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Sächsischer Mitmachfonds: Diese Grimmaer Ideen werden gefördert

Die Preisträger des diesjährigen Ideenwettbewerbs der „Sächsischen Mitmach-Fonds“ stehen fest. Insgesamt 613 Projektideen wurden durch die Jurys in den verschiedenen Kategorien und Preisstufen ausgewählt. Sechs Projekte in Grimma können über das Programm gefördert werden.

Im Rahmen des „ReWIR-Preis“ zur Förderung des Miteinanders und Zusammenlebens der Menschen erhalten die Projekte „Hier bin ich Mensch“ des Künstlergutes Prösitz sowie der Ausbau der ehemaligen Großküche Mutzschen zum neuen Gemeinschaftszentrum eine Förderung.

Für den „Zukunft MINT-Preis“ zur Förderung von Kindern und Jugendlichen wählte die Jury die Unterstützung der Kinderkantate “Plisch und Plum” der Evangelischen Kirchgemeinde Grimma sowie den Aufbau einer offenen Werkstatt im Dorf der Jugend aus. Im Bereich Mobilität setzten sich die Projekte E-Scooter für Grimma der Stadtwerke Grimma sowie die Errichtung von drei Elektro-Ladestationen in Mutzschen durch.

Der Ideenwettbewerb „Sächsische Mitmach-Fonds“ richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände, Kammern, Stiftungen, soziale Träger, Schulen sowie kommunale und wissenschaftliche Einrichtungen in den sächsischen Braunkohleregionen Lausitz und Mitteildeutschland. Der Ideenwettbewerb Sächsische Mitmach-Fonds wurde von der Sächsischen Staatsregierung initiiert. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Geldsegen für Verein Stadt und Schloss Mutzschen e.V. und Künstlergut Prösitz e.V.

Deborah Hey und Ute Hartwig-Schulz verbindet ihr Engagement für die Region Mutzschen. Beide Frauen sind Mitglieder im Verein Stadt und Schloss Mutzschen e.V. und beide Frauen wurden jüngst beim Sächsischen Mitmach-Fonds ausgezeichnet. Der Freistaat Sachsen hatte das Projekt ins Leben gerufen, um vor allem die Kohleregionen zu stärken.

Dass die Region gefördert und belebt werden muss, ist ein offenes Geheimnis und Deborah Hey, die das MotoSoul Resort in Mutzschen gegründet hat und es selbst betreibt, war sofort Feuer und Flamme, als sich Mutzschener Bürger daranmachten, den Verein Stadt und Schloss Mutzschen e.V. zu gründen und wurde ebenfalls Mitglied. Stellvertretend für den Vereinsvorsitzenden Falk Zeuner präsentierte die gebürtige Amerikanerin bei Ute Hartwig-Schulz die Pläne, die mit dem warmen Geldsegen aus Dresden für Mutzschen realisiert werden sollen.

8.000 Euro erhielt der Verein aus dem Mobilitätsfonds. Mit dieser stolzen Summe sollen in Mutzschen unter dem Projektnamen „Ein-Ladung für Mutzschen“ drei Ladesäulen für Elektromobilisten eingerichtet werden, die nicht nur Autos, sondern auch Pedelecs mit dem nötigen Saft versorgen. Deborah Hey ist sich sicher, dass dieses Angebot künftig vermehrt E-Biker und Pedelec-Fahrer nach Mutzschen locken wird. Eine Ladesäule soll am Schloss, eine an der Großküche und die Dritte direkt am Marktplatz installiert werden.

Deborah Hey rechnet damit, dass der Bau der Säulen bis zum Herbst abgeschlossen sein kann, wenn keine unerwarteten Hindernisse auftauchen. Der Verein Stadt und Schloss Mutzschen e.V. erhielt zudem 15.000 Euro für die Projektidee im Fond Mitteldeutschland – ReWIR: “Gemeinschaftlicherleben – Ausbau der ehemaligen Großküche Mutzschen zum neuen Gemeinschaftszentrum in Mutzschen”. Mit diesem Gemeinschaftsprojekt sollen zwingend notwendige Arbeiten in der alten Großküche realisiert werden, damit Mutzschen wieder einen Gemeinschaftsraum für alle bekommt.

Im ersten Schritt sind diverse Brandschutztechnische Ertüchtigungen, sowie eine Sanierung der Sanitäranlagen erforderlich, damit das Gebäude kurzfristig wieder für eine Vielzahl von Veranstaltungen nutzbar wird. Das Künstlergut Prösitz bekommt aus dem Mitmachfonds „Mint“ eine Urkunde über 5.000 Euro. Seit Jahren sind das Künstlergut Prösitz und Ute Hartwig- Schulz um die Lärmreduktion an der A 14 bemüht.

Unter dem Titel „Hier bin ich Mensch“ soll auf die Situation der Dörfer entlang der Autobahn aufmerksam gemacht werden. Dabei sollen die Skylines der Dörfer und der vielen abgerissenen historischen Gebäude mit einer Lärmschutzwand nachempfunden und die Autofahrer auf die Schönheit der Gemeinden abseits der Autobahn aufmerksam gemacht werden. Lärmschutz und Werbung für die Region sind die eigentlichen Ziele.

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