Wem gehört die Friedliche Revolution?

Podiumsdiskussion im FREI_RAUM nimmt am 23. September den Historikerstreit des Sommers wieder auf

Für alle LeserMit Gregor Gysi fing alles an. Als Anfang Juli bekannt wurde, dass Gregor Gysi, das rhetorische Schwergewicht der Linken, am 9. Oktober zu einer Festveranstaltung in der Leipziger Peterskirche reden sollte, gab es geharnischten Protest gerade aus den Netzwerken der einstigen Bürgerrechtler. Über 800 Menschen unterschrieben den Offenen Brief, der die Absetzung von Gysis Festrede bewirken sollte. Gleichzeitig entbrannte aber auch noch ein veritabler Historikerstreit.

Ausgelöst hat ihn der Religions- und Kultursoziologe Detlef Pollack am 12. Juli mit einem Beitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Historischer Irrglaube zur DDR. Es war ein Aufstand der Normalbürger“. Er ist kein Unbeteiligter. 1955 in Weimar geboren, hat er nach einem Theologiestudium 1984 in Leipzig promoviert und hat miterlebt, wie sich die Friedliche Revolution mit langem Anlauf entwickelte.

Seinen Artikel in der F.A.Z. sah er als Versuch, „mit einer Legende aufzuräumen“. Für ihn war es das Volk, das den Umsturz im Herbst 1989 bewirkte. Einige Ereignisse stehen dafür ja exemplarisch – die Vorfälle in Dresden Anfang Oktober genauso wie die Leipziger Montagsdemonstrationen oder der Mauerfall, der eher ein Mauersturz war, ausgelöst von Massen von Berlinern, die zu den Grenzübergangsstellen strömten. Und auch die massenhaften Botschaftbesetzungen in Prag oder die Massenflucht über die ungarisch-österreichische Grenze stehen dafür.

Logisch, dass es bald das Kontra in der F.A.Z. gab: Am 15. Juli veröffentlichte der ostdeutsche Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk die Gegenposition: „Eine Minderheit bahnte den Weg“.

„Der Umbruch von 1989 in der DDR war das Werk von wenigen, die Normalbürger warteten ab“, hieß es darin. „Erst als die großen Fragen entschieden waren, setzte sich das Volk in Bewegung.“

Zu spüren war, dass ihm Pollacks Umdeutung zu weit ging und die Rolle der Bürgerrechtler, die wirklich etwas riskierten, aus seiner Sicht abgewertet wurde. Ilko-Kowalczuk: „Anfang Juli veröffentlichten Bürgerrechtler und Historiker einen Offenen Brief, mit dem sie sich gegen eine geplante Festrede von Gregor Gysi in der Leipziger Peterskirche am 9. Oktober 2019 wandten – dem 30. Jahrestag der Freiheitsrevolution. Binnen weniger Tage schlossen sich diesem Protest rund achthundert Menschen an. Seither wird darüber heftig diskutiert. Verwundert reiben sich Beobachter die Augen: Sind die Gräben immer noch so tief wie in den 1990er Jahren? Schon damals wurden die kontroversesten Debatten nicht zwischen Ost und West, sondern zwischen Ostdeutschen ausgetragen.“

Die Versöhnung konnte damals nicht stattfinden denn die SED-Verantwortlichen, so Ilko-Kowalczuk, verweigerten sich der Diskussion über die Rolle ihrer Partei in den 40 Jahren Diktatur.

Am 16. Juli erwiderte wieder Detlef Pollack: „Regime und Widerstand. Die verachtete Bevölkerung der DDR“. Er bekräftigte seine These: „Zu allem Unglück verhielt sich das ,Volk‘ ganz anders als erwünscht.“ Der Leipziger Herbst 1989 passe also nicht in dualistische Weltbilder. Man merkte schon: Damit meinte Pollack auch die Gegenwart, in der sich „das Volk“ schon wieder nicht so verhält, wie es erwartet wird, gar bereit scheint, in großen Teilen die Demokratie wieder preiszugeben und lieber in einer neuen Diktatur leben zu wollen. Jedenfalls sprechen die großen Wahlerfolge der AfD dafür.

Da wirkt die Debatte um Gysi tatsächlich wie aus der Zeit gefallen, als wenn im Jahr 2019 noch immer die Kämpfe des Jahres 1989 ausgetragen würden, die aber damals auch deshalb nie zu einer Debatte mit den Erben der SED wurde, weil das Volk, dieser große Lümmel (Heine), einen schnelleren Weg sah, den ganzen SED-Staat schnellstmöglich loszuwerden – durch die Deutsche Einheit mit Übernahme von Westmark, Grundgesetz und Marktwirtschaft. Radikaler war die DDR auf die Schnelle gar nicht zu entsorgen.

