Giants Nördlingen – Uni-Riesen 93:97: Big in Nördlingen

Die Uni-Riesen haben die Giants Nördlingen am Samstagabend einen Kopf kürzer gemacht. Die Grünweißen schlugen den Tabellenzweiten in eigener Halle mit 97:93 (52:41) und sind nun dicht an der Tabellenführung dran. Grundlage des Sieges: Ausgeglichenheit auf hohem Niveau.
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Noch vor der Auswärtsfahrt zu den Giants Nördlingen hatte Dimitris Polychroniadis gewarnt, dass man eine perfekte Leistung brauche, um bei den Schwaben etwas zu holen. Immerhin hatten die Uni-Riesen das Hinspiel in eigener Halle 78:105 verloren. Am Samstagabend bekam der Grieche beim Rückspiel eine nahezu perfekte Leistung, die Leipziger machten die Nördlinger Giants, die zusammen mit den Uni-Riesen und den Rockets Gotha um die Tabellenführung in der ProB buhlen einen Kopf kürzer. „Da war schon einiges sehr gut. Ich konnte nur wenig kritisieren“, so der Trainer nach dem Spitzenspiel zwischen dem Dritten und dem Zweiten.

Auffällig beim 97:93 (52:41)-Sieg im Schwabenland: die extreme Ausgeglichenheit auf hohem Niveau. Während die Gastgeber vor allem wie erwartet vom Topscorer der Liga Jason Jamerson (blieb mit 20 Punkten unter seinem Durchschnitt) und auch von Dina Raststatter (28 Punkte) lebten, hatten die Uni-Riesen mit Mo Pratt (19), Lamar Morinia (18), Walter Simon (18) und Ralph Schirmer (19) gleich vier Spieler, die massiv an den 20 Punkten kratzten. Außerdem war Kai-Uwe Kranz wie immer für ein paar Dreier gut, die den Riesen – drei Stück an der Zahl – allesamt im dritten Viertel entscheiden weiterhalfen.
12 Minuten vor dem Ende drohten die Gastgeber, doch noch am Spiel teilzunehmen, hatten den zwischenzeitlich 17 Punkte (!) betragenden Vorsprung auf fünf verkürzt, als Kranz zur Tat Schritt. In den letzten 2:29 Minuten des Viertels schenkte der „Scharfschütze“ reichlich ein, vor dem letzten Viertel waren die Uni-Riesen doch wieder zwölf Punkte weg. Ihren Vorsprung hatten sich die Gäste schon von Anbeginn erarbeitet, schockten die Gastgeber mit einem 10:0-Lauf gleich zu Beginn des Spiels. Richard Fröhlich warf alle seine sechs Punkte in den ersten 150 Sekunden. Erst dann merkten die Gastgeber, dass es hier schon ernst geworden war, kämpften sich ran, hatten aber schon nach dem ersten Viertel 15 Punkte Rückstand.

Bis zu den zweieinhalb Minuten des Kai-Uwe Kranz wackelten die Uni-Riesen in diesem Spitzenspiel lange Zeit nicht wirklich, eine Überraschung, die wirklich eine für all diejenigen war, die das Hinspiel gesehen hatte. Da hatten die Uni-Riesen zu keinem Zeitpunkt eine Chance, in der Hermann-Keßler-Halle, in der Nördlingen nun schon das vierte von zehn Heimspielen verloren hat, spielten die Gastgeber lange Zeit nur so, wie es die Grünweißen wollten.

Erst drei Minuten vor dem Ende wurde es noch mal richtig eng. Die Uni-Riesen verloren im Angriff gleich zwei Bälle, die Gastgeber verkürzten auf vier Punkte (91:87), doch im Gegensatz zu mancher Konzentrationsschwäche von der Freiwurflinie in den letzten Spielen, ging an diesem Tag alles gut. Morinia und Pratt wurden per Foul an die Linie gezwungen, und trafen drei von vier. Die Gastgeber verwarfen indes mehrere Dreierversuche, das Spitzenspiel war für sie verloren.

Mit dem Sieg haben die Uni-Riesen nun nicht nur mindestens den vierten Tabellenplatz und damit zumindest in der ersten Playoff-Runde das doppelte Heimrecht sicher, sondern nun winkt auch die Tabellenspitze. Kommende Woche reisen mit den Rockets Gotha der aktuelle Tabellenführer nach Leipzig. Ein weiterer Gegner, dem die Grünweißen in der Vorrunde den Sieg überlassen mussten. Läuft es wie in Nördlingen, wären die Uni-Riesen einen Spieltag vor dem Ende der Hauptrunde Tabellenführer. Für den Spitzenplatz gibt es in den Playoffs doppeltes Heimrecht mindestens bis zum Finale … Doch dafür muss es eben noch mal perfekt laufen. Oder wie es Polychroniadis sagt: „Unser Ziel haben wir erreicht, der Rest ist für uns ein Extrabonbon.“

Info:
Das Spitzenspiel gegen Gotha muss in der Kleinen Arena stattfinden. Der Verein rät, die Karten zeitig im Vorverkauf zu sichern


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