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Oral History Projekt: Archiv Bürgerbewegung hat Leipziger Zeitzeugen der Friedlichen Revolution ausgiebig befragt

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    Es gibt nicht immer nur die eine richtige Sicht auf geschichtliche Ereignisse. Das gilt auch für die Friedliche Revolution. Erst wenn man viele Beteiligte nach ihren persönlichen Erinnerungen befragt, entsteht ein komplexes Bild, das auch zeigt, wie vielschichtig Geschichte tatsächlich stattfindet und erlebt wird. So ein Projekt der Oral History endete jetzt im Archiv Bürgerbewegung.

    Das vom Freistaat Sachsen über das Förderprogramm Revolution und Demokratie unterstützte Oral-History Projekt „Aufbau demokratischer Strukturen und Medien- und Pressefreiheit in der Transformationszeit nach 1989/1990“ findet seinen erfolgreichen Abschluss.

    Im Jahr 2020 führte das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V. (ABL) mit Akteuren und Akteurinnen der Friedlichen Revolution und der sich anschließenden Transformationszeit ab 1989/1990 audiovisuelle Zeitzeugengespräche durch. Im Fokus standen dabei nicht nur die Friedliche Revolution und das Ende der DDR, sondern auch die errungene Meinungs- und Pressefreiheit sowie der Aufbau demokratischer Strukturen. Neben den vielen Initiativen und Parteien, die sich 1989 und 1990 neu gründeten, um die Gesellschaft mitzugestalten, erfolgten in diesem Zeitraum auch mehr als 100 Zeitungsneugründungen.

    Die Protagonisten des Zeitzzeugen-Projekts auf der Website des Archivs Bürgerberwegung. Foto: Archiv Bürgerbewegung Leipzig
    Die Protagonisten des Zeitzeugen-Projekts auf der Website des Archivs Bürgerbewegung. Foto: Archiv Bürgerbewegung Leipzig

    In teilweise mehrstündigen lebensgeschichtlichen Interviews befragten die Mitarbeiter/-innen des Archivs zwölf Zeitzeugen und Zeitzeuginnen zu ihrem Leben sowie ihrem persönlichen und politischen Werdegang in jenen ereignisreichen Umbruchsjahren.

    Wie kam es zu diesem Engagement des Einzelnen und worin bestand es? Woran erinnern sich die Zeitzeugen und Zeitzeuginnen, wenn sie an den Herbst 1989 denken? Wie ging es für sie nach dem Machtverlust des SED-Regimes im bald gesamtdeutschen Staat weiter? Welchen Stellenwert haben die erste – und einzige – freie Volkskammerwahl am 18. März 1990, die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion vom 1. Juli 1990 und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990?

    Die Befragten berichten über ihr Engagement beispielsweise für das „Neue Forum“ in Leipzig oder Taucha, die Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“ oder die „Deutsche Soziale Union“ (DSU).

    Neben Jan Peter, dem Chefredakteur von „Die Leipziger Andere Zeitung“ (DAZ), welche 1990 und 1991 erschien, erzählt Norbert Meißner vom Piratenfernsehsender „Kanal X“, der 1990 vom Dach des Hauses der Demokratie in Leipzig-Connewitz sendete.

    Darüber hinaus beschreiben zwei Schriftsteller ihre Schwierigkeiten während der SED-Diktatur in der DDR und wie sie die neu gewonnene Medien- und künstlerische Freiheit nutzten. In anderen Zeitzeugeninterviews spielen der Runde Tisch der Stadt Leipzig und der Aufbau einer demokratischen Verwaltung in der Stadt eine wichtige Rolle.

    Kurze Ausschnitte der Gespräche kann man sich auf der Homepage des Archivs Bürgerbewegung Leipzig anschauen. Alle Zeitzeugeninterviews liegen als Videodatei und als Transkript im Archiv im Haus der Demokratie nach Voranmeldung während der Öffnungszeiten bereit.

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