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OBM-Kandidat Felix Ekardt antwortet auf Leserfragen: CarSharing & Verkehrsprojekte/-ideen

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    Durch 1 Carsharing-Auto werden mindestens 5 PKW ersetzt werden. Allerdings: Carsharing-Stellplätze sind in Sachsen bisher nur auf Privatgelände möglich.

    Befürworten Sie die dauerhafte Einrichtung von Carsharing-Stellplätzen im öffentlichen Straßenraum, wenn ja, wie werden Sie dies und in welchem Umfang durchsetzen, wenn nein, warum nicht?

    Auch hier lohnt sich ein Blick nach Berlin, wo inzwischen Carsharing- Stellplätze auch im öffentlichen Raum eingesetzt werden. Ich begrüße diese Idee und spreche mich ausdrücklich dafür aus und für eine Änderung der sächsischen Bauordnung an dieser Stelle. Bei der derzeitigen Landesregierung sehe ich da aber schwarz.

    Haben Sie Vorstellungen oder auch Visionen, wie der Leipziger Promenadenring im Jahr 2020 aussehen und funktionieren könnte?

    Ja, die Autoverkehrsbedeutung des Promenandenring muss reduziert werden. Die Anzahl an Kfz pro Tag liegt dann deutlich unter dem heutigen Niveau. Vorstellbar wäre es, den Bereich zwischen Straßenbahn und Innenstadt komplett für den Autoverkehr zu sperren und dort Fahrrad- und Fußwegverkehr zuzulassen. Dass würde auch die Ausstrahlungswirkung des Zentrums auf die anliegenden Stadtviertel erhöhen.

    An welcher Stelle des Promenadenrings würden Sie versuchen, etwas kurzfristig zu verändern? Was würden Sie ändern?

    Größtes Problem ist aus meiner Sicht bislang die vollkommen unbefriedigende Situation für Radfahrer, da ein fahrradfreundliches Verkehrssystem fehlt. Daher hätte die Umsetzung eines solchen Konzeptes durch Abmarkierung eines Radstreifens auf dem Promenadenring in beide Richtungen Priorität.

    Die Hochstraße über dem Agra-Park (B2/B95) wird während ihrer Amtszeit abgerissen. Für welche neue Variante werden Sie sich einsetzen?

    Für eine Tunnelvariante, um die Lärmbelastung zu reduzieren und dem Park wieder zur ursprünglichen Geltung zu verhelfen.

    Die sächsische Staatsregierung möchte die A 72 bis auf Höhe Richard-Lehmann-Straße ins Stadtgebiet von Leipzig verlängern. Werden Sie diese Überlegungen unterstützen? Wie weit soll Ihrer Meinung nach die A 72 ins Stadtgebiet führen?

    Die Ausweitung der A 72 ins Stadtgebiet halte ich für den komplett falschen Ansatz, da dadurch der Anteil des MIV entgegen der bereits jetzt vorhandenen Zielsetzungen der Stadt weiter steigern dürfte: Stichwort induzierter Verkehr. Mit der A 72 sollte spätestens an der Stadtgrenze Ende sein.
    Unterstützen Sie den Vorschlag auf Einrichtung eines autofreien Stadtquartiers, wenn ja, mit welchen Schritten möchten Sie dies erreichen, wenn nein, warum nicht?

    Ich halte das für eine hochgradig spannende Idee. In den neunziger Jahren gab es dazu ja bereits einmal in Leipzig eine Initiative. Die Umsetzung könnte dadurch erfolgen, dass eins der neu entstehenden Quartiere dafür ausgesucht wird und innerhalb des Quartiers komplett auf Stellplätze verzichtet wird und sich Stellplätze analog dem Freiburger Viertel Vauban nur am Rand des Gebietes befinden.

    Sämtliche Straßen im Gebiet wären dann verkehrsberuhigte Zonen mit absolutem Vorrang des Fußgänger und Radverkehrs und Parken im Viertel wäre nicht möglich.

    Wo könnten Sie sich ein autofreies Stadtquartier vorstellen?

    Anbieten würde sich ein zentrumsnahes Quartier. Hier halte ich sowohl das Areal westlich des Hauptbahnhofes, als auch das Areal hinter dem bayrischen Bahnhof für machbar.

    Mit der Inbetriebnahme des Leipziger S-Bahnnetzes wird der Bahnbogen im Leipziger Osten nicht mehr für den Bahnverkehr benötigt. Es gibt Überlegungen, den Bahnbogen als Bestandteil der Grünverbindungen im Leipziger Osten einzubinden.

    Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, dass aus der Idee des »Parkbogen Ost« Wirklichkeit wird?

    Die Idee des Parkbogens ist eine der faszinierenden Ideen, die es in Leipzig gibt. Sie verdient Beachtung. Die Umsetzung müsste meines Erachtens dadurch erfolgen, dass ein Projektbüro eingesetzt wird, welches beauftragt wird die Idee umzusetzen, unter Beteiligung der Bürger der Stadt.

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