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Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig kämpft für Erhalt des Haribo-Standortes Wilkau-Haßlau

Von Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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    Das Unternehmen Haribo hat angekündigt, seinen einzigen ostdeutschen Standort in Wilkau-Haßlau (Landkreis Zwickau) zu schließen. Das Werk, so der Konzern, erfülle nicht mehr die Anforderungen an eine effiziente Produktionsstruktur und es fehle die erforderliche Flexibilität für ein breites und schnell anpassbares Produktportfolio. Deshalb hat sich Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig heute mit einem Brief an den Geschäftsführenden Gesellschafter Hans Guido Riegel gewandt und darin gebeten, diese für die Wirtschaft in Westsachsen folgenreiche Entscheidung zu überdenken.

    „Wir sind von der Schließungsentscheidung des Unternehmens ebenfalls überrascht worden“, betont Minister Dulig. „Das Werk in Wilkau-Haßlau ist von großer Bedeutung für die Stadt und den lokalen Arbeitsmarkt. Dem Unternehmen Haribo geht es sehr gut. Seine Produkte erfreuen sich weltweit steigender Nachfrage. Deshalb können wir die Ankündigung von Haribo nicht nachvollziehen.“

    In seinem heute verschickten Brief hat er Haribo angeboten, gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen Alternativen zur Schließung zu erörtern. Dulig: »Wir verfügen über Möglichkeiten, bei den Themen Innovation und Investition zu unterstützen. Ich bin überzeugt, dass sich ein Weg finden lässt, die Produktionsstrukturen hier vor Ort zu modernisieren.“

    Mit Blick auf das 30. Jahr der deutschen Wiedervereinigung appelliert Wirtschaftsminister Dulig an die gesamtdeutsche Solidarität: „Mich erinnert die aktuelle Situation an die folgenschweren 1990er-Jahre, als unzählige Ostbetriebe schlossen und hunderttausende Beschäftigte vor einer ungewissen Zukunft standen. Jetzt, rund 30 Jahre später, werden in westdeutschen Konzernzentralen wieder vermehrt Entscheidungen zuungunsten des Ostens getroffen – kürzlich betraf das MAN in Plauen, jetzt Haribo in Wilkau-Haßlau.

    Ich vermisse hier die Anerkennung für die ostdeutschen Standorte, die mit ihrem Engagement und ihrer Produktivität zum Erfolg der westdeutschen Konzerne beitragen. Es kann nicht sein, dass es – wenn es wirtschaftlich eng wird – eine Konzentration auf Westdeutschland gibt, um dort Standorte zu sichern. Solidarität ist keine Einbahnstraße! Ich erwarte, dass man in schwierigen Zeiten zur Verantwortung für alle Standorte steht. Wir müssen noch selbstbewusster artikulieren: Der Osten ist nicht der Reservekanister des Westens!“

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