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Lok Leipzig: Erleichterung nach Goldgas-Zusage/ Nächste Woche schon ein neuer Trainer?

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    Emsiges Wirbeln beim Regionalliga-Aufsteiger Lok Leipzig. Mit Marco Rose scheint sich inzwischen ein Favorit auf den überraschend frei gewordenen Trainerposten abzuzeichnen. Außerdem sorgte Goldgas mit seiner Zusage, zeitnah die ausstehende Rate zu überweisen, für ein spürbares Durchatmen in Probstheida.

    Die gute Nachricht machte am gestrigen Nachmittag die Runde: Hauptsponsor Goldgas stellte die schnelle Zahlung der noch ausstehenden und zum finanziellen Überleben des Vereins dringend notwendigen Rate von 150.000 Euro in Aussicht. „Ich freue mich, dass wir nun an die bisherige gute Beziehung zu unserem Hauptsponsor wieder anknüpfen können“, reagierte Lok-Geschäftsführer Clemens Jung erleichtert. „Der für den 28. Mai 2012 zugesagte Zahlungseingang von Goldgas ist ein wichtiger Pfeiler der Finanzierung unserer Zukunft.“

    Zukunft sieht auch Heinrich Ollendiek, der Geschäftsführer der Goldgas SL GmbH, in seinem Engagement bei Lok. „Durch die Partnerschaft zum 1. FC Lok Leipzig ist unsere Präsenz in dem für uns wichtigen Markt der Region Leipzig garantiert. Wir freuen uns darauf, in Zukunft die Kooperation mit dem 1. FC Lok Leipzig weiter auszubauen.“ Wie die Begriffe „Zukunft“ und „ausbauen“ in diesem Zusammenhang genau definiert sind, wurde vorerst nicht bekannt. Fakt ist jedoch, dass der einst auf drei Jahre angelegte Sponsoringvertrag mit Goldgas noch ein Jahr Laufzeit hat.

    „Goldgas war immer ein zuverlässiger Vertragspartner. Es gibt keinen Grund, an deren Zuverlässigkeit zu zweifeln“, reagierte Lok-Präsident Michael Notzon auf die Zahlungszusage des Gasversorgers. Nachdem die Firma durch die BluO-Gruppe aus München übernommen worden war, schlich sich dennoch eine kleine Verunsicherung ein. „Wir wussten nicht genau, wie der neue Inhaber sich zu dem Sponsoring stellt“, erklärt Notzon. Die nun verlautbarte Zahlungszusage sei zwar „nicht automatisch ein neuer Sponsoringvertrag, aber ein gutes Signal“.

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    Beim 1.FC Lok gehen zudem die Planungen für das bevorstehende Spieljahr weiter. Der Verein kalkuliert mit einem Gesamtetat von 1,6 Millionen Euro – das sind 100.000 Euro mehr als in der letzten Saison. Schulden haben die Probstheidaer nicht, zum 31.12.2011 soll sogar eine „fast sechsstellige“ schwarze Zahl zu Buche gestanden haben, wie Vorstand Bernd Wickfelder beteuert. Doch mahnt er auch: „Wir müssen vernünftige Brötchen backen. Wir sind nicht Chelsea!“. Trotzdem blicken sowohl Wickfelder als auch Notzon optimistisch auf die Regionalligasaison. Dort rechnet man aufgrund der attraktiveren Gegner mit deutlich höheren Zuschauereinnahmen als zuletzt in der Oberliga. Zu den Heimspielen ins Bruno-Plache-Stadion werden allerdings voraussichtlich nur höchstens 4.999 Fans eingelassen werden. Dies ist eine der Auflagen, die Lok erfüllen muss. Darüber hinaus sind – wieder einmal – zusätzliche Brandschutzmaßnahmen an der altehrwürdigen Holztribüne fällig.

    Fällig ist auch ein neuer Trainer. Der wird momentan unter Hochdruck gesucht. Ein hoch gehandelter Name ist dabei Marco Rose, der selbst lange Jahre in Probstheida aktiv war und aktuell noch Co-Trainer der Mainzer U23 ist. „Ich weiß, dass Marco Rose ein heißer Kandidat ist“, bestätigt Bernd Wickfelder. Michael Notzon hingegen wollte sich an einem Namens-Bingo nicht beteiligen: „Ich will im Moment dazu nicht Stellung nehmen“. Es werde jedoch ein Trainer gesucht, der an die Kronhardtsche Fußballphilosophie anknüpft. Ein Paradigmenwechsel sei diesbezüglich nicht vorgesehen.

    Um den geeigneten Mann zu finden, gibt es – im Gegensatz zur letzten Trainersuche – diesmal keine großen Castings mit zehn oder mehr Kandidatengesprächen. Dazu ist die Zeit zu knapp. Vielmehr wurde aus den Bewerbungen eine Art Favoritenliste erstellt, die nun von oben her abgearbeitet wird. Sobald der erste Wunschkandidat zusagt, ist der Drops gelutscht und die Suche vorbei. Notzon ist zuversichtlich, dass Lok bereits im Laufe der kommenden Woche fündig wird und den neuen Coach präsentieren kann.

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