Erneuerte Fahrzeugflotte, bessere Partikelfilter

Gerade bei der Verminderung von Rußpartikeln hat die Leipziger Umweltzone Wirkung gezeigt

Für alle LeserLeipzigs Umweltzone funktioniert. Zumindest, was den Ruß betrifft. Das war das Fazit, das am Donnerstag das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zusammen mit dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung und Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal bei einer Pressekonferenz in Leipzig ziehen konnte. 2011 war Leipzigs Umweltzone in Betrieb gegangen.

Und Leipzig hat dabei einiges anders gemacht als andere deutsche Großstädte, die zum Instrument einer Umweltzone griffen, weil anders die enormen Luftbelastungen aus dem Verkehr nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Leipzig hat sofort die „Grüne Plakette“ zur Norm gemacht und eine der größten Umweltzonen eingeführt. Aus gutem Grund. „Denn wenn die Umweltzone zu klein ist, fahren die Kraftfahrer einfach immer drumherum“, sagt Dr. Gunter Löschau, Luftexperte beim LfULG, das schon 2009 beschloss, das Projekt Leipziger Umweltzone auch wissenschaftlich begleiten zu lassen.

Am Donnerstag, 14. Dezember, wurden die Messergebnisse aus sieben Jahren vorgestellt. Und kommentiert. Das ist wichtig. Denn Umweltzonen wirken ein bisschen anders als man landläufig so denkt. Das Wichtigste an ihrer Einführung, so Bürgermeister Rosenthal, ist der sanfte Druck auf die Besitzer älterer Fahrzeuge mit entsprechend schadstoffträchtigen Motoren, diese Fahrzeuge entweder mit Partikelfiltern nachzurüsten oder sie durch neue, schadstoffärmere zu ersetzen.

Was auch passiert ist in Leipzig. Die Umweltzone wurde zwar 2009 noch im letzten Moment in den neuen Luftreinhalteplan der Stadt aufgenommen und ab Frühjahr 2011 eingeführt. Aber die Umstellung eines Fahrzeugparks braucht seine Zeit. Nicht jeder Autobesitzer kann seinen alten Rußer von heute auf morgen durch ein saubereres Fahrzeug ersetzen. Und auch die vielen Gewerbetreibenden in der Stadt, die oft gleich einen ganzen Lkw-Park betreiben, konnten nicht einfach über Nacht alles auf neu machen.

Deswegen gab es für 6.856 Fahrzeuge ab 2011 noch eine Ausnahmegenehmigung. Die Inhaber bekamen längere Fristen, um ihre Fahrzeuge zu ersetzen.

Aber nur zur Erinnerung: Schon ein Jahr nach Einführung der Umweltzone konnten Prof. Dr. Alfred Wiedensohler und seine Kollegen vom Troposphärenforschungsinstitut nachweisen, dass die Rußbelastung in Leipzig um 30 Prozent zurückgegangen war. Grund dafür war hauptsächlich die Tatsache, dass vor allem Lkw die Durchfahrt durch die Leipziger Umweltzone mieden. Die letzten Ausnahmegenehmigungen liefen Ende 2014 aus. Bis auf ganz wenige – für 21 Fahrzeuge – gibt es heute noch so eine Ausnahme.

Für Wiedensohler und Kollegen war im Grunde von Anfang an klar, dass es bei der Umweltzone nicht um Feinstaub an sich geht, auch wenn dessen Konzentration in der Luft ganz amtlich gemessen wird und die Grenzwertüberschreitungen in Leipzig seit zwei Jahren auch als Fall bei der EU-Kommission liegen.

Was dabei herauskommt, weiß auch Heiko Rosenthal nicht, denn gerade Feinstaub ist eine Messgröße, auf die die Stadt Leipzig wenig Einfluss hat. 60 Prozent dieser Schwebstoffe in der Luft werden von außerhalb ins Stadtgebiet geweht. Vieles davon natürlichen Ursprungs und – so Wiedensohl – überhaupt nicht gesundheitsgefährlich. Gefährlich ist nur ein kleiner Anteil des Feinstaubes, nämlich die deutlich kleineren Rußpartikel, die aus unvollendeten Verbrennungsprozessen stammen. Ein Viertel des Leipziger Feinstaubs stammt aus dem Verkehr, aber davon ist der größte Teil aufgewirbelter Staub und Abrieb. Wirklich gesundheitsschädlich sind nur jene 3 bis 5 Prozent an den Feinstäuben, die vor allem als Verbrennungsrückstand aus Motoren stammen – der Ruß.

