OBM-Kandidat René Hobusch antwortet auf Leserfragen: CarSharing und Verkehrsprojekte/-ideen

Durch 1 CarSharing-Auto werden mindestens 5 PKW ersetzt werden. Allerdings: CarSharing-Stellplätze sind in Sachsen bisher nur auf Privatgelände möglich. Befürworten Sie die dauerhafte Einrichtung von Carsharing-Stellplätzen im öffentlichen Straßenraum, wenn ja, wie werden Sie dies und in welchem Umfang durchsetzen, wenn nein, warum nicht?
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Hierbei handelt es sich um eine straßen- und damit landes- bzw. bundesrechtliche Frage außerhalb der Zuständigkeit eines Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig.

Haben Sie Vorstellungen oder auch Visionen, wie der Leipziger Promenadenring im Jahr 2020 aussehen und funktionieren könnte?

Ganz ehrlich: Nein. Ich kann mir jedoch vorstellen, das Thema mit in die jährlichen Bürgerumfragen einfließen zu lassen.

An welcher Stelle des Promenadenrings würden Sie versuchen, etwas kurzfristig zu verändern? Was würden Sie ändern?

Handlungsbedarf sehe ich bei der Zufahrt zur Tiefgarage der Höfe am Brühl sowie an den Eingängen zum Hauptbahnhof.

Die Hochstraße über dem Agra-Park (B2/B95) wird während ihrer Amtszeit abgerissen. Für welche neue Variante werden Sie sich einsetzen?

An dieser Stelle müssen wir eine klare Abwägung treffen. Alle Mehrkosten, die über die günstigste Variante und damit die Brückenlösung hinausgehen, müssten voraussichtlich von den Städten Leipzig und Markkleeberg getragen werden. In Zeiten knapper Kassen wäre es unehrlich, eine Untertunnelung anzuregen, ohne einen entsprechenden Finanzierungsvorschlag zu unterbreiten. Zudem muss auch geprüft werden, in welchem Umfang rein bautechnisch eine Untertunnelung an dieser Stelle machbar ist und was das die Stadt wirklich kosten würde.

Würde der Tunnel zum Beispiel eine bestimmte Länge überschreiten, wären Fluchtwege nötig, was die Kosten weiter in die Höhe treibt. Wenn die Stadt das Geld zur Verfügung stellen kann, dann ist eine Untertunnelung sicher die schönere Lösung. Doch davon kann derzeit nicht ausgegangen werden, es sei denn, wir reduzieren Ausgaben in anderen Bereichen. Ich halte jedoch den Ausbau von Kitas und Schulen für drängender als eine Tunnellösung der B2.

Die sächsische Staatsregierung möchte die A 72 bis auf Höhe Richard-Lehmann-Straße ins Stadtgebiet von Leipzig verlängern. Werden Sie diese Überlegungen unterstützen? Wie weit soll Ihrer Meinung nach die A 72 ins Stadtgebiet führen?

Der geplante Ausbau ist noch zu Zeiten der SPD-Regierungsbeteiligung forciert worden. Seitdem ist an dieser Stelle nicht passiert und es liegen meines Wissens nach auch keine Pläne vor, in den nächsten Jahren etwas daran zu ändern. Der Fokus der Staatsregierung liegt – zurecht – am durchgängigen Ausbau der A72 zwischen dem Dreieck an der A38 bis nach Chemnitz.

Unterstützen Sie den Vorschlag auf Einrichtung eines autofreien Stadtquartiers, wenn ja, mit welchen Schritten möchten Sie dies erreichen, wenn nein, warum nicht?

Ich kann mir das für neue Quartiere ganz oder teilweise vorstellen. In den nächsten Jahren reden wir dabei also über den Bereich am Lindenauer Hafen, den Bereich am Bayrischen Bahnhof und die Westseite des Hauptbahnhofes. Hier sollten wir das ohne Scheuklappen gemeinsam mit Bürgern und Investoren diskutieren. In bestehenden Quartieren halte ich es für nicht praktikabel, denn es wird dort lebende Menschen geben, die es massiv einschränkt. Hier sollten wir uns Ideen wie Shared Spaces einmal genauer ansehen.

Wo könnten Sie sich ein autofreies Stadtquartier vorstellen?

In neu zu entwickelnden Quartieren: Lindenauer Hafen, Bayrischen Bahnhof, Westseite des Hauptbahnhofes. Hier sollten wir das ohne Scheuklappen mit Bürgern und Investoren diskutieren.

Mit der Inbetriebnahme des Leipziger S-Bahnnetzes wird der Bahnbogen im Leipziger Osten nicht mehr für den Bahnverkehr benötigt. Es gibt Überlegungen, den Bahnbogen als Bestandteil der Grünverbindungen im Leipziger Osten einzubinden. Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, dass aus der Idee des »Parkbogen Ost« Wirklichkeit wird?

Ich finde die Idee spannend. Alles steht und fällt mit der Finanzierbarkeit. Wenn sich ein privater Investor findet, der es ohne städtische Zuschüsse realisiert, bin ich sofort dabei. Andernfalls sehe ich Handlungsbedarf eher in anderen Bereichen wie Schulen und Kitas.


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