Die Handballerinnen des HC Leipzig haben in der 2. Alsco Handball Bundesliga beim heimstarken Tabellenfünften HSV Solingen-Gräfrath 76 ein 27:27-Unentschieden (15:12) geholt. Nach der ersten Punkteteilung seit dem 30:30 beim ESV 1927 Regensburg am 21. Dezember 2024 führt das HCL-Team die Tabelle weiter an. Lisa Lammich und Wiebke Meyer waren mit jeweils sechs Toren die erfolgreichsten HCL-Werferinnen.

„Wir haben eine sehr solide unaufgeregte erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein, zwei Fehler zu viel gemacht und sind unruhig geworden. Diese negativen Aktionen haben wir nicht aus dem Kopf bekommen und zu lange mitgeschleppt, um wieder im Spiel anzukommen“, erklärte Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel.

„Am Ende ist es uns gelungen und wir hätten sogar noch als Sieger vom Feld gehen können. Diese Situationen sind wichtig für uns und die Spielerinnen in ihrer Entwicklung. Heute ist es ein Fehlpass oder Fehlwurf, morgen wird es das Tor sein. Dies ist der normale Prozess in der Entwicklung junger Spielerinnen. Wichtig ist, dass wir diesen Prozess kurz und effektiv gestalten.“

Mit Zwischenspurt zur Halbzeitführung

In der Anfangsphase lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Dabei leisteten sich beide Teams allerdings auch einige unnötige technische Fehler.

Bis zur 20. Minute konnte sich keine Mannschaft absetzen. Dann konnten die Leipzigerinnen das Spiel mit vier Toren in Folge innerhalb von acht Minuten zunächst auf ihre Seite ziehen (13:10/27. Minuten). Diesen Drei-Tore-Vorsprung nahmen sie auch mit in die Halbzeitpause (15:12). Eine höhere Halbzeit-Führung verhinderte Solingens Torhüterin Katja Grewe, die in den ersten 30 Minuten gleich sieben Würfe entschärfen konnte.

Erst Schwächephase, dann starker Schlussspurt

Nach dem Seitenwechsel ging es auf dem Feld zunächst hin und her. Durch einige leichte Fehler und vergebene Würfe gaben die Leipzigerinnen die Partie im weiteren Spielverlauf nach und nach aus der Hand. So konnten Solingen mit drei Toren in Folge ausgleichen (18:18/42.). Nach fünf Minuten ohne Tor konnte Wiebke Meyer mit ihrem Treffer zum 19:18 den Bann brechen.

In der Folgezeit lieferten sich beide Mannschaften das erwartet spannende Duell, in dem den HCL-Spielerinnen weiter einige unnötige Fehler unterliefen. Die Folge: In der 56. Minute drohte beim Stand von 25:27 die zweite Saisonniederlage. Doch angeführt von Torhüterin Nele Kurzke, die in den letzten vier Minuten kein Gegentor mehr zuließ, kämpften sich die Leipzigerinnen wieder zurück.

Lisa Lammich und Marlene Tucholke konnten mit ihren Toren das Spiel wieder ausgleichen (27:27/58. Minute). Bei Ballbesitz 25 Sekunden vor Schluss und einer letzten Auszeit von Coach Erik Töpfer bestand sogar noch die Chance auf den Siegtreffer Dieser gelang leider nicht, so dass das HCL-Team letztlich einen Punkt mit zurück nach Leipzig nehmen konnte.

Aufgrund der Länderspielpause legen die Alsco Handball Bundesliga und die 2. Alsco Handball Bundesliga am kommenden Wochenende eine Spielpause ein. Weiter geht es für die Leipzigerinnen am 13. März (Anwurf: 18 Uhr) mit dem Nachholspiel beim Bergischen HC. Das Spiel war am 10. Januar wegen des Wintereinbruchs abgesagt worden.

Weitere Informationen unter www.hc-leipzig.de

HC Leipzig:

Nele Kurzke (9 Paraden), Janine Fleischer; Lisa Lammich (6 Tore), Wiebke Meyer (6), Marlene Tucholke (5), Hanna Ferber-Rahnhöfer (2), Kim Angelina Lang (2), Lilly Glimm (2), Jana Walther (2/1 Siebenmeter), Sharleen Greschner (1), Pauline Uhlmann (1), Laura-Sophie Klocke, Lara Seidel, Emely Theilig, Linnea Radzeviciute.

Siebenmeter
Solingen 3/3; HCL 1/1

Strafminuten
Solingen 6; HCL 6

Zuschauer: 237

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