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Neue Zeitrechnung bei RB Leipzig: Rangnick und Zorniger stellen sportliches Konzept vor

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    Seit gestern ist es offiziell, heute war Schaulaufen angesagt. RB Leipzig hat einen neuen Cheftrainer. Der heißt Alexander Zorniger, ist 44 Jahre alt, ehe- und kinderlos. Vor versammelter Presse stellte der Württemberger gemeinsam mit Neu-Sportdirektor Ralf Rangnick und Vorstandschef Florian Müller das neue Konzept der Rasenballer vor.

    Rangnicks Worte klangen verheißungsvoll, hatten beinahe epischen Charakter: „Ab heute um 13 Uhr bricht eine neue Zeitrechnung an.“ Der 54-Jährige möchte die Rasenballer eine radikale Verjüngungskur verpassen: „Wir wollen Spieler, die ihr Engagement als nächsten logischen Schritt in ihrer Karriere sehen.“ Fielen die Rasenballer bislang durch die Verpflichtung gedienter Oldies auf, möchten sie künftig auf erfolgshungrige Jungspunde setzen. Das ist aus Sicht der Verantwortlichen bitter nötig: Derzeit befinden sich gerade einmal fünf U23-Spieler im Kader.
    Wahrscheinlich wird sich die 28-köpfige Truppe noch zusammenschrumpfen. Rangnick ließ durchblicken, dass ihm ein 24- oder 25-köpfiges Team vorschwebt, in dem Jugendlichkeit dominiert. „Jeder der hochmotiviert und erfolgshungrig ist, kann sich einbringen, unsere Reise mitgehen und an Bord bleiben“, versprach der Sportdirektor, der vorige Woche eine Transfersperre verhängt hat. „Unsere Philosophie sieht vor, mit Jugendlichkeit, Dynamik und einer gewissen Abenteuerlust guten und schnellen Fußball zu spielen und die Leute zu begeistern – das ist unser Anspruch.“
    Zorniger, der mit der SG Sonnenhof Großasbach überraschend Zweiter der Regionalliga Süd wurde, baut auf ein 4-4-2-System: „Aggressive Balleroberung und größtmögliche Spielkontrolle sind mir dabei sehr wichtig.“ Um das zu erreichen, ließ er die Feldspieler heute in einer einstündigen Einheit direktes Kurzpassspiel und die Ballannahme in der Bewegung trainieren. Ein unsauberer Pass bedeutete für alle Kicker sieben Liegestütze. Ex-Stabhochspringer Tim Lobinger, als Athletik-Coach neu im Team, trabte derweil mit den Rekonvaleszenten Timo Röttger, Umut Kocin und Marcus Hoffmann um den Platz.

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    Ralf Rangnick bastelt derweil an der intensiveren Verknüpfung zwischen den RB-Fußballprojekten in Salzburg und der Messestadt. Bereits kommenden Sonntag findet ein gemeinsamer Workshop statt. Thema: Spielphilosophie. Weitere Veranstaltungen sollen in Abständen von 6 – 8 Wochen folgen. „Wir kommen nicht und denken wir wissen schon alles“, so Rangnick. „Im Gegenteil, jeder der den Weg mitgehen will, soll sich als Teil einer lernenden Gruppe begreifen.“

    Bleibt die Frage, warum Red Bull nach nur einem Jahr erneut die sportliche Führung austauscht. Vorstandschef Müller: „Natürlich ist Kontinuität wichtig, doch diese steht immer im Zusammenhang mit dem sportlichen Erfolg. Wir haben in der Vorsaison unsere sportlichen Ziele nicht erreicht und deshalb gehandelt.“

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