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DHfK-Profis im wohlverdienten Urlaub – verdiente Spieler sagen Tschüss

Nach einer langen Bundesliga-Saison hat für die Profi-Handballer des SC DHfK Leipzig der wohlverdiente Urlaub begonnen. Die Männer von Cheftrainer André Haber hatten am Sonntag mit einem Heimsieg gegen die Rhein-Neckar Löwen den 11. Tabellenplatz perfekt gemacht und nach einer sehr lehrreichen Hinrunde, in der sich die Mannschaft lange im Abstiegskampf befand, zu den eigenen Stärken wie Tempo, Teamgeist und Leidenschaft, aber auch Demut und Disziplin zurückgefunden.

Dank einer klaren Leistungssteigerung im Jahr 2019 waren 17 Rückrundenpunkte der verdiente Lohn der harten Arbeit. Mehr Punkte hatten die Leipziger bisher in keiner Rückrunde geholt.

Nun dürfen sich die DHfK-Männer gut vier Wochen von dem kräftezehrenden Handballjahr erholen, bevor Chefcoach André Haber die neue Mannschaft am 11. Juli zum Trainingsauftakt zur Vorbereitung auf die neue Saison bittet. Mit den Neuzugängen Marko Mamic, Viggo Krstjanson, Luca Witzke, Joel Birlehm und Philipp Müller wollen die Leipziger dann wieder voll angreifen.

Für einige Profis des SC DHfK Leipzig ist die Saison dagegen noch nicht ganz vorbei. Philipp Weber und Franz Semper bestreiten heute mit der deutschen Nationalmannschaft das Auswärtsspiel in der EM-Quali gegen Israel (Mittwoch, 18.45 Uhr, Livestream via zdfsport.de) sowie am Sonntag (18 Uhr, Arena Nürnberger Versicherung) das Heimspiel gegen den Kosovo. Auch DHfK-Spielmacher Niclas Pieczkowski war von Bundestrainer Christian Prokop für die beiden Länderspiele eingeladen, musste aber aufgrund seiner Schulterverletzung passen.

Deutschland führt in Gruppe 1 der Qualifikation zur EHF EURO 2020 mit 8:0 Punkten und kann nicht mehr von Platz 1 verdrängt werden. Israel liegt derzeit mit 4:4 Punkten auf Platz zwei vor Polen und dem Kosovo (jeweils 2:6).

Außerdem hat Aivis Jurdzs heute Abend mit seinen Letten ebenfalls die Chance, beim Heimspiel gegen Slowenien die EM-Quali perfekt zu machen. Gleiches gilt für die Schweiz beim Heimspiel gegen Kroatien. Die Eidgenossen müssen allerdings auf den verletzten DHfK-Kreisläufer Alen Milosevic verzichten.

Darüber hinaus befindet sich derzeit auch noch Nachwuchs-Talent Julius Meyer-Siebert auf DHB-Lehrgang. Der 18-Jährige, der erst vor zwei Wochen einen 3-Jahres-Vertrag beim SC DHfK Handball unterzeichnet hatte, wurde von U19-Bundestrainer Erik Wudtke für den Lehrgang der U19-Nationalmannschaft in der Sportschule Hennef nominiert.

Emotionaler Abschied von Jurdzs, Rojewski, Villadsen und Löser

Ganz ohne Abschiedstränen ging die große Fanparty am Sonntag nach dem letzten Heimspiel der Leipziger Handballer nicht über die Bühne. Für die langjährigen Leistungsträger Aivis Jurdzs und Andreas Rojewski sowie Torhüter Rene Villadsen und Nachwuchshoffnung Timo Löser war es der letzte Auftritt in der ARENA Leipzig.

„Es waren drei wundervolle Jahre und es hat mir sehr imponiert, wie hier mit Leidenschaft und Hingabe gearbeitet wird. Ein großer Teil meines Herzens wird in Leipzig bleiben, denn meine Frau und ich haben in der Zeit hier in Leipzig geheiratet und unser Sohn ist hier zur Welt gekommen. Allein das wird immer unsere Verbindung bleiben und ich möchte unseren Fans, Sponsoren, dem Stuff und der Mannschaft ein riesen Dank aussprechen“, so die Abschiedsworte von Andreas Rojewski.

Auch Torhüter René Villadsen, der aufgrund einer Gehirnerschütterung bei seinem letzten Spiel in Leipzig leider nicht noch einmal im Tor stehen konnte, richtete emotionale Worte an Fans und Verein: „Dieses Gefühl, was ich jetzt bei der Verabschiedung habe, ist ganz besonders. Ich finde diese Handballfamilie hier in Leipzig etwas außergewöhnliches, was man nicht bei jedem Verein hat.“ René Villadsen kam zur Saison 2018/19 vom dänischen Handballclub Aarhus Håndbold nach Leipzig nachdem sich Stammtorhüter Jens Vortmann einen schweren Kreuzbandriss zuzog. Wie Aivis Jurdzs zieht es auch ihn zurück in die Heimat.

Ein anderer Publikumsliebling bleibt dem SC DHfK dagegen erhalten: „Ich bin sehr glücklich, dass ich ein Familienmitglied des SC DHfK Handball bleiben darf“ sagte Milos Putera, der zwar ebenfalls sein letztens Match als Spieler für den SC DHfK bestritt und mit 15 Paraden noch einmal zu Höchstleistung auflief, dem Verein jedoch ab der kommenden Saison als neuer Co-Trainer erhalten bleibt. Er übernimmt das Amt von Matthias Albrecht, der sich dann wieder voll seiner Aufgabe als Jugendkoordinator widmen kann.

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