzig 6 Min

    Rote Karte: Kastening (Hannover/41. Min) nach Kopftreffer an René Villadsen

    Zuschauer: 5077 Handballfans in der TUI Arena

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