Artikel vom Samstag, 22. April 2017

Pfarrer Andreas Dohrn im Interview

„Die größte Ausgrenzungsmöglichkeit des 21. Jahrhundert ist der Wohnungsmarkt!“

Foto: Michael Freitag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 42Pfarrer Andreas Dohrn ist kein gewöhnlicher Vertreter seiner Zunft. Der geistliche Vorsteher der Peterskirchgemeinde in Zentrum-Süd ging vor zwei Jahren mit „seinem“ Kirchenvorstand voran und vermietete eine Wohnung im Pfarrhaus an eine 13-köpfige syrische Familie. Daraus entstand die „Kontaktstelle Wohnen“, über die zurzeit über 500 Flüchtlinge Wohnungen in Leipzig suchen. Demnächst zieht das Projekt auch nach Borna und will sich darüber hinaus anderen Menschen in Wohnungsnot widmen. Ein Gespräch über kaputte WGs, überforderte Ämter und die „Klopperhammerthemen“ in dieser Stadt. Weiterlesen

Tag des Baumes am 25. April

Ökolöwe ist stadtweit für den Schutz der Leipziger Bäume unterwegs

Foto: Ökolöwe

Der Tag des Baumes erinnert daran, wie wichtig Bäume für den Menschen sind. Weltweit werden deshalb am 25. April Bäume gepflanzt. Der Ökolöwe möchte an dem Tag jedoch auch darauf aufmerksam machen, dass in Leipzig zu viele Bäume verschwinden. Deshalb ist der Verein am Dienstag mit seinem Appell „Mehr Grün für Leipzig“ in der Stadt unterwegs und sammelt Unterschriften für einen besseren Schutz der Stadtbäume und Sträucher. Weiterlesen

Petersgemeinde Leipzig

Gemeindepfarrer von Dr. Frauke Petry enttäuscht über Ihre Kirchenkritik zum Start des AFD-Parteitags

Pfarrer Andreas Dohrn Foto: privat

Der Pfarrer der Petersgemeinde Leipzig, Pfarrer Andreas Dohrn, zeigt sich enttäuscht über die Kirchenkritik seines Gemeindegliedes Dr. Frauke Petry in der Eröffnungsrede des AFD-Parteitages in Köln, in der sie sagte: „Wären die Kirchen wirklich moralisch und ehrlich, hätte man vor solchen hässlichen, abwertenden und polarisierenden Bemerkungen einfach mal unser Parteiprogramm gelesen, das war offenbar zu aufwendig. Überraschen kann uns das leider nicht mehr, denn hier gilt für kirchliche Amtsträger offenbar, was für Ideologen jeglicher Couleur richtig ist: Fakten stören die Ideologie und müssen beharrlich ausgeblendet werden.“ Weiterlesen

Am 24. April: Marsch des Lebens und Gedenkveranstaltung zu Jom HaShoa

Foto: Marsch des Lebens

An Jom HaShoa, dem jüdisch-israelischen Holocaust-Gedenktag, kommt in Israel das öffentliche Leben zum Erliegen. Um 10 Uhr Ortszeit erklin¬gen im ganzen Land Sirenen. Der öffentliche Nahverkehr und alle Fahrzeuge halten an. Menschen bleiben stehen oder stehen von ihrem Platz auf und gedenken schweigend der Opfer der Shoa. Es gibt genug Grund, sich an die Vergangenheit zu erinnern: Antisemitismus nimmt weltweit und auch in Deutschland wieder in einem erschreckenden Maß zu. Weiterlesen

In der Reihe „Eine neue Heimat“: Warten auf Deutschland – Ausblick und Rückblick auf die aktuelle Asylsituation

Foto: PROTEGAT gemeinnützige UG

Am Dienstag, 25. April 2017, um 19:00 Uhr laden PROTEGAT gemeinnützige UG im Rahmen der Tätigkeit als Stadtteilmanagement Soziale Integration Leipziger Westen und mit Unterstützung der Projektgruppe Neue Nachbarschaft zum monatlichen Gesprächsabend ins Stadtteilbüro Leipziger Westen, Karl-Heine-Straße 54, 04229 Leipzig, ein. Thema im April:„Warten auf Deutschland – Ausblick und Rückblick auf die aktuelle Asylsituation“. Weiterlesen

