Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten des Kinokonzerns CineStar am Standort Leipzig im Rahmen der bundesweiten Tarifverhandlungen für Samstag (14. Februar 2026) zum Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung findet am Berlinale-Wochenende statt und wird unter anderem mit den Beschäftigten des CineStar CUBIX am Alexanderplatz Berlin durchgeführt.
Mit der Arbeitsniederlegung machen die Beschäftigten sichtbar, dass glamouröse Filmfestspiele und prekäre Arbeitsbedingungen in den Kinos nicht zusammenpassen.
„CineStar hat in der aktuellen Tarifrunde bislang kein Angebot vorgelegt, obwohl der bestehende Tarifvertrag in der Eingangsstufe nicht einmal mehr den gesetzlichen Mindestlohn abbildet. Wir fordern CineStar auf, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.“ sagte Lucas Munzke, stellvertretender Landesbezirksfachbereichsleiter A im ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Der Warnstreik wird voraussichtlich Auswirkungen für eine erhebliche Anzahl von Kinobesucherinnen und Kinobesuchern haben, insbesondere angesichts der Berlinale und des Valentinstags.
In einem offenen Statement wenden sich die Beschäftigten direkt an das Publikum: „Wir wissen, dass der Streik für Sie mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Doch wir streiken nicht leichtfertig. Wir sorgen mit großem Engagement für Ihr Kinoerlebnis – und dafür brauchen wir gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.“
Die Beschäftigten von CineStar fordern:
- Die Tarifgehälter der Beschäftigten des CineStar Kinos werden in der Eingangsstufe um 3 auf 16,00 Euro angehoben
- Für Beschäftigte, die länger als 10 Jahre beschäftigt sind, werden die Tarifgehälter um 3,50 Euro angehoben
- Für Beschäftigte, die länger als 25 Jahre beschäftigt sind, werden die Tarifgehälter um 4,50 Euro angehoben
- Die prozentualen Abstände der übrigen Stufen werden beibehalten.
- Die Jahressonderleistung wird auf 880,00 Euro erhöht
- Die Laufzeit beträgt 12 Monate






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