Artikel zum Schlagwort Friedliche Revolution

Erinnerungsarbeit sollte schon ein bisschen Arbeit machen

Grüne beantragen: Jetzt ist es Zeit, neue Formen für das Gedenken an die Friedliche Revolution zu entwickeln

Foto: Tom Schulze

Für alle LeserFast schon vergessen ist, wie heftig 2018 über das Lichtfest diskutiert worden ist. Auslöser war im Grunde nur das immer wieder per Video eingespielte Honecker-Ehepaar beim Tanz. Aber am Ende kostete es dem künstlerischen Leiter Jürgen Meier den Job und sein eigentliches Anliegen, die Rolle der Frau in der jüngeren Geschichte hervorzuheben, ging völlig unter. Das Lichtfest 2020 fand nun wegen Corona im Mini-Maßstab statt. Aber wie geht es nun weiter mit dem gemeinsamen Erinnern? Das thematisiert die Grünen-Fraktion mit einem Antrag. Weiterlesen

Die „Runde Ecke“ feiert mit langer Ausstellungsnacht den 31. Jahrestag der Friedlichen Revolution

Foto: L-IZ.de

Die „Runde Ecke“ war während der Montagsdemonstrationen 1989 der neuralgische Punkt, an dem immer die Gefahr einer gewaltsamen Eskalation bestand. Heute erinnert die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit seinen Angeboten und Ausstellungen an die Repressionen in der kommunistischen SED-Diktatur sowie deren Überwindung durch die Friedliche Revolution. Rund um den heutigen 9. Oktober 2020 – dem 31. Jahrestag – bietet das Museum mehrere Stadtrundgänge, eine lange Ausstellungsnacht zeitgenössisches Filmmaterial am Originalschauplatz und verlängerte Öffnungszeiten an. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff: Der 9. Oktober: Aufbruch zur Demokratie – und zwei wichtige Demos

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gehört zu den unappetitlichen Begleiterscheinungen der politischen Erinnerungskultur, dass diese vor allem von rechtsnationalistischen Bewegungen konterkariert werden. Das Schlagwort der AfD vom „Kriegsschuldkult“, von dem sich Deutschland befreien müsse, macht dies überdeutlich. Man versucht auf diesem Weg, den Nationalsozialismus und seine Verbrechen anschlussfähig zu machen. Weiterlesen

Skulpturengarten Labylysium auf dem Burgplatz: Das vollkommene Glück der Wiedervereinigung?

Foto: L-IZ

Für alle Leser30 Jahre Deutsche Einheit, verpackt in Kunst, Skulpturen, Plakate und Installationen: Auf dem Burgplatz beschäftigt sich noch bis zum 11. Oktober der Skulpturengarten Labylysium mit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Besucher/-innen des eigenständigen Kunstereignisses unter Leitung von Juliane Vowinckel und Reinhard Zabka tauchen dabei jedoch weniger in historische Abläufe ein. Vielmehr steht die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ideen und Chancen, als auch Spannungen und Handlungsproblemen im Vordergrund der Aktion. Weiterlesen

Ein ostdeutscher Sozialdemokrat erinnert sich an Opposition, Friedliche Revolution und den steinigen Weg zur Deutschen Einheit

Zu wandeln die Zeiten: Der Blick des Politikers Markus Meckel auf sein Stück deutsch-deutscher Geschichte

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMal Themenwechsel? Mal kein Corona? Wir leben ja mitten im 30. Jahr der Deutschen Einheit. Wirtschaftlich hängt der Osten noch immer hinterher. Rechtsradikale Tendenzen gefährden die Demokratie. 49 Prozent der Sachsen meinen, dass es in Deutschland eher ungerecht zugeht. Ist die Treuhand dran schuld, wird wieder diskutiert. Mit Markus Meckel hat nun einer seine Erinnerungen aufgeschrieben, der 1990 die Deutsche Einheit aktiv mitgestaltet hat. Weiterlesen

Wenn der Dialog zwischen den Generationen nicht mehr funktioniert

Unser ’89: Der Rückblick auf den Herbst 1989 aus Dresdner Sicht

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur die Leipziger kamen ins Grübeln, als die AfD 2019 „Wende 2.0“ plakatierte, ganz so, als wäre nun ausgerechnet diese rechtsradikale Partei diejenige, die „die Wende vollenden“ könnte. Was immer das heißen sollte außer eine weiteren Okkupation einer Floskel nach „Wir sind das Volk“. Denn gemeint ist das Gegenteil. Statt also ein buntes Jubiläumsheft zu 30 Jahren Mauerfall aufzulegen, entschloss sich der Dresdner Geschichtsverein zur Analyse. Weiterlesen

Die Geschichte einer Zeit, als Politiker in Ost und West noch Visionen hatten

Wendezeit: In faktenreicher Kompaktheit erzählt Kristina Spohr, wie sich 1989 bis 1992 die Welt veränderte

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Titel „Wendezeit“, den die DVA der deutschen Ausgabe des Buches gegeben hat, trügt und trifft doch den Nagel auf den Kopf. Er trügt, weil er den Fokus auf die Veränderungen in Ostdeutschland 1989/1990 legt. Diese ostdeutsche Wendezeit kommt natürlich auch drin vor in Kristina Spohrs opulenter Analyse der Jahre 1989 bis 1992. Aber nicht nur im winzigen deutschen Osten veränderte sich alles. Das ist vielen Deutschen überhaupt nicht bewusst. Auch Ostdeutschen nicht. Weiterlesen

Ein falsches Zitat im Leipziger Opernmagazin

Wie konnte Kurt Masur zum Verkünder der sozialen Marktwirtschaft werden?

