Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen unterstützt den neuen Verwaltungsvorschlag zum Schwimmhallenneubau auf dem Otto-Runki-Platz. Dieser hat die Intentionen unserer Fraktion aus dem Herbst 2016 aufgegriffen und trägt nun nicht nur den Belangen des Sports Rechnung, sondern spricht sich außerdem für eine Nutzungsmischung, eine kooperative Baurealisierung, eine Umsetzung der Gründachstrategie und außerdem für eine energieeffiziente Bauweise aus.

Tim Elschner, Stadtrat und stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: „Wir sind erfreut, dass die neue Beschlussvorlage der Verwaltung zum geplanten Bauvorhaben nun auch deutlich eine grüne Handschrift trägt! Das Projekt könnte Vorbildcharakter nicht nur künftige städtische Bauvorhaben haben, wenn die Umsetzung im Sinne eines flächensparenden Bauens gelingt!

Meine Fraktion begrüßt ausdrücklich die Bestrebungen hin zu einer energieeffizienten und ökologisch nachhaltigen Bauweise durch Passivhausstandard, Gründach, Fassadenbegrünung und Photovoltaik-Anlage.

Dass die Verwaltung von der Notwendigkeit überzeugt werden konnte, hinsichtlich der Einbettung des Schwimmhallen-Komplexes einen Architektur- und Gestaltungswettbewerb durchzuführen, freut uns ebenfalls, denn auch die Einordnung des neuen Baukörpers in die Umgebung wird eine Herausforderung sein.

Eine weitere Forderung unserer Fraktion wird aufgegriffen, indem geprüft werden soll, eine kooperative Bauweise durch Kombination verschiedener Nutzungsmöglichkeiten des entstehenden, gegebenenfalls mehrgeschossigen Baukörpers gemeinsam mit den kommunalen Unternehmen Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH, Städtische Altenpflegeheime Leipzig gGmbH, LESG Gesellschaft der Stadt Leipzig zur Erschließung, Entwicklung und Sanierung von Baugebieten mbH hinsichtlich des entstehenden Baukörpers zu ermöglichen.

Weil die Umsetzung auch in Abstimmung mit Fördermittelgebern mit Sicherheit kein leichtes Unterfangen sein wird, wird es um so mehr auf gute und kreative Ideen im weiteren Planungsprozess ankommen!“

Michael Schmidt, sportpolitischer Sprecher und Aufsichtsrat der Leipziger Sportbäder, ergänzt: „Es ist gut und wichtig, nun endlich einen konsensfähigen Vorschlag auf dem Tisch zu haben, dem umgehend weitere Schritte folgen müssen. Immer mehr Menschen drängen in die Leipziger Schwimmhallen, so dass der Bedarf nach zusätzlicher Schwimmfläche seit Jahren immens ist. Nur Dank der Initiative des Stadtrates wird nun zunächst eine Schwimmhalle im Osten kommen, anschließend eine weitere im Leipziger Süden. Auch dafür müssen die Weichen gestellt werden! Die Erfahrungen und baulichen Möglichkeiten, die nun auf dem Otto-Runki-Platz gesammelt werden können, werden auch für den Süden eine wichtige Grundlage sein, um eben nicht nur den sportlichen Belangen, sondern auch denen der wachsenden Stadt Genüge zu tun. Wir freuen uns auf die Umsetzung und werden diese auch im Aufsichtsrat zielführend begleiten.“

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