Schwarwel & Co: Almanach zur Friedlichen Revolution

Das Jahr 2014 flutet noch ein bisschen nach. Nicht alles ist fertig geworden im 25. Jahr der Friedlichen Revolution. Nicht nur das geplante Denkmal. Der Film freilich, den Schwarwel gemacht hat zum Jubiläum, der war rechtzeitig fertig. Trotzdem fehlte der Mannschaft in der Agentur Glücklicher Montag noch etwas. Ein Buch zum Beispiel. Aber kein Comic.

Almanach steht drauf. Es ist natürlich keiner, auch wenn sich Schwarwel und seine beiden Co-Autoren Jörg Augsburg und Tobias Prüwer was gedacht haben dabei, das Ganze Almanach zu nennen. Wegen der vielen Stimmen, die sie noch zusätzlich eingesammelt haben – von den Bürgerrechtlern Oliver Kloss und Rainer Müller, von Punk-Musiker Bernd Stracke, vom damaligen Bereitschaftspolizisten Detlef Quitter, vom Mitgründer des Forum-Verlags Rolf Sprink oder von L-IZ-Mann Robert Dobschütz. Ihre Texte zum Herbst 1989 sind eingestreut ins Buch, das natürlich reich gespickt ist mit Motiven aus Schwarwels 1989-Film.

Drumherum aber haben es sich Schwarwel, Augsburg und Prüwer zur Aufgabe gemacht, die Geschichte zum 9. Oktober 1989 möglichst vollständig zu erzählen. Wer den Film gesehen hat, weiß, dass auch Schwarwel schon mit dem 8. Mai 1945 begonnen hat, anders als die meisten Autoren und Filmemacher, die heutzutage versuchen, die Friedliche Revolution zu erklären. Sie ist nicht aus sich selbst heraus zu erklären. Sie ist nur zu verstehen, wenn man das Land begreift, in dem sie heranreifte, die Gründe für die Einmauerung und die allumfassende Indoktrination. Der Herbst 1989 lässt sich nicht auf die Konfrontation von Gut und Böse auf den Straßen der Städte reduzieren, nicht auf die bis an die Zähne bewaffneten Einsatztruppen und die friedlich mit Kerzen Demonstrierenden, auf Stasi und Bürgerrechtler.

Auch wenn das alles Facetten dieser Geschichte sind, die für Manche mit der (christlichen) Friedensbewegung in der DDR begann, für andere mit dem allgegenwärtigen Wirken des Westfernsehens, für wieder andere mit dem unbändigen Freiheitsdrang, der sie zwangsläufig in die buntscheckigen Protestformen des Landes trieb – wozu auch die Punk-Bewegung gehörte. Insbesondere Augsburg und Prüwer versuchen all die von Schwarwel mit liebevoller Verspieltheit in seinen Film eingebauten historischen Vorgänge, die alle zum Herbst 1989 gehören, wie in einem etwas anderen Schulbuch zu erzählen. Was ja dringend nötig ist in einer Zeit, in der selbst das historisch noch nahe Liegende von Legenden überwuchert zu werden droht. Ganz zu schweigen von den eh schon rudimentären Kenntnissen der jüngeren Generation über die deutsch-deutsche Geschichte seit 1945, die Rolle der Supermächte, den Kalten Krieg, die Friedensbewegungen der frühen 1980er Jahre, den wirtschaftlichen Niedergang im Osten und die Rolle der von der Sowjetunion ausgehenden Glasnost- und Perestroika-Politik Michail Gorbatschows.

Und das ist noch immer nicht alles. Rolf Sprink geht zu recht auf die Kette von Protesten ein, die sich durch die ganze DDR-Geschichte fädeln und an denen er sein eigenes Leben festmacht. Denn ob jemand und in welchem Grade er zum Kritiker, Engagierten oder zum Mitläufer wurde, darüber entschied oft auch das Geburtsdatum und die Lebenslaufbahn. In der DDR wurde man nicht einfach so zum Bürgerrechtler, weil das einem in einer langweiligen Stunde so einfiel. Jedesmal stehen harte und scharfe Kollisionen mit einer Staatsmacht und einer in Bürokratie erstarrten Utopie dahinter, die selbst Teil des Sprengstoffes war, der die ganze Zeit gärte in diesem Land, das nur in den Verlautbarungen der Parteiführung schon eine verwirklichte Utopie war. Die Realität sah anders aus und musste sich spätestens ab den 1970er Jahren immer den täglich am Bildschirm erlebten Vergleich mit dem immerfort stereotyp verurteilten „Klassenfeind“ gefallen lassen.

Und dieser Vergleich fiel – trotz „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ – immer negativer aus für den „real existierenden Sozialismus“, was auch wieder so ein Wort aus der Nomenklatur des Stalinismus ist. Der Stalinismus stand an der Wiege der DDR und er hat das Land am Ende erwürgt. Es lohnt sich, den Klassiker wieder zu lesen: Wolfgang Leonhard „Die Revolution entlässt ihre Kinder“.

Am Ende waren es die Enkel der „Revolution“, die nicht nur scharenweise das Land verließen, sondern auch die Straßen nutzten, um das erstarrte Land der Väter zu verlassen. Auf andere Weise, mit vollen Hosen, Gänsehaut, der Angst vor einer „chinesischen Lösung“ im Nacken. Und zwar auf beiden Seiten. Deswegen ist das kurze Interview mit Detlef Quitter so wichtig, der den Leipziger September und Oktober als Bereitschaftspolizist im Einsatz erlebt hat. Auch die Bereitschaftspolizisten waren damals Wehrpflichtige. Wer nicht den Mut hatte, lieber zu den Bausoldaten zu gehen (und sich damit eine mögliche Karriere samt Studium zu versauen) oder gar Gefängnis zu riskieren, indem er total verweigerte, hatte die Wahl zwischen diversen bewaffneten Einheiten, die allesamt dazu da waren, die Macht der Ohnmächtigen zu sichern.

