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Jugendliche von damals treffen auf Jugendliche von heute

30 JahreFriedliche Revolution: Kultusminister Piwarz besucht Zeitzeugenprojekt

Zum 30-jährigen Jubiläum der Friedlichen Revolution führt das Pestalozzi-Gymnasium in Heidenau mit den Abiturienten ein Zeitzeugenprojekt durch. Jugendliche von damals erzählen den Jugendlichen von heute, wofür der Ruf »Wir sind das Volk« stand und immer noch steht. Ziel des Projektes ist es, dass die Erwachsenen von morgen lernen, dass hinter den historischen Fakten Menschenleben, Schicksale, Verantwortung und Mut des Einzelnen stehen.

»Für die Abiturienten ist es eine einmalige Gelegenheit über das Lehrbuch hinaus die Geschichte greifbar zu erleben. Die Gespräche mit den Zeitzeugen werden zeigen, wie wichtig es auch heute noch ist, sich zu engagieren und für demokratische Werte einzustehen. Unser freies Leben in einem vereinten Deutschland haben wir den couragierten Bürgern von 1989 zu verdanken. Ihr Erbe ist unser Auftrag, es zu bewahren und fortzuführen«, so Kultusminister Christian Piwarz, der am kommenden Dienstag an dem Projekt auf Einladung der Schule teilnehmen wird.

Bei dem Zeitzeugenprojekt handelt es sich um eine Schülerbegegnung mit Zeitzeugen zum 30-jährigen Jubiläum der Friedlichen Revolution am 1. und 2. Oktober 2019. Dazu haben sich neun Zeitzeugen aus den alten und neuen Bundesländern bereiterklärt, den Jugendlichen einen einmaligen Querschnitt jüngerer deutscher Geschichte aufzuzeigen. Grundlage dazu bieten die sogenannten »Begegnungsrüstzeiten« zwischen Jugendlichen aus der DDR und der BRD, die in den 1970ern als Friedensarbeit initiiert wurden und die heute noch als Freundeskreise fortbestehen.

Der Kultusminister lobte das Engagement der Lehrer vom Gymnasium Heidenau, die mit dem Zeitzeugen die Geschichte der Teilung und Wiedervereinigung den Schülern näher bringen: »Mit einer emotionalen Zeitreise wird auf ganz authentische Weise die Vergangenheit und die Fakten aus dem Lehrbuch lebendig. Das Wissen prägt sich bei den Schülern so viel besser ein. Wir stärken damit das demokratische Verständnis der neuen Generation. Für den einen oder anderen Abiturienten ist es vielleicht auch eine Initialzündung für gesellschafts-politisches Engagement und die Wertschätzung der Leistung der eigenen Eltern und Großeltern«, betonte Piwarz und verwies auf die vielen verschiedenen Angebote, auf die Schulen zurückgreifen können, um zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution das Thema intensiver in den Unterricht einzubinden.

»Ich rufe alle Schulen dazu auf, die zahlreichen Angebote zur Friedlichen Revolution zu nutzen, um bei den Schülern das Bewusstsein für dieses historische Ereignis zu schärfen«, so Piwarz. Er verwies auf das Geschichtscamp, die Zeitzeugengespräche, den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, den Wendefilm für Kinder – FRITZI und die Ausstellung der Sächsischen Landeszentrale politischer Bildung.

Weitere Angebote sind abrufbar unter: https://www.schule.sachsen.de/8614.htm

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Was die Student/-innen der Uni Leipzg als belastend empfinden. Grafik: StuRA der Uni Leipzig

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