Ein Teil von Feinstaub und Ruß stammt übrigens auch aus heimischen Feueranlagen. „Das ist ein zunehmendes Problem, das wir in den nächsten Jahren beobachten müssen“, sagt Löschau. Gerade weil die Feuerungsanlagen und Spaßkamine, in denen alles Mögliche nicht immer sachgerecht verbrannt wird, auch mitten in der Umweltzone stehen und damit die Belastung im Stadtgebiet erhöhen.

Messung der Rußpartikel im Wochenverlauf im Jahresvergleich 2010 bis 2016 in Leipzig. Grafik: Freistaat Sachsen, LfULG

Messung der Rußpartikel im Wochenverlauf im Jahresvergleich 2010 bis 2016 in Leipzig. Grafik: Freistaat Sachsen, LfULG

Die Umweltzone selbst kann nur die Schadstoffe im Straßenverkehr minimieren helfen. Und der Effekt war nicht nur 2011 sichtbar. 2016 war die Belastung durch Ruß sogar um 59 Prozent gesunken. Was Löschau eindeutig auf die Tatsache zurückführt, dass die neueren Fahrzeuge alle gute Partikelfilter besitzen. Und da nur Fahrzeuge mit Euro-Norm 4 in die Umweltzone einfahren dürfen, macht sich die Umstellung des Fahrzeugparks deutlich bemerkbar.

Und das trotz der zunehmenden Zahl von Verstößen gegen die Umweltzone, die das Ordnungsamt feststellen muss. Von 7.183 registrierten Verstößen im Jahr 2016 stieg deren Zahl 2017 schon auf 10.047. Wahrscheinlich, so Heiko Rosenthal, durch die anreisenden Gäste der Fußballspiele von RB Leipzig.

Dass Ruß und Stickoxide in der Luft großenteils direkt aus dem Verkehr stammen, zeigen die von LfULG und TROPOS schon 2010 gemessenen Belastungskurven eindeutig. Mit dem beginnenden Berufsverkehr am Montagmorgen schnellt die Belastungskurve in beiden Fällen hoch, sinkt am Abend wieder ab, um am nächsten Werktag wieder anzusteigen. Nur mit einem Unterschied: Ab 2011 machte sich die Wirkung der Umweltzone bei den Rußpartikeln schon bemerkbar, die Kurven fielen deutlich niedriger aus und sie sanken in den Folgejahren immer weiter ab.

Für Löschau ein klares Ergebnis: „Die Stadt hat das Richtige gemacht.“ Sie hat mit ihrer klar definierten Umweltzone dafür gesorgt, dass sich der Dieselfahrzeugpark binnen von vier Jahren deutlich erneuerte – und zwar deutlich stärker als in Dresden, wo man auf die Einführung einer Umweltzone verzichtet hat. Nur beim Stickoxid hat es nicht geklappt. Und mittlerweile wissen eigentlich auch alle, dass das an den Tricksereien der Autobauer liegt. „Und zwar nicht nur von VW“, wie Wiedensohler betont.

Im Ergebnis heißt das: Leipzig reißt noch immer die Grenzwerte für die Belastung mit Stickstoffdioxid. Wenn auch nur knapp. Was man da tun kann, weiß auch Heiko Rosenthal nicht. Und Zeit zum Ausruhen bleibe sowieso nicht, stellen die Wissenschaftler fest. Denn dass Leipzig in den vergangenen zwei Jahren den Grenzwert für Feinstaub eingehalten hat, hat auch mit den milden Wintern zu tun und dem Ausbleiben jener Inversionswetterlagen, die die Schadstoffe über der Stadt geradezu aufstauen.

Der Luftreinhalteplan wird aktuell gerade überarbeitet und viele Maßnahmen werden zwingend weitergeführt werden müssen.

Und LfULG und TROPOS-Institut würden weiter messen, kündigen beide an. „Die Entwicklung bei der Senkung des Rußanteils ist zwar ein Erfog“, sagt Löschau. „Aber das ist kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen.“

UmweltzoneLeibniz-Institut für Troposphärenforschung
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Landesdirektion: Die jetzt geplanten Hochbauten am Flughafen entstehen alle auf bereits genehmigter Funktionsfläche
Der Flughafen Leipzig / Halle aus der Vogelperspektive. Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig

Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig

Für alle LeserAm 15. August berichteten wir über die jüngsten Erweiterungspläne des Flughafens Leipzig/Halle und den Bescheid der Landesdirektion Sachsen, dass für diese Erweiterung keine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sei. Aber das ist noch nicht die geplante Flughafenerweiterung für 500 Millionen Euro, korrigierte die Landesdirektion jetzt. Dafür wurde noch nicht einmal ein Bauantrag gestellt.
Die Dummheit als Prinzip + Video
Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserBei einem Leserforum der Ostsee-Zeitung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 13. August 2019 in Stralsund trat das AfD-Mitglied des Kreistags Vorpommern-Rügen, Thomas Naulin, ans Mikrophon: „Frau Merkel, Sie haben uns im Namen der Toleranz in eine Diktatur geführt … Die Grundrechte sind zurzeit massiv eingeschränkt … ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar‘ Artikel 1, so sollte es sein. Dieses Recht aber hat man verwirkt, wenn man sich zurzeit in Deutschland zur AfD oder als Patriot bekennt. … Die Pressefreiheit ist zurzeit nicht gegeben. Wir haben eine Propagandapresse … die DDR würde vor Neid erblassen, wenn sie das sehen würde. Unsere Grundrechte, Meinungsfreiheit, ist als AfD Mitglied auch nicht gegeben …“.
Eine Stadt erzählt die Wende: Wie die Wurzener die rasenden Veränderungen von 1989 und 1990 erlebten
Cordia Schlegelmilch: Eine Stadt erzählt die Wende. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserÄußerlich gibt sich das Buch unscheinbar: In Mintgrün gefärbt, mit Buchstaben, die an Samisdat erinnern und einem Schwarz-Weiß-Foto der Wurzener Teppichfabrik aus dem November 1990. Da war die Soziologin Cordia Schlegelmilch in Wurzen mit Fotoapparat und Aufnahmegerät unterwegs, um wissenschaftlich festzuhalten, wie die Menschen einer Kleinstadt in der DDR die Transformation erlebten, die heute meist lax als „Wende“ bezeichnet wird.
Industriekulturtage 2019: Ausstellungseröffnung und Party
Licht und Schatten. Quelle: Claudia Maicher

Quelle: Claudia Maicher

Für den heutigen Mittwoch, 21. August 2019, 18.00 Uhr lädt Grünen-Landtagsabgeordnete und medienpolitische Sprecherin der Fraktion, Claudia Maicher zur Ausstellungseröffnung „Teilweise zurückgewesene Momente zwischen Licht und Schatten“ des syrischen Künstlers Hammam Alawam mit anschließender Party in das Abgeordnetenbüro Grüner Raum am Kanal, Zschochersche Str. 59, Leipzig-Plagwitz ein. Bei Musik und Getränken steht die Industriekultur Leipzigs im Fokus.
Was sagt eigentlich die Exportquote der Industrie über die Stabilität der sächsischen Wirtschaft aus?
Entwicklung der sächsischen Exporte. Grafik: Sächsisches Landesamt für Statistik

Grafik: Sächsisches Landesamt für Statistik

Für alle LeserKlassische Wirtschaftspolitik in Deutschland ist ja geradezu berauscht von Exportquoten und Exportüberschüssen. Bei den üblichen Analysten bestimmen ausschließlich diese Quoten darüber, ob sie eine Wirtschaftsentwicklung als gesund einschätzen oder anfangen – wie derzeit wieder zu erleben –, den konjunkturellen Niedergang zu beschwören. Obwohl ein stetes Wachstum der Exportquoten eigentlich eine Katastrophe ist.
Der NuKLA e. V. wendet sich wieder mit einem Offenen Brief an alle Ratsfraktionen
Femelloch in der Nonne. Foto: Ralf Julke

Femelloch in der Nonne. Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie eigentlich anstehende erste Ratsversammlung des neue Stadtrates am 28. August fällt zwar aus. Durch die notwendig gewordene erneute Wahlfeststellung kann der neue Stadtrat erst im September zusammentreten. Aber dann wird wahrscheinlich die Vorlage zum neuen „Forstwirtschaftsplan 2019/2020“ anstehen. Ein Baumfäll-Plan für einen Auenwald, der eigentlich aus Naturschutzgründen nicht zerstört werden darf. Der NuKLA e. V. schreibt auch diesmal wieder an alle Ratsfraktionen.
Am 30. August wird die digitale Karte zur „NS-Zwangsarbeit in Leipzig“ in der Feinkost vorgestellt
Ausschnitt aus der digitalen Karte zur Zwangsarbeit. Screenshot: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

Screenshot: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

Für alle LeserDas Ende des 2. Weltkrieges jährt sich 2020 zum 75. Mal. Und damit auch das Ende eines finsteren Kapitels, das eher selten thematisiert wird: die Verschleppung von Millionen meist junger Menschen aus den von der Wehrmacht besetzten Gebieten nach Deutschland, wo sie Zwangsarbeit leisten mussten und unter primitivsten Bedingungen meist in Barackenlagern leben mussten. Es gibt keine deutsche Stadt, die nicht eine Karte der Zwangsarbeit zeichnen könnte. Leipzig bekommt jetzt eine.
Freie Wähler schlagen zentrale Plakatgroßwände für alle Parteien vor
Einträchtig nebeneinander: Plakataufsteller am Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt eigentlich keine Partei, die nicht darüber klagt, dass ihre Wahlkampfplakate beschädigt, heruntergerissen oder gleich völlig entfernt wurden. Was besonders jenen Kandidat/-innen richtig wehtut, die kein gut dotiertes Mandat haben und sich den Wahlkampf und das Drucken der persönlichen Wahlplakate direkt vom Mund absparen müssen. Sie können die Verluste nicht ersetzen. Und die berechtigte Frage taucht auf: Wie bekommt man überhaupt einen einigermaßen gerechten Wahlkampf für alle hin?
Ausstellung „Lichtblicke“ ist vom 23. August bis 28. November zu sehen
Sommer in der Provence. Quelle: Commerzbank AG

