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Lok-Torhüter Gäng: Vorfreude sollte nicht die schönste Freude sein – Spiel fällt trotzdem aus

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    Samstag wird es, so Petrus will, für den 1. FC Lokomotive Leipzig mit dem Gastspiel bei Chemnitz II (13:30 Uhr) endlich in der Oberliga Süd weitergehen. Die Winterpause hat der Verein genutzt, um im sportlichen Bereich ein paar neue Eckpfeiler einzubauen. Einer davon ist Christopher Gäng. Der Torwart über Vorfreude, die Nationalmannschaft und den Aufstieg.

    Herr Gäng, am Wochenende soll es mit der Oberliga weitergehen. Verspüren Sie trotz des großen Drucks Vorfreude?

    Trotz des Wetters bereiten wir uns vor, als wenn gespielt wird. Als Spieler empfindet man immer Freude, auf das erste Spiel für Lok freue mich sogar sehr.

    Trainer Willi Kronhardt sagte, auf der Torhüterposition war enormer Handlungsbedarf. Sie sind nun der neue Hoffnungsträger. Welches sind ihre Stärken im Torwartspiel?
    Ich versuche natürlich der Mannschaft immer weiterzuhelfen, dabei bin ich ein sehr moderner Torwart, der mitspielt. Ansonsten ist es schwer, über seine eigenen Stärken und Schwächen zu reden. Das sollen lieber andere beurteilen.

    Ihre bisherige Karriere lief recht unstet. Planen Sie ein längeres Engagement beim 1. FC Lok?

    Auf jeden Fall. Ich habe vor, nebenbei eine Ausbildung im Sportbereich zu machen und das gern in Leipzig. Allerdings bin ich noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Ich bin für jeden Tipp dankbar.
    Sie waren sogar als einziger Spieler eines Nichtprofiklubs bei der U19-EM 2007, spielten zusammen mit den heutigen Nationalspielern Mesut Özil, Jerome Boateng oder Benedikt Höwedes…

    Das stimmt. Es war das erste Mal, dass ich bei der Nationalmannschaft war. Trainer war damals Frank Engel. Es ist aber insgesamt schlecht gelaufen, denn zeitig im Turnier habe ich mir den Daumen gebrochen und musste abreisen. Der heutige Schalker Ralf Fährmann wurde für mich nachnominiert, Martin Männel stand bei der U19 damals im Tor. Kontakt zu den Jungs habe ich keinen mehr.

    Zwischenzeitlich absolvierten Sie ein Bundesligaspiel. Was hat Sie denn überzeugt, ausgerechnet in die fünfte Liga zu wechseln?
    Die letzte Zeit habe ich gemerkt, dass es nicht mehr nach oben geht und deshalb wollte ich mir auf jeden Fall ein zweites Standbein aufbauen. Zu Lok Leipzig bin ich gewechselt, weil es ein Verein ist, der Ziele hat. Ich denke, ich kann beim Erreichen dieser Ziele weiterhelfen.

    Als Sie kamen, hieß es, Sie seien nicht fit. Bei Türkiyemspor hatten Sie fünf Kilo zuviel angehäuft. War dort nicht so viel mit Fußball?

    Nach dem ersten Monat gab es schon den ersten Stress mit dem Geld, wenig später hatte ich keinen Torwarttrainer mehr und irgendwann ging es drunter und drüber. Ab dem dritten und vierten Monat haben wir gar kein Gehalt mehr gesehen. Es wurde uns immer versprochen, dass wir was bekommen, aber das war nur eine Hinhaltetaktik. Anfang November habe ich das letzte Mal gespielt, seitdem nicht mal mehr mit trainieren dürfen. Es gab einige Angebote, aber ich wurde nicht für andere Vereine freigestellt.

    Der 1. FC Lok hat sieben Punkte Rückstand auf einen möglichen und zehn Punkte Rückstand auf einen garantierten Aufstiegsplatz. Das ist eine Menge Holz…

    Wir haben noch dreizehn Spiele, das heißt es sind noch 39 Punkte zu holen. Die Mannschaft hat nicht nur Potenzial, der Trainer wird das denke ich auch ausschöpfen. Wir hoffen, dass es die ersten Spiele gleich läuft, denn wir wollen auf jeden Fall aufsteigen.

    Info 1:

    Ob das Spiel tatsächlich stattfinden wird, entscheidet Freitagmittag eine Platzkommission. In jedem Fall werden dem 1. FC Lok die verletzten Martin Dolecek, Jiri Masek und Markus Saalbach fehlen. Albrecht Brumme ist aus Studiengründen unterwegs, Benedikt Seipel sitzt das letzte Spiel seiner Rotsperre ab. Ob Thorsten Görke (zuletzt Grippe) und Raik Hildebrandt (zuletzt oft verletzt) mitwirken können, entscheidet sich kurzfristig. Ganz egal aber, wer spielt, das Ziel für Willi Kronhardt steht fest: „Wir wollen die drei Punkte.“

    Info 2:

    Der Schnee von Donnerstag hat die Träume von einem Spiel am Wochenende begraben. Die Platzkommission hat den Platz für unbespielbar erklärt. Das Spiel fällt aus.

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