Screenshot: Roland Mey

Für alle LeserDa war dann auch der Leipziger Masur-Kritiker Roland Mey zutiefst entsetzt, als er das Septemberheft des Opernmagazins „Dreiklang“ las, das sich aus aktuellem Anlass den Ereignissen von vor 30 Jahren widmete, in denen ja auch Gewandhauskapellmeister Kurt Masur eine wichtige Rolle spielte. Denn mit seiner unverwechselbaren Stimme hatte der ja den „Aufruf der Sechs“ im Stadtfunk eingelesen, der an jenem brisanten 9. Oktober zu einem friedlichen Verlauf der Demonstration aufrief. Weiterlesen

Bürgerkomitee Leipzig gestaltet Friedensgebet in der Nikolaikirche und lädt zu Ausstellungseröffnungen in den Brühl

Quelle: Bürgerkomitee Leipzig e.V.

Die Friedliche Revolution 1989 erreichte im Dezember einen weiteren Höhepunkt: Wie in vielen Städten wurde auch in Leipzig mit der Besetzung der Stasi-Bezirksverwaltung die Aktenvernichtung gestoppt und damit ein Grundstein zur späteren Aufarbeitung der SED-Diktatur in der DDR gelegt. In der gleichen Nacht bildeten die mutigen Besetzer das Bürgerkomitee Leipzig. Weiterlesen

FRITZI zieht durchs Land

Politische Bildung: Film macht Wendewundergeschichte für Schüler greifbar

Filmszene: Weltkino Filmverleih

Zum Jubiläum 30 Jahre Friedliche Revolution kam der Film »FRITZI – EINE WENDEWUNDERGESCHICHTE« des Leipziger Filmverleihs Weltkino in die Kinos. Der Film ist ein Animationsfilm für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Das Kultusministerium wird in einer gemeinsamen Aktion mit dem Filmteam sachsenweit neun Filmveranstaltungen für rund 2.000 sächsische Schüler der Klassenstufen 3 bis 6 durchführen. Weiterlesen

Auch Leipziger und die Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" dabei

Schüler aus sieben Orten in Deutschland stellen in Potsdam ihre Projekte zur Friedlichen Revolution und dem Mauerfall vor

Foto: L-IZ.de

„Wie war das damals im Herbst 1989 und bei der Grenzöffnung“, haben sich mehrere Schulklassen aus sieben Orten in Deutschland gefragt. Die meisten von ihnen wohnen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, aber auch Leipziger Schüler sind darunter, denn von der Messestadt gingen wichtige Impulse für die Friedliche Revolution aus. Am Freitag, den 15. November 2019, stellen sie ab 10.00 Uhr ihre ganz unterschiedlichen Projekte im Schloss Cecilienhof in Potsdam vor. Weiterlesen

Verhinderter Mathematiker, Pfarrer, Bischof und Hochschullehrer

Axel Noack: Die Biografie eines frohgemuten Protestanten aus dem unbegreiflichen wilden Osten

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDen kennst du doch, sagte da so ein Bauchgefühl. Und schnappte sich das Buch. Und siehe da: Man darf überrascht sein. Weil selbst so eine einfache, nicht mal sensationell aufgemachte Biografie zeigt, dass der Osten sehr wohl Persönlichkeiten und ein eigenes Profil hatte. Nur geht das im deutsch-deutschen Gezeter völlig unter. Als hätte es Menschen wie Axel Noack nie gegeben. Weiterlesen

Kolumne

Haltungsnote: Sonntagsreden, die Leerstelle Volk und Vorsprung durch Technik

Foto: Erik Weiss Berlin

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 72, seit 25. Oktober 2019 im HandelIm Oktober bricht in Deutschland die Saison der Sonntagsreden an. Hin und wieder verschiebt sich ihr Beginn etwas in den September hinein. Weshalb ausgerechnet der Oktober zur Sonntagsredensaison wird, ist klar. Am 3. Oktober begeht die Berliner Republik ihren Nationalfeiertag. Dieses dreißigste Jahr nach der Wende fällt allerdings aus dem Regelrahmen. Die ersten feierlichen Reden zum Wendejubiläum waren bereits Ende August zu vernehmen. Jeder, der etwas zu sagen hat oder es wenigstens glaubt, drängte ans Pult um seiner Auffassung Gehör zu verschaffen. Weiterlesen

Die Friedliche Revolution und ihre Vorarbeiter

Joachim Jauer spricht über die Friedliche Revolution und das Verhältnis von Deutschland und seinen östlichen Nachbarn