Quelle: Commerzbank AG

Der Leipziger Maler und Grafiker Joachim Zetzsche eröffnet eine neue Ausstellung in der Commerzbank-Filiale am Thomaskirchhof. In der 1. Etage sowie im Eingangsbereich der 2. Etage der Bank sind ab dem 23. August insgesamt 13 Arbeiten des Künstlers zu sehen.
Sachsens alter Forstminister setzt wieder auf künstliche Plantagenwälder
Waldpflanzung im Leipziger Auengebiet. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Wahnsinn geht weiter. Da brechen in den beiden Trockenjahren 2018/2019 hektarweise die alten Waldmonokulturen zusammen, weil ihnen das Wasser fehlt und der Borkenkäfer zusetzt. Und dem zuständigen sächsischen Waldminister Thomas Schmidt ( CDU) fällt Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit nichts anderes ein, als noch einmal den Neubau von Waldmonokulturen zu forcieren. Waldumbau nennt sich das. Und es wird sinnlos teuer.
Am 7. März 2020 im beatpol Dresden: Schmutzki – Crazy Tour 2020
Schmutzki © KKT

© KKT

Das Spassbepunkungskommando Schmutzki ist ab Anfang Februar wieder auf Tour und flutet den deutschprachigen Raum mit ihrer schrecklich guten Laune. Völlig ohne Computerplayback oder HD-LED-Wände im Hintergrund, dafür aber mit doppelt Bock und echten Spielfehlern!
Poggenburg will immer noch nach Connewitz + Update
André Poggenburg und Egbert Ermer auf dem Simsonplatz in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer ehemalige ADPM-Vorsitzende André Poggenburg hält offenbar an seinem Vorhaben fest, am Mittwoch, den 21. August, in Connewitz zu demonstrieren. Aktuell liegt dem Ordnungsamt eine entsprechende Anzeige vor. Ob die Kundgebung tatsächlich in Connewitz stattfinden darf, ist noch nicht entschieden. Das Aktionsbündnis „Leipzig nimmt Platz“ ruft ab 17 Uhr zum Gegenprotest am Connewitzer Kreuz auf.
Nachdenken über … Robinson Crusoe
Einsam wie ein Marienkäfer ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNoch so ein Datum, das kaum jemand auf dem Schirm hat. Ein bärtiger Bursche mit Sklavenhaltermentalität wird in diesem Jahr 300 Jahre alt. Der Bursche heißt Robinson Kreutzner. Den Mitmenschen, die noch Bücher lesen, besser bekannt als Robinson Crusoe. Der Roman „The life and strange surprizing adventures of Robinson Crusoe“ erschien 1719.
Rechtsradikaler Angriff auf Connewitz: Landgericht hebt Haftstrafen auf
Wollen nicht erkannt werden: Martin K. (27, l.) und Dennis W. (27) mit ihren Verteidigern Katrin Stärk und Veiko Rabe. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserVor fast genau einem Jahr sorgte das Amtsgericht für einen Paukenschlag, indem es gleich im ersten Prozess zum rechtsradikalen Angriff auf Connewitz zwei junge Männer in Haft schickte. Das Landgericht jedoch hob dieses Urteil nun auf - gegen den Willen des Staatsanwalts, der in seinem Plädoyer ungewohnt deutliche Worte fand.
Mach mal Pause! Leipziger Forschung zeigt jetzt, wie wichtig Pausen beim Lernen sind
Der Kollege Roboter braucht keinen Schlaf. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserFrüher dröhnte es in unseren Ohren: „Lernen! Lernen! Nochmals lernen!“ Die Leute, die das predigten, waren zwar meist selbst keine Geistesgrößen, aber zutiefst überzeugt davon, dass Stoffpauken Menschen bildet. Was nicht der Fall ist. Wir lernen nur, wenn uns Abläufe wirklich bewusst werden. Und dazu müssen wir auch bewusste Pausen machen zwischen den Übungen. Unser Gehirn braucht die Zeit, um sich auf Neues einstellen zu können. Eine nicht ganz unwichtige Studie aus Leipzig.