Jürgen Weiß erzählt nicht nur von der Gründung der EAGLE, sondern auch vom Verlegeranspruch, Qualität zu liefern

Für alle LeserDer Titel suggeriert natürlich Ganoven, die einfach nicht aufhören können, anderen Menschen Übles zu tun. Oder Machtmenschen, die vor und nach 1990 einfach weiter krumme Touren drehten. Aber eigentlich ist die Titelwahl von Jürgen Weiß positiv gemeint: Als Würdigung für eine Verlegerwelt, die gerade zu verschwinden droht, für Männer, die noch Wert legten auf gut gemachte wissenschaftliche Bücher.

Männer wie Friedrich Vieweg, der seinen Verlag 1786 in Berlin gründete, Julius Springer, der 1842 nachzog, und natürlich Benedictus Gotthelf Teubner, der seinen Verlag 1811 in Leipzig gründete. Alle drei Verlagsnamen prägten bis zu Beginn dieses Jahrhunderts den Maßstab für naturwissenschaftliche Publikationen in Deutschland. Alle drei Wissenschaftsverlage gingen seinerzeit im Bertelsmann-Imperium des Thomas Midelhoff auf, auf den Jürgen Weiß bis heute nicht gut zu sprechen ist.

Und das wird sich auch nicht mehr ändern. Denn Jürgen Weiß ist ein Teubner-Gewächs. 1978 stieg er als Lektor für Mathematik bei Teubner in Leipzig ein und hat erfahren, dass man auch unter widrigsten materiellen Bedingungen trotzdem hochkarätige verlegerische Arbeit leisten kann. In mittlerweile 99 Publikationen seiner 2003 gegründeten Edition am Gutenbergplatz Leipzig (EAGLE) ist es nachzulesen und nachzuempfinden. Denn die gründete er, als ihm klar war, dass die Marke Teubner im Bertelsmann-Imperium verschwinden würde, dass fast 200 Jahre Markenaufbau und Standardsetzung für wissenschaftliche Publikationen einfach dem Renditedenken des Bertelsmann-Vorstandsvorsitzenden Thomas Middelhoff geopfert werden würden.

Es kam genau so. Am schmerzlichsten für ihn war natürlich die Schließung des Standorts Leipzig. Womit eben nicht nur ein Stück Leipziger Verlagsgeschichte zu Ende ging, sondern ein Stück verlegerischer Kultur. Wie andere namhafte Leipziger Verleger auch haben Benedictus Gotthelf Teubner und seine Nachfolger Maßstäbe gesetzt –  nicht nur im Umgang mit Texten und Autoren, sondern gerade in der Qualität der Produktion. Wozu nun einmal auch ein straffes Lektorat gehört. Schlampige, zusammengeschluderte Bücher wären nie nach draußen gegangen.

Aber das hat sich geändert. Nicht erst das Internet hat den deutschen Buchmarkt in die Misere getrieben. Das begann schon früher, als immer mehr riesige Verlagsimperien entstanden, an deren Spitze keine gestandenen Verleger mehr zu finden sind, sondern knallharte Manager vom Typus Middelhoff, denen die Qualität der Ware Buch völlig egal ist, wenn nur die Produktionskosten gesenkt werden können und die Marge nach oben gedrückt wird.

Das ist allen drei letztlich bei Bertelsmann gelandeten Wissenschaftsverlagen schlecht bekommen. Und die Kritik von Jürgen Weiß an der Entkernung all dessen, was mal maßstabsetzende Verlagsarbeit war, ist entsprechend scharf.

Man kann das Wort Überzeugungstäter also auch ein bisschen anders verwenden.

Aber noch eine dritte Variante ist möglich. Denn B. G. Teubner war auch ein Mann, der immer Ausschau hielt nach modernen Drucktechniken, die ihm neue Möglichkeiten in Druck und Bilddarstellung erschlossen. Und da fällt die Zusammenarbeit Teubners mit Alois Senefelder ins Auge. Das ist der Mann, der den Steindruck erfand, mit dem auf einfache Weise hochwertige Grafiken in hoher Stückzahl gedruckt werden konnten. Für das grafische Gewerbe des 19. Jahrhunderts war das eine Revolution. Die Geschichte erzählt Jürgen Weiß in diesem Buch natürlich auch, um dann den großen Bogen zu schlagen zu seiner eigenen Arbeit.

Denn mit der Edition am Gutenbergplatz demonstriert er ja, wie man Bücher auch mit hohem wissenschaftlichem Anspruch trotzdem produzieren kann, auch wenn man keinen Großverlag wie einst das Leipziger Teubner-Haus zur Verfügung hat. Und nicht über die bertelsmannschen Vertriebskanäle verfügt. Und auch keine eigene Druckerei hat.

