Geister – Was machen die Toten? Ein Abstecher ins Unerklärliche mit Puppen, Menschen und Musik

Wir alle treten irgendwann unsere letzte Reise an. Aber wo geht die eigentlich hin? Was erwartet uns nach dem Leben? Diesbezüglich schwebt die Menschheit in einem Kosmos schier uferloser Vorstellungen, Konzepte und Hoffnungen: Himmel oder Hölle, Seelenwanderung oder Spukgespenst, verehrt oder vergessen, Nirvana oder einfach nur das große Nichts? Und wie und wo immer wir denn dann sein mögen - was machen die Toten eigentlich so, die ganze Ewigkeit lang?

Aber fragen wir sie doch einfach selbst!

Verankert in einer höchst rätselhaften Zwischenwelt, schweben die Verblichenen in einer Art Transitbereich vom Hüben zum Drüben, sozusagen im letzten Gasthaus vor der Ewigkeit, mehr oder weniger bereit für eine Kontaktaufnahme. Bewirtet, gepflegt, belauscht und verstanden von einer undurchsichtigen wie alterslosen Gastgeberin und besungen von einem sonst eher wortkargen Eckenhocker, tragen all diese Geister ihre Geschichten und Erinnerungen aus dem Diesseits sowie große Erwartungen an das Jenseits in sich und nach außen.

Manche krachend traurig, andere zum Heulen lustig, einige stinkend erlogen und alle unbedingt wert, noch einmal gehört, gesehen, gefühlt und gefeiert zu werden. Nach und nach verweben sich die Fragmente aus eindrücklichen Bildern, Texten und musikalischen Einwürfen schließlich in eine spekulative Saga über Leben und Tod und das große Danach, in der ein Wildschwein, ein Hund und ein Kind nicht unwesentliche Rollen spielen.

In einer wilden Mischung aus performativen Elementen, Mitteln aus Puppentheater, Schauspiel, Komödie und Musik werden Gegenwelten herausgefordert, werden die zum Teil jahrtausendealten und in allen Kulturen unterschiedlich ausgeprägten Vorstellungen von dem, was nach dem Tod kommt, untersucht. Wird dem häufig sehr fantastisch geprägten Umgang mit Gestorbenen und der Verbindung von Totenreich und unserer lebendigen Welt Raum gegeben.

Die Inszenierung ist ein Experiment, die mitunter außerordentlich starken Emotionen von Verlust und Angst, die das Thema Tod umwehen, mit trotziger und im Wissen um diesen Trotz ungestümer Leichtigkeit zu verbinden.

Eigensinnig und offenherzig entwickeln die flunker produktionen Stücke zu zeitbewegenden Themen und Variationen zu Märchen und Geschichten. In ihren bildreichen Inszenierungen arbeiten sie mit Puppen und Objekten, schauspielerisch und musikalisch. Und immer spielen das Ungesagte, die emotionale Tiefe, der schräge Humor und der Hang zum Absurden eine Rolle.

Es spielen: Claudia Engel, Hannes Schindler | Regie: Esther Steinbrecher | Musikalische Leitung: Hannes Schindler | Figurenbau, Bühne & Kostüme: Claudia Engel | Buch: Claudia Engel, Esther Steinbrecher | Choreografisches Coaching: Astrid Endruweit | Dramaturgie: Janne Weirup | Produktion: Matthias Ludwig, Janne Weirup | Bühnenbau: Heiko Lehmann | Ausstattungsassistenz: Nina Stammer | Fotos: Astrid Endruweit, Matthias Ludwig

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und mit Mitteln des Landkreises Teltow-Fläming

Do 24., Fr, 25. & Sa, 26.10., jeweils 20:00

PREMIERE
Geister – Was machen die Toten?
Ein Abstecher ins Unerklärliche mit Puppen, Menschen und Musik
von flunker produktionen [Wahlsdorf/Mark]

flunker produktionen

Kern der flunker produktionen sind die beiden Puppenspieler Claudia Engel und Matthias Ludwig, beide studiert und diplomiert an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Abt. Puppenspielkunst, sowie die Schauspielerin Andrea Post. Ihre Inszenierungen entstehen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Regisseuren, Spielern, Musikern und bildenden Künstlern.

Aufführungen im Westflügel Leipzig:
Karten: 10,- / 15,- / 20,- Euro
Reservierung: service@westfluegel.de | Tel. 0341/260 90 06 (Mailbox)
Onlinekartenkauf über www.westfluegel.de
Westflügel Leipzig | Hähnelstr. 27 | 04177 Leipzig | www.westfluegel.de

 

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Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

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