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Szenische Lesung mit Abgeordneten am 4. November: Fritz Bauer und der nazistische Unrechtsstaat

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    Vor 50 Jahren ging im August 1965 nach 183 Verhandlungstagen über fast zwei Jahre der Auschwitzprozess zu Ende, der größte Prozess in der Geschichte der deutschen Strafjustiz. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer hatte diesen Prozess gegen vielfältigen Widerstand durchgesetzt.

    Aus diesem Anlass möchte sich die Linksfraktion mit dem Ereignis und seinem Initiator befassen, hatte doch Fritz Bauer bereits 1952 den Begriff „nazistischer Unrechtsstaat“ geprägt und Erinnerung und Aufklärung ermöglicht – gegen einen auf Vergessen und Verdrängen gerichteten Zeitgeist. Sein Credo: „Nichts gehört der Vergangenheit an. Alles ist Gegenwart und kann wieder Zukunft werden.“

    Aus Plädoyers, Aufsätzen, Vorträgen, Essays und Interview-Antworten von Fitz Bauer ist eine Szenische Lesung zusammengesetzt, ergänzt von Zeitdokumenten und filmischen Erinnerungen. Eine Collage, die „die gefährlichen Faktoren unserer Geschichte“ aufzeigt. In der anschließenden Diskussion geht es um das Fortwirken des Vergangenen in unserer Gegenwart.

    Es lesen: MdL Rico Gebhardt, MdB Susanna Karawanskij, Volker Külow, MdB Caren Lay, MdL Sebastian Scheel, MdL Franz Sodann, Peter Sodann. Textbuch: Luc Jochimsen, Regie: Franz Sodann.

    Ort: galerie KUB, Kantstraße 18,
    Zeit: Mittwoch, 4. November 2015, 18 Uhr

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