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Donnerstag, 21. Januar 2021
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Kathrin Kagelmann: Linke für Versachlichung der „Wolfsdebatte“

Von Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag

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    Zur aktuellen „Wolfsdebatte“ in Sachsen und zum Antrag der Koalition „Akzeptanz der Rückkehr und Ansiedlung von Wölfen im Freistaat Sachsen erhalten – Wolfsmanagement nachsteuern“ (Parlaments-Drucksache 6/7236), dem die Linksfraktion zustimmt, erklärt die Lausitzer Abgeordnete der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag, Kathrin Kagelmann: Wir wissen und können sehr genau nachweisen, dass Nutztiere nur einen Anteil von unter einem Prozent im breiten Nahrungsspektrum eines Wolfes einnehmen.

    Natürlich beruhigt das nicht den Schäfer, der gerade Tiere durch Wölfe verloren hat. Dem muss geholfen werden.  Aber die 99 Prozent Nahrungsanteil an wildlebenden Huftieren und Kleinsäugern machen die Funktion des Wolfes im Ökosystem deutlich, die wir für eine sachliche Bewertung brauchen.

    Wir wissen außerdem aus der Wildbiologie, dass bei Spitzenraubtieren wie dem Wolf das vorhandene Nahrungsangebot im Lebensraum die Population reguliert, es also einer Obergrenze, wie sie u. a. im Antrag der AfD gefordert wird, eigentlich nicht bedarf.

    Das heißt, nicht die Wolfspopulation ist das Problem. Es sind einzelne Tiere, die auffällig reagieren können und dafür muss Vorsorge getroffen werden und dafür gibt es in Sachsen – in möchte nicht überschwänglich klingen – ein durchaus vorbildliches Managementsystem. Wir wissen schließlich in Sachsen nach nunmehr fast 20-jähriger Erfahrung, dass die Begegnung mit einem gesunden Wolf nicht gefährlich ist für den Menschen.  Im Ergebnis dieser langen wissenschaftlichen Beobachtung kann auch der gern kolportierten These widersprochen werden, dass die hohe Intelligenz und Anpassungsfähigkeit des Wolfes an die Bedingungen der dicht besiedelten Kulturlandschaft zwangsläufig dazu führen muss, dass der Wolf seine natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren wird.

    Die Linke stimmt dem Koalitionsantrag zu. Ich halte insbesondere die Punkte 6 und 7 des Antrages – also die Studie zur Weidesicherheit und die Verbesserung des Schadensausgleichs – für wichtig, um die Debatte zu versachlichen.

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