Nur zeigt die Debatte eben auch, dass ein Land nicht einfach so verschwindet. Es lebt in den Menschen fort. Auf unterschiedlichste Weise. Und sei es in einer ausgeprägten Verweigerungshaltung, die dem Agieren des „Volkes“ 1990 genauso innewohnt wie dessen Agieren in den Wahlen des Jahres 2019.

Am 20. Juli versuchte der Historiker Rainer Eckert noch einmal die historische Reihenfolge ins Spiel zu bringen: „Proteste vor Wiedervereinigung. Es war keine Wende, es war eine Revolution“. Und auch er hat recht. Und so sieht es ja auch Bernd-Lutz Lange in seinem mit Sascha Lange gemeinsam geschriebenen Buch „David gegen Goliath“: Für ihn umfasst die Friedliche Revolution den Abschnitt vom 9. Oktober bis zum 9. November.

Und dann? Dann übernahm tatsächlich „das Volk“ die Sache, setzte seine Wünsche durch. Die „Macht der Straße“ änderte die Parolen und politischen Zielstellungen. Und 1990 fanden sich die Bürgerrechtler mit „Bündnis 90“ in einer absoluten Minderheitenposition wieder.

Aber das Thema ist zu wichtig, um es zu den Akten zu legen, finden die Veranstalter des „FREI_RAUMs“ auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz.

Deshalb wird der Historikerstreit am Montag, 23. September, um 19 Uhr mit der Podiumsdiskussion: „Wem gehört die Revolution?“ noch einmal aufgegriffen.

Auf der Bühnen diskutieren dann Gesine Oltmanns, die 1989 mit dabei war, Detlef Pollack und Rainer Eckert. Die Moderation übernimmt Christian Dietrich.

Als „Streit des Sommers“ bezeichnete das Feuilleton die Kontroverse um die Deutung der Ereignisse am 9. Oktober 1989, die im Juli mit der Antwort des Historikers Ilko-Sascha Kowalczuk auf die Sicht des Soziologen Detlef Pollack in der FAZ begann und sich zu einer hitzig geführten Historiker-Debatte ausgeweitet hat. Prof. Rainer Eckert, ehemals Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig, meldete sich dazu, ebenfalls in der FAZ, mit eigenem Beitrag zu Wort.

Die Diskussion greift den Historikerstreit auf: Wer hat die Friedliche Revolution bewirkt? Waren es die DDR-Oppositionellen oder die Unzufriedenheit der Massen? Und: wie kann man sich gemeinsam gegen den Missbrauch der Friedlichen Revolution, wie sie die AfD im Wahlkampf begann, positionieren?

Termintipp: Montag, 23. September, 19 Uhr auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz: Podiumsdiskussion: „Wem gehört die Revolution?“

9. Oktober 2019 in der Peterskirche: Ein einzigartiger Kampf mit Gregor Gysi

Hinweis der Redaktion in eigener Sache: Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 500 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

Friedliche RevolutionGregor GysiFREI_RAUM
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Der Bischof geht: Landeskirchenleitung Sachsen nimmt Rücktritt Rentzings an
Landesbischof Dr. Carsten Rentzing. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Für alle LeserPer 31. Oktober 2019 wird Dr. Carsten Rentzing nicht mehr Bischof der Evangelischen Landeskirche Sachsens sein. Am heutigen 21. Oktober erklärte der Landeskirchenvorstand Sachsens in einer Pressekonferenz, hierin „Einvernehmen mit dem Wunsch“ Rentzings vom 11. Oktober herzustellen und seinen Rücktritt anzunehmen. Dabei schilderten die Anwesenden um Synoden-Präsidenten Otto Guse nähere Einzelheiten zu den Absprachen mit Rentzing und die Neuwahl im Jahr 2020.
Gründung einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Kopf-Hals-Mund-Krebs
Das Selbsthilfenetzwerk Kopf Hals M.U.N.D. Krebs e.V. gründet demnächst in Leipzig eine Selbsthilfegruppe für Tumore oberhalb des Kehlkopfes, zum Beispiel Tumoren von Lippen, Zunge, Mundboden, Gaumen, Mandel, Speicheldrüsen, des Rachens (Pharynxkarzinom), der Nase und der Nasennebenhöhle.
Unser CO2-Rucksack im Verkehr
CO2-Vergleich ÖPNV und Pkw in Leipzig. Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

