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1.FC Lok: Rose ausgetrocknet – Mannschaft blüht gegen Brentford nur selten

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    Beim Testspiel des 1. FC Lok Leipzig gegen Brentford FC hat sich das wichtigste Ereignis schon vor dem Anpfiff zugetragen: Trainer Marco Rose brach in der Mannschaftsbesprechung zusammen und musste ins Krankenhaus. Viel verpasst hat er bei der 1:2-Niederlage seines Teams nicht.

    Am Ende war es keine Überraschung, dass das Freundschaftsspiel des 1. FC Lok gegen Brentford FC, dritte englische Liga mit Blick nach oben, nicht mehr als ein Sommerkick war. Beide Mannschaften stecken tief in der Saisonvorbereitung und die Außentemperaturen von immer noch 30 Grad Celsius und mehr auf dem Spielfeld machten Spielern wie Trainern zu schaffen. Die aufregendste Szene ereignete sich daher auch nicht im Stadion und nicht während des Spiels: Lok-Trainer Marco Rose klagte mitten in der Mannschaftsbesprechung über Kreislaufprobleme, wurde vom eilends alarmierten Notarzt ins Park-Krankenhaus gebracht. Doch noch am Abend holte ihn sein Vater wieder ab. „Marco hat heute wenig gegessen, wenig getrunken bei 36 Grad ist das Mist“, wusste auch Steffen Kubald, mit 50 Jahren schon seit Längerem auf beste Gesundheit bedacht. Kubald blieb und sah zusammen mit 939 Zuschauern ein laues Spielchen.
    Brentford, trainiert vom ehemaligen Lok- und FC Sachsen-Kicker Uwe Rösler, hatte insgesamt mehr vom Spiel, netzte zweimal (23. und 36. Farid El Allagui), spielte Lok allerdings nicht an die Wand. Die Hausherren hatten postwendend durch Stratmann (25.) ausgeglichen. Wendschuch brachte einen Freistoß genau auf den Kopf des Stürmers, der am Sonntag seinen 21. Geburtstag feiern wird. Rico Engler vergab zudem jeweils eine Chance pro Halbzeit. Ansonsten präsentierte sich die Lok-Elf engagiert, aber spielerisch nicht mehr als solide. Klappte die Abwehrarbeit recht gut, sollten der für Rose an der Seitenlinie coachende Co-Trainer Roland Vrabec und seine Kollegen, den Fokus in den restlichen zwei Wochen auf die Offensive legen.
    Genau dort will sich der Verein auch noch verstärken. Gegen Brentford spielte Fatih Alemdar, bisher FSV Frankfurt U23, vor. Wie seine Kollegen hatte aber auch Alemdar keine herausragenden Szenen. Vrabec war trotzdem mit ihm zufrieden. Vrabec lobte zudem einmal mehr die Bereitschaft und Intensität seiner Mannschaft, die viel lief, gut zustellte, aber über spielerische Ansätze selten hinauskam. Lok-Präsident Michael Notzon fasste nicht überraschend zusammen: „Es gibt noch viel zu tun.“ Vor allem im spielerischen und im personellen Bereich. Notzon hat die Spiele gegen Fulham und Brentford persönlich gesehen, vielleicht intensiviert der Verein nun seine Bemühungen um neue und echte Verstärkungen noch mal.
    Herr Vrabec, wie hat die Mannschaft die Situation um Marco Rose verarbeitet?
    Wir waren zunächst alle perplex, das ist ja keine alltägliche Situation. Marco hatte sich nicht wohl gefühlt, hat ein bisschen Kreislaufprobleme gehabt. Wir haben schnell reagiert, haben den Notarzt gerufen und die Physiotherapeuten, um erste Hilfe leisten zu können. Aber es war nicht so dramatisch, wie es vielleicht scheint. Die Mannschaft hat das relativ ordentlich verarbeitet, es war ihr nicht anzumerken, weil wir aber auch schon vor dem Spiel wussten, dass es ihm gut geht und dass da nichts Ernsthaftes ist.
    Wie zufrieden waren Sie mit dem Spiel gegen Brentford?
    Von der Intensität, von der Bereitschaft und von der Mentalität her haben wir heute ein hervorragendes Spiel gemacht – gerade wenn man sieht, gegen wen wir gespielt haben, einen englischen Drittligisten, der Ambitionen hat in die zweite Liga aufzusteigen. Auch in so einer Phase der Vorbereitung – vierte, fünfte Woche, wo es anfängt schwer zu werden. Fußballerisch haben wir nicht alles umgesetzt was wir wollten, das war auch schwer gegen sie. Aber wenn wir die Intensität, Bereitschaft und Mentalität in der Regionalliga in jedem Spiel auf den Platz bringen, sind wir auf einem gutem Weg.

    Es war uns vor dem Spiel ein großes Anliegen, dass in der fünften Woche der Vorbereitung, wo wirklich Vielen die Muskulatur weh tut, wo es auch mental schwer wird, sich jeden Tag noch mal zu begeistern, dass wir eine hohe Intensität gehen, dass wir bereit sind, dass wir nie nachgeben, zu keiner Phase des Spiels, auch wenn wir in Rückstand geraten. Das haben die Jungs hervorragend gemacht, und deswegen denke ich, war das schon sehr, sehr gut und kann und hoffen lassen.
    Welche Erkenntnisse haben Sie zum Probespieler Fatih Alemdar gewinnen können?
    Fatih kenne ich noch aus Frankfurt, habe ihn sechs Jahre in der Jugend beim FSV Frankfurt trainiert. Man muss zugeben, dass er momentan nicht in der besten körperlichen Verfassung ist, hat nur individuell trainiert. Aber ich denke, er hat sehr gute Ansätze. Er ist eigentlich auch Stürmer, hat heute rechts auf der Bahn gespielt, hat uns da auch geholfen nach den Ausfällen von Walthier und Grandner. Das hat er gut gemacht, wir werden ihn nächste Woche noch mal genau beobachten, auch gegen Berlin einsetzen und hoffen, dass er uns weiterbringt und ein fester Bestandteil der Mannschaft wird.

    Ist nun noch mit weiteren Probespielern zu rechnen?
    Wir werden jetzt nicht mehr experimentieren. Wenn überhaupt, holen wir nur noch Spieler ins Training, die wir vielleicht persönlich kennen oder die wir schon auf dem Schirm haben. Aber in dieser Phase der Saison werden wir keine Experimente mehr machen.

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