Nach einer langen unfreiwilligen und pandemiebedingten Pause ist es endlich wieder soweit: Leipzig färbt sich zu Pfingsten schwarz und Mitglieder der Wave Gotik Szene (WGT) aus aller Welt treffen sich in der Messestadt. Zu diesem Anlass lockt auch das Naturkundemuseum Leipzig mit einem exklusiven Pfingstspecial.

In zwei außergewöhnlichen Sonderveranstaltungen widmet sich die bedeutende Bildungs- und Kultureinrichtung mit einem gewissen Augenzwinkern grausig-spannenden Themen. Interessierte können etwas über das Sterben und Bestatten in vergangenen Zeiten erfahren oder sich auf die Spuren von Monstern begeben, die es wirklich gab – oder vielleicht auch nicht?

Beide Veranstaltungen sind kein Bestandteil des offiziellen WGT-Programms, sodass alle Besucherinnen und Besucher herzlichst willkommen sind: ob mit Bändchen oder ohne, in schwarz, weiß, grau, bunt oder ganz anders gekleidet.

Freitag, 3. Juni | 15:00 Uhr
Schöner Sterben in der Vorgeschichte

Dr. Jörg Frase, Archäologe am Naturkundemuseum Leipzig, berichtet in einem spannenden Vortrag über das Sterben und die damit verbundenen Rituale und Praktiken im vorgeschichtlichen Mitteldeutschland. Sie werden dabei auf eine faszinierende Reise der sich stetig wandelnden Bestattungssitten mitgenommen. Über die Jahrtausende hinweg werden diese anhand konkreter Beispiele aus unterschiedlichen Epochen veranschaulicht. Gleichzeitig wird verdeutlicht, was die Unterschiede zum Heute ausmachen. War das Sterben in der Vorgeschichte tatsächlich schöner?

Veranstaltungsort: Naturkundemuseum Leipzig
Eintritt: 2€ / ermäßig 1€ / bis vollendeten 18. Lebensjahr frei
Keine Anmeldung erforderlich

Montag, 6. Juni | 18:30 Uhr (Einlass 18:00 Uhr)
Das parakryptozoologische Kompendium – Pfingstspecial
Von und mit Christian von Aster

Unter den semiseriösen Wissenschaften gilt die Parakryptozoologie als eine der seriösesten. Sie befasst sich mit legendären Kreaturen, die teilweise derart ausgestorben sind, dass sie womöglich niemals existiert haben. Abseits des öffentlichen Interesses ist diese Wissenschaft seit der Mitte des 19. Jahrhunderts immer weiter gewachsen. Dem Laien erschließt sich das Ganze bisweilen nur schwer; bekannt sind allenfalls der Yeti und das Ungeheuer von Loch Ness.

Beide gelten als Zerrbilder einer annähernd ernstzunehmenden Wissenschaft, deren verwegene Expeditionen und spektakuläre Entdeckungen den meisten Menschen bis auf den heutigen Tag verborgen blieben. Eben dies gedenkt Prof. Dr. von Aster, eine der führenden Beinahekoryphäen dieser glamourösen Fastwissenschaft, in Zusammenarbeit mit seinem Team sowie dem Naturkundemuseum Leipzig, unglaublichen Reiseberichten und seinem Gast, den hochgeschätzten Dr. Kevin Kramer vom Leopold Ranzwankler Institut Heidelberg, nachhaltig zu ändern.

Veranstaltungsort: Alte Handelsbörse, Naschmarkt 2, 04109 Leipzig
Eintritt: 9€
Keine Anmeldung erforderlich

Weitere Informationen zum Veranstaltungsprogramm des Naturkundemuseums Leipzig im Juni sind unter www.naturkundemuseum.leipzig.de zu finden.

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