4.6 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Equal Care Day – Sorgearbeit sichtbar machen

Von Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung
Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Sorgearbeit ist vornehmlich „unsichtbare Arbeit“ und wird, wie der 29. Februar oftmals übergangen. In diesem Jahr findet der „Equal Care Day – der Tag der gerecht geteilten Sorgearbeit“ am 1. März statt.

    Wie aktuelle Erhebungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufzeigen, wird Sorgearbeit in Deutschland noch immer überwiegend durch Frauen geleistet. So wenden Frauen in Deutschland durchschnittlich täglich 52,4 Prozent – umgerechnet 87 Minuten – mehr Zeit für unbezahlte Sorgearbeit auf als Männer. Vor diesem Hintergrund fordert die Initiative „Equal Care Day“ unter anderem eine gerechtere Verteilung der privaten Sorgearbeit und den Abbau struktureller Diskriminierungen.

    Gleichstellungsministerin Katja Meier: „Die aktuelle COVID19-Krisensituation verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung von Sorgearbeit und der Notwendigkeit einer geschlechtergerechten Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. Denn Frauen leisten noch immer den überwiegenden Anteil der privaten unbezahlten Sorgearbeit. Dies führt nicht nur zu einer ungerechten Lastenverteilung zum Nachteil vieler Frauen, sondern ist auch Hauptursache dafür, dass Frauen und vor allem Mütter im Laufe ihres Lebens sehr viel weniger Einkommen und Altersbezüge erwirtschaften können wie Männer.“

    Auch in Bezug auf eine faire Bezahlung professioneller Pflegearbeit sieht Gleichstellungsministerin Katja Meier Handlungsbedarf: „Bereits vor der Corona-Krise entsprach die Bezahlung der in der Pflege Beschäftigten nicht deren Leistung und Bedeutung für die Gesellschaft. Außerdem sind die dortigen Arbeitsbedingungen häufig prekär. Die Krisensituation hat diese Problemlagen noch verschärft und gezeigt, dass Frauen als Arbeitnehmerinnen in systemrelevanten Berufen besonders von deren Auswirkungen betroffen sind. Angemessene Bezahlung und insgesamt höhere Wertschätzung von professioneller Sorgearbeit dürfen in unserer Gesellschaft keine bloßen Lippenbekenntnisse bleiben.“

    Die Aufwertung bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit ist auch eines der Hauptanliegen der Gleichstellungs- und Frauenminister/-innenkonferenz (GFMK). Entsprechende Forderungen fanden bereits im Jahr 2020 Eingang in die Entschließung „Chancen der Corona-Krise – jetzt Geschlechtergerechtigkeit umsetzen“. Auch die EU-Ebene sieht bei der gerechten Verteilung von familiärer Sorge- und Erwerbsarbeit Handlungsbedarf. Die Empfehlungen der EU-Ratsschlussfolgerungen zum Gender Care Gap vom 1. Dezember 2020, die unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft angenommen wurden, werden derzeit in den Mitgliedstaaten umgesetzt.

    Weitere Informationen sind unter nachfolgendem Link zu finden: www.equalcareday.de.

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige