Zwölf Mordfälle aus der Arbeit eines Kriminalhauptkommissars: Mehr werdet ihr nicht finden

Dies ist eine kleine nachgereichte Buchbesprechung. Das Buch erschien schon 2012, hat aber natürlich an Aktualität nichts eingebüßt. Was eigentlich auf alle Bücher mit authentischen Kriminalfällen aus dem Jahr für Jahr wachsenden Militzke-Programm zutrifft. Im Verbrechen spiegelt sich unsere Gesellschaft. Hier zeigt sich, was der brave Bürger bei Tageslicht gern verdrängt.
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Hier toben sich die Leidenschaften aus, kochen Emotionen über, geraten Menschen völlig außer sich. Hier sammelt sich aber auch, was eine Gesellschaft an dunklen Gestalten, Leidenschaften und Geschäften immer neu entwickelt. Den Kriminalhauptkommissar Gerhard Starcke wird mancher Fernsehzuschauer kennen aus Sendungen wie „Aktenzeichen XY“ oder ähnlichen Sendungen im SWR oder bei Sat1. So mancher spektakuläre Fall aus seinem Arbeitsbereich wurde mit Aufrufen an die Bevölkerung öffentlich. Dass viele seiner Fälle auch die Presse immer wieder in Aufregung versetzten, ist logisch. 33 Jahre lang arbeitete er bei der Mordkommission Koblenz. Und Mord und Totschlag erschüttern oft nicht nur die Region, in der sie passiert sind. Die mediale Aufregung erweckt oft genug auch alte Ängste vor den Mördern unter uns.

Zwölf Fälle aus Starckes Zeit bei der Koblenzer Mordkommission hat der Thüringer Journalist Christoph Kloft zusammen mit Starcke hier aufbereitet. Zwölf Fälle, die natürlich in verdichteter Form zeigen, was eine Mordkommission so erlebt. Auch in Rheinland-Pfalz geschehen die wirklich schlimmen Morde nicht am laufenden Band, brechen eher unerwartet auch in die heile Welt der weniger kriminellen Mitbürger ein. Denn die Mörder sieht man nicht. Sie sind scheinbar ganz normale Menschen wie alle anderen auch, sind der stille Nachbar, von dem niemand etwas Besonderes erzählen kann. Oft. Nicht immer.Manches Verbrechen kündigt sich früh an, auch wenn die Umwelt und die Behörden nicht reagieren wollen oder nicht können, weil selbst die späteren Opfer nicht bereit sind, die unheilvollen Verstrickungen zu verlassen – wie in der Geschichte „Die Beerdigung“, in der Starcke einen Mann schildert, der unter Alkoholeinfluss immer wieder gewalttätig wird, im nüchternen Zustand aber der zuverlässigste Kollege in einer Heizungsbauerfirma ist. Und Starcke und Kloft gelingt es, diese seltsame Partnerschaft so zu erzählen, dass man durchaus zu ahnen beginnt, dass es solche Partnerschaften mit Obsessionen, Abhängigkeit, Alkohol und Gewalt viel häufiger gibt. Nicht immer enden sie so grauenvoll wie hier – doch sie machen auch Nachbarn, Verwandte und vor allem Kinder ratlos.

Auch einige der anderen Fälle erzählen von solchen kläglichen Leben, in denen die Täter oder Opfer aus ihren Routinen nicht herauskommen und die Kontakte zu jenem wichtigen Netzwerk Familie, das oft dennoch rettend eingreifen könnte, völlig gekappt sind. Oft genug geraten die Ermittlungen nach dem Auffinden einer Leiche erst einmal in die mühsame Suche nach Herkunft und Identität des Opfers.

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Aber auch die anderen Schleifen des Grauens kommen ins Bild. In „Mord im Hochhaus“ etwa, in „‚Da läuft dein Scirocco!'“ oder „Er könnte dein Vater sein“ werden einige dieser hilflosen Gestalten vom Rand der Gesellschaft sichtbar, die zu verantwortungsvollen sozialen und emotionalen Kontakten nicht fähig sind und dann zu geradezu irrationalen Lösungen für ihre Wünsche greifen. So irrational, dass selbst der verhörende Kriminalkommissar aus der Haut geraten möchte. Starcke lässt die Leser spüren, wie sehr ihn alle die hier geschilderten Fälle seelisch aufgewühlt haben. Oft hat er den jähen Bruch hautnah erlebt, wurde aus den Vorbereitungen zu einer Silbernen Hochzeit oder einem Kirchweihfest herausgerissen und wurde an einen blutigen Tatort gerufen. Und selbst wenn er von Kollegen vorgewarnt war, war das reale Erlebnis oft noch erschreckender – erst recht wenn Frauen und Kinder die Opfer waren.

Dann hilft nur noch die Arbeitsteilung im Team und die Routine. Dann wird das gelernte Prozedere abgearbeitet und zur Not Tage und Wochen lang recherchiert, abgeklärt, jede Spur und jeder Hinweis verfolgt. Oft ist es dann ein wichtiger Fund, der endlich den richtigen Ansatzpunkt für die Tätersuche bietet. Oder ein Gutachten, das erst nach Monaten eintrudelt. Hilfreich sind aber mittlerweile auch die bundes- und europaweiten Dateien mit Fingerabdrücken und DNA-Mustern von anderen Tatorten oder polizeilich erfassten Straftätern. Denn die gibt es ja auch, diese Menschen, die schon in frühester Jugend in die kriminellen Handlungsmuster abgleiten und auch durch den Strafvollzug nicht „umlernen“, sondern auch danach wieder schnell Anschluss finden an das Milieu, das sie kennen, und die Verhaltensnormen, die dazu gehören.

Aber es gibt auch die Leute aus der feinen Gesellschaft – wie den Arzt in „Das fast perfekte Verbrechen“ -, die gerade skrupellos daran gehen, sich unliebsame Lebenspartnerinnen „vom Hals“ zu schaffen. So eiskalt, dass man sich als Leser fragt: Haben die Leute zu viele Krimis gelesen oder haben sie niemals so etwas wie Empathie gelernt?Oder verklammern tatsächlich so viele Leute ihre Gier nach Besitz und Kontrolle, dass sie auch mit den ihnen anvertrauten Menschen nicht anders umgehen können? Und wie halten das diese Menschen aus? Oder leben sie in einer Illusion und merken nicht, was sich da zusammenbraut? Agatha Christie lässt grüßen.

Ein anderes Genre lässt in „Ihr werdet nichts mehr finden“ grüßen – der Splatter-Film. Ein Genre, das sich in einer scheinbar idyllischen Gemeinde verquickt mit den schwelenden Feindschaften einer verschlossenen Dorfgemeinschaft, die so heimelig nicht ist, wie die verschlossenen Bauernhöfe nach außen wirken. Da kann es passieren, dass eine junge Frau verschwindet und das wird erst gar nicht registriert, bis dann die Jugendlichen selbst zum Rechtsanwalt gehen und eine Horrorgeschichte mitten aus dem jüngeren deutschen Alltag sichtbar wird. Eine echte Horrorgeschichte.

Es sind wirklich die Kriminalpolizisten, die tagtäglich mit der Irrationalität unserer Gesellschaft zu tun bekommen. In ihrer leichteren Form all der Delikte, die oft genug um Besitz und Gewalt kreisen. Aber eben auch mit den Mordfällen, in denen sich das Irrationale dann oft genug entlädt mit einem gefühllosen Kalkül, dass es selbst den gestandenen Ermittler schauert. Und den Leser natürlich auch, dem diese Fälle auch in ihrer fast beklemmenden Logik vorgeführt werden. Denn in sich haben die Denkwelten der Mörder eine oft genug beängstigende Logik. Aber damit erzählen sie eben auch, wie sehr die Unfähigkeit zu sozialer Interaktion und Mitgefühl die Grundlage bilden für diese Denkwelten der Mörder. Manche begreifen nicht einmal auf dem Verhörstuhl, was sie angerichtet haben, und zeigen kaum eine emotionale Reaktion, während der Kriminalkommissar schon fast am Explodieren ist.

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Mehr werdet ihr nicht finden
Gerhard Starke, Christoph Kloft, Militzke Verlag 2012, 16,99 Euro

Ein gut Teil dieser Genauigkeit verdanken die zwölf Geschichten ganz bestimmt auch dem Nachfragen und Nachhaken des Journalisten Christoph Kloft, der sich ganz bewusst in die Rolle des Laien versetzt und den Profi eben auch all das erzählen lässt, was Polizisten meist nicht erzählen, weil sie es in ihrem Beruf für selbstverständlich halten.

Die Zusammenarbeit der beiden Autoren war also fruchtbar. Und weil das so war, soll es noch 2014 den nächsten Band mit Fällen aus der Arbeit des Kriminalhauptkommissars a.D. Gerhard Starcke geben.

www.starke-kriminalfaelle.de

www.christoph-kloft.de

www.militzke.de


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