Und wie ohnmächtig sie waren, konnte jeder sehen im Oktober und November 1989, als die alte SED-Führung auch ohne Honecker den Ereignissen hinterher hechelte.

Aber auch darum ranken sich ja Legenden: War das vielleicht auch gesteuert? – Immerhin wussten zumindest die Herren im engeren Zirkel, wie es um die DDR-Wirtschaft und den Verschleiß der Produktionsanlagen tatsächlich stand. Bankrott war das Land nicht – aber der Zeitpunkt, an dem ihm wirtschaftlich die Puste ausgegangen wäre, war nah.

Helmut Kohl hat es in seinen Gesprächen mit seinem Ghostwriter Heribert Schwan so schön auf den Punkt gebracht: „Gorbatschow ging über die Bücher und musste erkennen, dass er am Arsch des Propheten war und das Regime nicht halten konnte.” Genau dasselbe galt für die DDR. Und das spürten und wussten die Menschen in diesem Land. Seit den 1980er Jahren war das dumpfe Unbehagen und die zunehmende Ratlosigkeit der Funktionäre überall spürbar. Das Grummeln nahm zu – und die zunehmende Zahl genehmigter Ausreisen war nichts anders als der Versuch, den Duck aus dem Kessel zu nehmen.

Am Ende stand nur noch dieser eine 9. November, als Schabowski ein wenig herumstotterte um das neue Reisegesetz der DDR. Aber tatsächlich war an diesem Tag längst klar, dass die DDR ihr Grenzregime nicht mehr würde halten können. Es war eher nur die Frage, ob sich die Bürger noch ein paar Tage gedulden würden wollen, oder ob es gleich in dieser Nacht geschah.

Augsburg und Prüwer packen eine Reihe der wichtigsten Bausteine dieser DDR-Geschichte in überschaubare 1-Seiten-Kapitel, ergänzt jeweils um ein kleines Glossar, das sie „Klub der Intelligenz“ nennen. Der Leser bekommt also auch beiläufig noch ein kleines Wörterbuch des in der DDR verwendeten Jargons und der Dinge, die das Leben damals prägten – Westpakete zum Beispiel, Asozialen-Paragraphen, „Sudel-Ede“ oder das „Blaue Wunder“ in Leipzig. Denn natürlich spielt Schwarwels Film in Leipzig, erzählt – etwas abgewandelt – seine eigenen Erlebnisse vor und während des 9. Oktober.

Und er lässt ja – was viele andere einfach ignorieren – die systematische Indoktrination nicht weg, die jeder erlebte, der in der DDR aufwuchs. Manchmal so samtzart, dass er gar nicht merkte, dass es ihm geschah. Und auch nicht merkte, wie die Bevormundung gleich 1990 weiterging – mit anderen Mitteln und zu anderen Zwecken. Jetzt wurden ja keine kleinen Parteisoldaten mehr gebraucht, sondern friedliche Konsumenten. Im Film ist es zu sehen – im Buch wird darauf nicht extra eingegangen.

Aber vielleicht sollte man das so langsam dennoch tun. Denn Manches am Unbehagen des Jahres 2014/2015 erinnert an das Unbehagen im Sommer 1989. Es läuft etwas schief – diesmal nicht nur im eigenen Land. Und wieder sieht man auf allen Kanälen Politiker, die einem mit erstarrter Miene ihr „Alternativlos“ und ihr „Basta“ ins Gesicht sagen. Wenn wir etwas gelernt haben in diesem am Ende geradezu euphorischen Herbst 1989, dann ist es die schlichte Tatsache, dass es immer Alternativen gibt, dass nichts „real Existierendes“ einen Freifahrtschein für die Ewigkeit hat. Und dass auch betonierte Zustände ins Fließen geraten können, wenn nur genug Menschen ihre Angst und ihr Eingeschüchtertsein überwinden.

Dieser stille Wille zur Selbstbehauptung ist natürlich in vielen der Texte im Buch gegenwärtig. Schwarwel lebt es geradezu. Und das Buch ist auch deshalb eine Flaschenpost an die Kinder von heute, die in einer Welt aufwachsen, in der der Überfluss für viele scheinbar selbstverständlich ist und Geschichte eher eine wilde Folge von Videoclips, in denen alles gleich und banal neben- und durcheinander steht. Nicht mal mehr fließt, weil nichts mehr eine Beziehung zu haben scheint zum eigenen Leben und dem der Eltern und Großeltern. Aber Geschichte hat ein Bärengedächtnis. 40 Jahre sind da gar nichts, auch wenn sie einem manchmal vorkommen wie eine Ewigkeit.

Irgendwie war das Buch jetzt fällig. Und irgendwie scheint auch so etwas wie ein Almanach fällig, ein richtiger Almanach, der jedes Jahr erscheint und das Beste und Wichtigste zusammenträgt, was wir nun wieder gelernt haben über dieses Jahr 1989, aus dem man eine Menge lernen kann. Wenn man will.

Jörg Augsburg, Tobias Prüwer, Schwarwel „1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer. Der Almanach zur Friedlichen Revolution“, Glücklicher Montag, Leipzig 2015, 19,90 Euro

Friedliche RevolutionSchwarwel
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