Denn Weiß druckt nicht – wie einst üblich – große Auflagen von jedem Titel und lagert sie irgendwo teuer ein. Das würde so ein kleiner Verlag gar nicht finanzieren können. Er arbeitet konsequent mit dem Standard „Books on Demand“, mit dem sich jederzeit auch Kleinstauflagen ohne größere Kosten drucken lassen. Die Bücher sind trotzdem jederzeit verfügbar. Und – das freut den Lektor besonders: Sie lassen sich jederzeit auf den neuesten Stand bringen. Was gerade für die vielen Starthilfen und Grundlagen-Bücher für diverse Studienfächer wichtig ist. Und die stehen in einer Tradition, die Weiß auch mit aufgenommen hat in das Buch: den autographierten Vorlesungsheften des Leipziger Mathematikers Felix Klein, mit denen Klein seinen Studenten die Vorlesungsinhalte auf einfache Weise zur Verfügung stellte. Was so gut ankam, dass er solche Hefte dann auch bei Teubner drucken ließ.

Und das Mittel hat sich bis heute bewährt. Im Springer Verlag erschienen solche Vorlesungsskripte als „Lecture Notes“. Samt Formeln und Erläuterungen haben die Studierenden damit alles in der Hand, was in der Vorlesung Thema war und was man selbst bei höchster Aufmerksamkeit nicht immer alles mitschreiben oder gleich verstehen kann. Da können noch so viele Video-Formate entwickelt werden: Gerade komplexe Zusammenhänge begreift man wirklich am besten, wenn man sie schwarz auf weiß vor Augen hat und jederzeit wieder nachlesen kann.

Und da Studierende in der Regel keine reichen Erben sind, ist natürlich auch der Preis für wissenschaftliche Bücher kurz Thema in Jürgen Weiß’ Essay, der da und dort an eine Streitschrift grenzt. Denn seit die verbliebenen Giganten von weltweit operierenden Wissenschaftsverlagen die Kosten für ihre Produkte drastisch erhöht haben, haben auch Universitäten zunehmend Schwierigkeiten, den Ankauf aktueller Texte mit ihrem Budget zu stemmen. Was übrigens mal der eigentliche Auslöser für die Neudiskussion des Urheberrechts und von open access war – eine Diskussion, die ja dann bekanntlich so fatal in die Wüste führte, bis das Honorierungssystem der VG Wort völlig ausgehebelt wurde und damit auf einmal die Verlage nicht mehr wie selbstverständlich auch die Kosten fürs Lektorat honoriert bekamen.

Einigen Verlagen (auch belletristischen) hat das das Genick gebrochen, in anderen wurde auch noch der letzte qualitätssichernde Standard notgedrungen eingespart. Die eigentlichen Sieger sind die auf Rendite getrimmten Riesenverlage, während die vielen kleinen Verlage im Land eigentlich nur noch mit unbezahlter Arbeit retten können, was noch zu retten ist.

Wirklich beendet ist die Diskussion nicht. Die gefundene Lösung ist gerade für engagierte und auf Qualität bedachte Kleinverlage eine Katastrophe. Nur sitzen diese Verleger allesamt am kürzeren Hebel und die verantwortlichen Politiker stellen sich entweder dumm oder verstehen das Problem nicht, weil sie auch keine Vorstellung mehr davon haben, welche Arbeit Lektoren, Korrektoren und Redakteure in Verlagen eigentlich leisten, damit aus einem guten Text auch ein gutes Buch wird, das auch noch in 100 Jahren die Leser mit Hochachtung in die Hand nehmen.

Deswegen betrifft das Thema auch eine Zeitungsredaktion wie die unsere. Das nur so am Rande. Was wirklich fachliche Arbeit bedeutet, bekommt man auf Managerkursen nicht beigebracht. Das lernt man nur in der täglichen Praxis, wo man sich über jeden Fehler am Ende richtig ärgert. Da geht man nicht einfach drüber weg. Denn gut wird man nur, wenn man es wie Teubner macht und so lange alle Abläufe justiert und verbessert, bis ein hochwertiges Produkt am Ende zwangsläufig entstehen muss. Aber da haben dann viele Leute viel Aufmerksamkeit aufgewendet, die im stromlinienförmigen Verlagsgeschäft der Giganten als Gehaltsposten schon lange nicht mehr vorkommen.

Jürgen Weiß Überzeugungstäter, Edition am Gutenbergplatz, Leipzig 2017, 19,50 Euro.

Die neue LZ Nr. 48 ist da: Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie

BuchstadtTeubner Verlag
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