Für alle LeserDa Kollege Leu gerade so schimpft über die Herren mit dem großen Hubraum, die derzeit mit ihrem Gejammer die Lüfte erfüllen, habe ich mir gedacht: Jetzt rechnest du doch einmal aus, was unsere Autofahrer eigentlich wirklich beitragen zur Belastung unserer Atmosphäre mit dem klimaschädlichen CO2. Ach ja: Den eigenen CO2-Rucksack muss ich natürlich auch ausrechnen.
Wer verteufelt denn die ganzen Verbrenner?
Ego-Verstärker in Reih und Glied. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserWir leben ja in seltsamen Zeiten und bekommen auch seltsamste Postsendungen. Eine der seltsamsten bekamen wir gerade von Dipl.-Ing. Günter Weber, der sich als Herausgeber bei der kapital-markt intern Verlag GmbH angibt, uns aber eigentlich mit einem sehr seltsamen Anliegen behelligt: „Jetzt ist Schluss mit der Verteufelung von Deutschlands wichtigstem Konsumgut – unseren Verbrennern!“ Gottchen, wer verteufelt denn die Verbrenner? Und welche Probleme hat der Mann eigentlich?
Bürgerinitiative schreibt mal wieder einen Brief an den Bundestagsabgeordneten Marian Wendt
Einfach mal schnell übers Stadtgebiet ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Hoffnung stirbt zuletzt. Zumindest in der Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“. 2017 hat der Bundestag der Petition gegen die Kurze Südabkurvung, die über den Leipziger Auenwald und Leipziger Stadtgebiet führt, zugestimmt. Zuvor hatte auch der Petitionsausschuss eindeutig für die Petition votiert. Und dessen Ausschussvorsitzender Marian Wendt bekommt jetzt neuerlich Post aus Leipzig.
Bachs „Weihnachtsoratorium“ jetzt in der Einspielung mit Thomaskantor Gotthold Schwarz
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserFehlt uns ein neuer Bach? Oder genügt uns der Bach, den wir haben? Braucht es keinen neuen? Und: Was würde Johann Sebastian Bach sagen zu dem, was wir aus unserer Welt gemacht haben? Wie würde er heute auf der Klaviatur der Thomaner spielen? Man kommt auf Gedanken, wenn man sich jetzt die neue Einspielung des „Weihnachtsoratoriums“ mit den Thomanern und dem Thomaskantor Gothold Schwarz auflegt. Zweieinhalb Stunden Gefühlsgalopp.
Schwarz Rot Müll: Wie die Müllmafia in Deutschland arbeitet und wie die staatlichen Kontrollen systematisch versagen
Michael Billig: Schwarz. Rot. Müll. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt sie auch in Sachsen – mindestens 24 illegale Mülldeponien, auf denen ungenehmigter und oft genug hochgefährlicher Müll in riesigen Mengen in die Landschaft verkippt wurde. Darüber berichtete Michael Billig im Juli 2018 in der L-IZ. Dass er seither etwas weniger auf diesen Seiten berichtet hat, hat mit dem Buch zu tun, das er jetzt zur Frankfurter Buchmesse vorgelegt hat: das erste derart umfangreiche Buch über die deutsche Müllmafia.
Verstörend und klärend: Einige Anmerkungen zur Causa Rentzing
Christian Wolff - der Leipziger Thomaskirchpfarrer im Unruhestand. Hier beim Aufruf 2019. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass Landesbischof Dr. Carsten Rentzing seit seinem Amtsantritt 2015 Kritik auf sich ziehen wird, war vorhersehbar – nicht nur wegen des denkbar knappen Wahlergebnisses. An seiner Positionierung als konservativ-evangelikaler Lutheraner hat er nie einen Zweifel gelassen. Doch kritisch wurde Rentzing zunehmend auch von denen wahrgenommen, die seinen theologischen Aussagen durchaus zustimmen.
HC Leipzig vs. Werder Bremen 33:24 – Zweiter Saisonsieg sorgt für Erleichterung
Die achtfache Torschützin Pauline Uhlmann (gelbes Trikot) und ihr Team sind sichtlich happy. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserNach drei ziemlich deftigen Packungen gegen die Spitzenteams der 2. Bundesliga, konnten die Handballerinnen des HC Leipzig am Sonntag endlich ihren zweiten Saisonsieg feiern. Gegen Werder Bremen gelang ein am Ende deutlicher 33:24 (16:15)-Erfolg. Allerdings brauchten die jungen Leipzigerinnen ganze 40 Minuten, um richtig aufzudrehen.
5 Jahre Hass: PEGIDA feiert Geburtstag
Gegendemonstration aus der Dresdner Neustadt Richtung Neumarkt. Foto: Privat