Foto: Pixabay: satellite

Am Donnerstag, den 7. November 2019, 18.30 Uhr, kommt der ehemalige Sonderkorrespondent des ZDF für die DDR und Osteuropa und „Kennzeichen-D“-Moderator Joachim Jauer nach Leipzig. Er war 1989 direkt in Osteuropa vor Ort und konnte so die Umbrüche der damaligen Zeit aus nächster Nähe verfolgen. 30 Jahre später berichtet er im Museum der bildenden Künste von seinen Erfahrungen und Erlebnissen und blickt kritisch auf die gegenwärtigen Beziehungen zwischen Deutschland und seinen östlichen Nachbarn. Weiterlesen

Schüler präsentieren Kurzfilm zum Herbst ’89 und sprechen mit Experten über die Vermittlung von DDR-Geschichte im Unterricht

Eine Woche lang befassten sich 25 Schülerinnen und Schüler der städtischen Berufsschule BSZ1 in Leipzig intensiv mit der Friedlichen Revolution von 1989 und drehten dazu mit der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ und dem SAE Institute Leipzig einen 15-minütigen Kurzfilm. Diesen stellen die Jugendlichen am Dienstag, den 29. Oktober 2019, um 13.45 Uhr erstmals öffentlich vor. Im Anschluss folgt ein Gespräch mit Schülern und Experten zur Vermittlung von DDR-Geschichte im Unterricht. Eintritt frei. Weiterlesen

Leipziger Zeitzeugen erzählen

1989. Die Wende in Leipzig: Ein Buch voller Erinnerungen an das turbulenteste Jahr der jüngeren deutschen Geschichte

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich sind die beiden Leipzigerinnen eher Spezialistinnen für kriminelle Geschichten. Aber den 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution nahmen Ethel Scheffler und Sylke Tannhäuser jetzt zum Anlass, einmal ihren Bekanntenkreis zu erweitern und die verschiedensten Leipzigerinnen und Leipziger zu fragen, wie sie die Wende in Leipzig erlebt haben. Wende diesmal ohne Gänsefüßchen. Weiterlesen

Ein Lichtfest im Schatten zweier Attentate

30 Jahre Friedliche Revolution oder Wo lauert da noch Gefahr?

Foto: Tom Schulze

Für alle LeserWas wird hängenbleiben von diesem Lichtfest 2019? Der dunkle Schatten, der darüber lag, weil Stunden zuvor in „unserer Schwesterstadt Halle“ (Burkhard Jung) ein radikalisierter Rechtsradikaler bei einem missglückten Anschlag auf die dortige Synagoge zwei Menschen ermordet hat? Das bestimmt. Tatsächlich war es die Schweigeminute nach Burkhard Jungs kurzer Ansprache, die an diesem Abend das meiste mit dem 9. Oktober 1989 gemein hatte. Weiterlesen

Die schwarz-weißen Bilder einer galoppierenden Geschichte

Wende-Tage-Buch: Martin Naumanns Tagebuch aus dem großen Jahr der Revolution in seiner dritten Auflage

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZu denen, die sich im Herbst 1989 selbst ermutigten, gehört auch der damalige LVZ-Fotograf Martin Naumann. Er fotografierte die Leipziger Ereignisse schon in den Tagen, als in der LVZ-Redaktion noch die Hardliner bestimmten und jede objektive Berichterstattung über die Proteste ablehnten. 1998 veröffentlichte Naumann zum ersten Mal seine Fotos aus dieser Zeit und Passagen aus seinem Tagebuch, sein „Wende-Tage-Buch“. Weiterlesen

30 Jahre danach

Feierlichkeiten zur „Friedlichen Revolution“ in Leipzig: Mut würdigen, zu Engagement aufrufen

Foto: Jens Schlueter/Stadt Leipzig

Für alle LeserEs sollte ein Tag werden, an dem in Leipzig möglichst viele Menschen feierlich der „Friedlichen Revolution“ vor 30 Jahren gedenken. Doch wegen des rechtsradikalen Anschlags in Halle wurde es auch ein Tag der Trauer. Das Programm zu den Feierlichkeiten in Leipzig wurde trotzdem so wie geplant umgesetzt. Der Tag begann mit einem Festakt im Gewandhaus und endete mit Friedensgebet und Lichtfest. Poltisch Aktive unterschiedlicher Bereiche kamen zu Wort. Weiterlesen

Staatsministerin lobt Mut der Akteure der Friedlichen Revolution und fordert Aufbegehren gegen den Missbrauch ihrer Werte

Foto: Götz Schleser

Zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 erklärt die für Gedenkstätten zuständige Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange: »Auch 30 Jahre nach den Ereignissen des Herbstes 1989 bewundere ich noch immer den Mut und die Courage der hunderttausenden DDR-Bürger, die mit friedlichen Mitteln des Widerstands einen diktatorischen und militärisch hochgerüsteten Staat zur Aufgabe gezwungen haben. Ohne diese mutigen Menschen hätte es die Friedliche Revolution nicht gegeben.« Weiterlesen