OBM-Kandidat Felix Ekardt antwortet auf Leserfragen: Internet

Im Stadtgebiet von Leipzig gibt es immer noch viele Gebiete, die von einer funktionierenden und bezahlbaren Breitbandanbindung abgeschnitten sind. Durch die immer weitere Verlagerung von Wissen, Informationen und Kommunikation in das Internet werden diese Stadtteile zunehmend unattraktiver für vor allem junge Familien, Studierende, Selbstständige, Unternehmen, den Handel und Ärzte.
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Welche Anstrengungen werden Sie unternehmen, um die „digitale Spaltung“ innerhalb des Stadtgebietes zu beseitigen?

Für mich ist der Internetanschluss ein Teil der Daseinsvorsorge. Niemand darf aus sozialen Gründen vom Internet ausgeschlossen werden. Denn der Zugang zum Netz ist ein wichtiger Aspekt von Teilhabe an der Gesellschaft. Durch den fachlich falschen Verkauf der Hl Komm, hat sich die Stadt leider ihrer Einflussmöglichkeiten beraubt.

Ich sehe dennoch folgende Handlungsfelder:
Die Stadt soll bei allen ihren Tiefbauvorhaben ab sofort die standardmäßige Verlegung von Lehrrohren vorsehen. Diese können später an verschiedene Anbieter von Breitbandinfrastruktur vermietet werden. Besonders in weniger bewohnten Gebieten garantiert dies eine höhere Wirtschaftlichkeit von Kabelverlegungen und sichert damit die Zukunftsentwicklung.

In Leipzig könnten öffentliche W-LAN-Hotspots im öffentlichen Raum angeboten werden (Parks und Innenstadt). Dies erhöht die Zugangsmöglichkeiten und ist attraktiv besonders für Studenten und Touristen. Das Wissen und die Erfahrung von zivilgesellschaftlichen Initiativen wie z.B. Freifunk kann eine kostengünstige und weit entwickelte Grundlage für ein solches Projekt sein.


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