Foto: Privat

Für alle LeserAuf der einen Seite des Dresdner Neumarktes stehen heute „Herz statt Hetze“, „Leipzig nimmt Platz“, „Chemnitz nazifrei“ und zahlreiche Dresdner, Initiativen und Vereinigungen, die lautstark gegen Pegida demonstrieren. Auf der anderen Pegida selbst, welche für ihr Zusammenkommen unzählige rechtsradikale Redner aus halb Europa eingeladen haben. Mit dabei neben Lutz Bachmann selbst also Michael Stürzenberger (Pax Europa), Martin Sellner (Identitäre Bewegung). Gegen Bachmann ermittelt aktuell der Staatsschutz, Sellners „Identitäre“ werden vom Verfassungsschutz beobachtet und Stürzenberger wird im November versuchen, eine achtmonatige Bewährungsstrafe gegen sich abzuwehren.
Liebertwolkwitz beantragt S-Bahn-Anschluss und Verlängerung der Linie 15
Jeden Oktober lädt die Erinnerung an 1813 ein zur Fahrt nach Liebertwolkwitz. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm 30. Oktober soll im Leipziger Stadtrat der neue Nahverkehrsplan beschlossen werden. Und nicht nur die Fraktionen im Stadtrat haben das dumme Gefühl, dass hier schon wieder Nägel mit Köpfen gemacht werden und ein Paket festgezurrt wird, das für die nächsten zehn Jahren praktisch überhaupt keinen Ausbau im ÖPNV-Netz vorsieht. Selbst in Liebertwolkwitz fühlt man sich regelrecht abgehängt.
Geister – Was machen die Toten? Ein Abstecher ins Unerklärliche mit Puppen, Menschen und Musik
Foto: Astrid Endruweit/Matthias Ludwig

Foto: Astrid Endruweit/Matthias Ludwig

Wir alle treten irgendwann unsere letzte Reise an. Aber wo geht die eigentlich hin? Was erwartet uns nach dem Leben? Diesbezüglich schwebt die Menschheit in einem Kosmos schier uferloser Vorstellungen, Konzepte und Hoffnungen: Himmel oder Hölle, Seelenwanderung oder Spukgespenst, verehrt oder vergessen, Nirvana oder einfach nur das große Nichts? Und wie und wo immer wir denn dann sein mögen - was machen die Toten eigentlich so, die ganze Ewigkeit lang?
Die Stasi in Wermsdorf – Ausstellungseröffnung und Bürgerberatung
Ausschnitt Flyer. Quelle: BStU

Quelle: BStU

Die Ausstellung „Die Stasi“ des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) wird in Wermsdorf gezeigt. Das Leipziger Stasi-Unterlagen Archiv zeigt diese Schau in Kooperation mit der Gemeinde Wermsdorf in den Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung. Die Ausstellung wird durch Matthias Müller (Bürgermeister der Gemeinde Wermsdorf) und Regina Schild (Leiterin des Stasi-Unterlagen-Archivs Leipzig) am 4. November 2019 um 12.30 Uhr eröffnet.
Am 26. Oktober im Schauspiel Leipzig: „Die Eisjungfrau“ von Hans Christian Andersen
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Hans Christian Andersens Märchen „Die Eisjungfrau“ lebt von einer ebenso unheimlichen wie poetischen Bilder- und Gefühlswelt. Im Mittelpunkt steht der junge Rudi, der als Kind nur knapp den Fängen der Eisjungfrau entkam. Auf der Jagd nach Gämsen durchstreift er als junger Mann die Schweizer Alpen und steigt in schwindelerregende Höhen, während die Naturmächte nur auf einen Fehltritt von ihm lauern.
Am 25. Okober: Lora Kostina-Trio im Schille-Theater Leipzig
Lora Kostina-Trio. Quelle: Initiative Leipziger Jazzmusiker e. V.

Quelle: Initiative Leipziger Jazzmusiker e. V.

Schwerpunkte des Trios um die Pianistin aus Sankt-Petersburg sind ihre Eigenkompositionen und Bearbeitungen von Themen der europäischen Klassik aus dem Blickwinkel des zeitgenössischen Jazz. Es sind die musikalischen Wechselwirkungen verschiedener Musik-Epochen, die Lora Kostina reizen und welche sie in ihren lyrischen Kompositionen verbindet.