Event-Reihe und Mini-Festival in Leipzig

Ab 24. April: Doppel-Ausstellung „Warschauer Punk Pakt“ & „Wutanfall“

Foto: Harold Hausmann/Ostkreuz Agentur

„I wanna go over the Berlin Wall“, sang Johnny Rotten in „Holidays In The Sun“, sowie „I don’t understand this bit at all“. Als dies am 14.10.1977 auf Single erschien, war Punk jedoch längst durch den Iron Curtain gesickert und es sollte nur noch 4 Tage dauern, bis die slowenischen Pankriti mit ihrer ersten Show den Durchbruch an die sozialistische Öffentlichkeit markierten – wenn auch die des Sonderfalls Jugoslawien. Aber das Jahr wartet auch mit der Gründung der Konzept-Kunst-Punkband Spions in Ungarn sowie in Polen mit der Walek Dzedzej Pank Bend und KSU auf und insofern zelebrieren wir 40 Weiterlesen

Schiller – Der Dichtung muntre Schattenwelt

26. bis 29. April: Theatermarathon mit Cora Chilcott im Schillerhaus

Foto: Sven Hans Tietze

„Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne.“ Des Dichters Worte, vor über zweihundert Jahren geschrieben, haben von ihrer Gültigkeit nichts verloren. Im Gegenteil! Sie sind aktueller denn je. In einer wortgewaltigen Collage kombiniert Cora Chilcott Zitate aus bekannten Werken des Freiheitsdichters. Schiller setzte sich sein Leben lang mit Fragen nach einer idealen Gesellschaftsform auseinander. Weiterlesen

Wohnungsklemme in Leipzig

Können die Leipziger Wohnungsprobleme überhaupt im Umland gelöst werden?

Foto: Ralf Julke

Man kann ja jahrelang darüber schreiben, dass Leipzig blindlings hineinläuft in eine Wohnungsklemme, dass tausende preiswerte Wohnungen fehlen werden. Aber was hilft das, wenn gewählte Politik mit der Wünschelrute Politik macht? Zumindest klang ziemlich dramatisch, was da am Mittwoch, 19. April, bei einem Forum, zu dem die SPD ins Neue Rathaus eingeladen hatte, verkündet wurde. Weiterlesen

Leipziger Stadträte wenden sich zur Prüfung des Deals jetzt an das Bundeskartellamt

Verkauf der Erfurter VNG-Aktien an den Zweckverband „Oberschwäbische Elektrizitätswerke“

Foto: Ralf Julke

Da haben augenscheinlich wieder ein paar Leute über Bande gespielt. „Stadtwerke Erfurt verkaufen millionenschweres Aktienpaket“, meldete der MDR am 17. März. Das ist schon ein Weilchen her und eigentlich ist der Deal über den Tisch. Aber die Leipziger Linksfraktion hat ihre Bauchschmerzen damit. Drei Linke-Stadträte wollen den Verkauf vom Bundeskartellamt prüfen lassen. Weiterlesen

Langweilige Selbstbeweihräucherung

Biedenkopf-Tagebücher haben sich als echter Flop erwiesen

Foto: Ralf Julke / Cover: Siedler Verlag

Bei diesem Buch ist wohl so alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte. Die Tagebücher von Kurt Biedenkopf (CDU), die im September 2015 im „Siedler Verlag“ in drei Bänden veröffentlicht wurden und die Jahre 1990 bis 1994 des früheren Ministerpräsidenten umfassen, sind ein echter Ladenhüter geworden. Teuer bezahlt von der sächsischen Staatsregierung. Weiterlesen

Mal neugierig in den äußersten Zipfel Sachsens

Zittau und Herrnhut vielleicht doch lieber an mehr als einem Tag

Foto: Ralf Julke

Zittau – das ist auf den ersten Blick so eine Art graue Maus ganz da hinten, außen, am Rand von Sachsen. Völlig in den Schatten gespielt von Städtchen wie Bautzen oder Freiberg oder Heidenau, wo die Bürger ordentlich für Radau sorgen. Also doch lieber nach Zittau, in den äußersten Zipfel von Sachen, da, wo Sachsen wirklich international ist. Weiterlesen