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Torsten Herbst MdB (FDP): Sächsischer Impfgipfel muss alle Akteure sofort an einen Tisch bringen

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    Die Sächsische Staatsregierung hat heute die geltenden Corona-Regeln bis 9. Mai 2021 verlängert. Unterdessen liegt Sachsen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bei den Erstimpfungen relativ zur Einwohnerzahl auf Platz 12 der Bundesländer, bei Zweitimpfungen auf Platz 3. Der Freistaat hat mit Stand gestern gemessen an der Einwohnerzahl nach dem Saarland die meisten Impfdosen geliefert bekommen.

    Dazu erklärt der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst: „Leider ist der Staatsregierung wieder einmal nicht mehr eingefallen, als nur den Lockdown weiter zu verlängern. Ministerpräsident Kretschmer und seine schwarz-grün-rote Koalition haben einfach aufgegeben, sie sitzen nur noch die Zeit ab, bis durch Erkrankungen und Impfen Herden-Immunität erreicht ist. Dass die Wirtschaft massiv leidet und eine Insolvenzwelle mit massenhaften Arbeitsplatzverlusten immer wahrscheinlicher wird, nimmt man achselzuckend in Kauf.

    Zudem lahmt erschreckenderweise die Impfkampagne in Sachsen: Der Freistaat hat seinen Spitzenplatz bei den Zweitimpfungen verloren, bei den Erstimpfungen liegt Sachsen weiter im unteren Drittel aller Länder. In einem Bundesland, das wegen seiner besonderen Pandemielage sogar Sonderkontingente an Impfstoff über den eigentlichen Länder-Verteilerschlüssel hinaus bekommen hat, ist das ein absolutes Armutszeugnis.

    Sachsen braucht jetzt sofort einen Impfgipfel. Die Staatsregierung muss alle Akteure an einen Tisch holen: DRK-Impfzentren, Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, Bundeswehr, Betriebsärzte, … – jeder, der impfen kann, muss einbezogen werden. Wie kann gelieferter Impfstoff so schnell wie möglich verimpft werden? Das ist die Frage, die zuallererst beantwortet werden muss. Jede Impfdosis, die in einem Kühlschrank herumliegt, ist im Zweifelsfall ein Erkrankter mehr, der andere Menschen infizieren kann.“

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