Artikel zum Schlagwort Buchstadt

Wo sich Paul List, Karl Rauch und Otto Beyer von der Arbeit in Leipzig erholten

Verlegerhäuser: Der Markkleeberg-Kalender 2021 aus dem Sax-Verlag führt zu den einstigen Wohnhäusern Leipziger Verlagsinhaber

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs war schon vor 100 Jahren so: Betuchte Leipziger, denen es in der Stadt zu laut und zu hektisch wurde, zogen hinaus vor die Tore Leipzigs und bauten sich eine Villa im Grünen – in Oetzsch, in Gautzsch oder Raschwitz. Auch sie pendelten logischerweise zu ihrer Arbeit jeden Tag nach Leipzig hinein. Unter ihnen namhafte Verleger, deren Häuser noch heute in dem 1934 zusammengewürfelten Städtchen am Südrand Leipzigs zu finden sind. Weiterlesen

Leipzigs Buchmesse-Geschichte mal aus der Sicht eines Westverlegers

Die Buchmesse Leipzig von 1946 bis 2019: Wie aus einer Ost-West-Plattform das größte Lesefest Europas wurde

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Für alle LeserKlaus G. Saur, Gründer des K. G. Saur Verlags, hat die Leipziger Buchmesse einst aus der Sicht eines Westverlegers erlebt. Und aus der Sicht eines Mannes, der Mitglied jener Kommission war, die den innerdeutschen Buchaustausch organisiert hat. Deswegen ist dieses Buch vielleicht nicht das, was sich Leipziger unter einer heroischen Geschichte der Leipziger Buchmesse vorstellen würden. Auch wenn sie 1946 neu gegründet wurde, noch deutlich vor der Frankfurter Buchmesse. Weiterlesen

Ausstellungseröffnung „Otto Spamers Bücherfabrik | Sachbuchwelten für die Jugend“

Das Schulmuseum zeigt zum 200. Geburtstag von Otto Spamer eine Ausstellung über seinen einst berühmten Sachbuchverlag

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEinige Verleger aus der Leipziger Vergangenheit werden immer wieder erwähnt als Beleg dafür, was für eine Buchstadt doch Leipzig einmal war. Andere werden kaum genannt, selbst wenn sie zu ihrer Zeit auf ihrem Gebiet Rang und Namen hatten. Dazu gehört auch Otto Spamer, der den Kindern seiner Zeit ein Begriff war, denn ihre reich bebilderten Sachbücher kamen aus seiner „Bücherfabrik“. Die Leipziger Buchwissenschaftler widmen dem Mann deshalb im Schulmuseum eine eigene Ausstellung. Weiterlesen

Band 1 des Lexikons zur „Buchstadt Leipzig“

1420 bis 1538: Die Hauptakteure der ersten hundert Jahre des Leipziger Buchgewerbes zum Nachschlagen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDr. Mark Lehmstedt ist ja selbst Kulturhistoriker, hat schon etliche Bücher und Aufsätze zur Buchgeschichte veröffentlicht. Nun hat sich der Leipziger Verleger ein Herzensthema vorgenommen: Er will das erste maßgebliche Lexikon schaffen, in dem die wichtigsten Akteure der Leipziger Buchgeschichte seit 1420 zu finden sind. Zumindest die bis 1825. Und schon das sind eine Menge. Weiterlesen

Was Goethe, Göschen, Kant und Breitkopf dazu zu sagen hatten

Verfasser – Verleger – Verträge: Bissige Kommentare aus der Frühzeit von Urheberrecht und modernem Verlegertum

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben ja wieder in Zeiten, in denen das Rauben geistigen Eigentums zum Sport geworden ist. Es wird kopiert und geklaut. Und um der Polizei keine Handhabe zu geben, mieten die Raubdrucker von heute ihre Server einfach im Ausland, genauso, wie auch die Raubdrucker zu Goethes Zeit agierten. Ein Thema, das natürlich anklingt, wenn Jürgen Weiß die Verleger-Autoren-Diskussion um das Jahr 1800 zum Buchinhalt macht. Weiterlesen

Kunstobjekt zur Erinnerung an den Druck der Erstausgabe „Das Kapital“ von Karl Marx in Leipzig eingeweiht

Ein gewaltiger Bleisatz, eine Leipziger Druckerei und das labile Gleichgewicht einer vielstimmigen Gesellschaft

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs hat ein Jahr länger gebraucht als geplant, sonst hätte der Einweihungstermin an der Nürnberger Straße/Ecke Brüderstraße schon vor einem Jahr stattfinden können, direkt zum 200. Geburtstag von Karl Marx, der zwar nur ab und zu mal in Leipzig weilte, dessen wichtigstes Werk aber, „Das Kapital“ in Leipzig gedruckt wurde. Und so fand ein herrlich streitbarer Termin zur Skulpturenthüllung am Montag, 13. Mai statt. Weiterlesen

Gedankenkontrolle, kosmische Bibliotheken und die unerbittlichen Feinde jeder Bibibliothek

Flachware 5: Ein paar durchaus besorgte Streiflichter aus der Welt der Leipziger Buchwissenschaft

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSie forschen. Es vergeht kein Studienjahr, ohne dass auch die angehenden Buch- und Medienwissenschaftler neue Forschungsergebnisse vorlegen, egal, ob in Bachelor- oder Master-Arbeiten oder gar in dicken Doktorarbeiten. Nicht alles wird sofort zum dicken Buch. Deshalb begannen Leipzigs Buchwissenschaftler vor fünf Jahren eine schöne Tradition: Sie begannen, einige ihrer Arbeitsergebnisse in einem Jahrbuch zu veröffentlichen, dem sie den sinnigen Namen „Flachware“ gaben. Weiterlesen

Zwei Projekte zur Zerstörung des Grafischen Viertels vor 75 Jahren

Die alte Buchstadt Leipzig soll auf leipzig.de eine eigene Karte bekommen

Foto: DNB

Für alle LeserAm 4. Dezember jährt sich die Zerstörung des Graphischen Viertels in Leipzig zum 75. Mal. Damals wurde das Zentrum des deutschen Buchgewerbes in knapp zwei Stunden (Fliegeralarm: 3:39 Uhr; Entwarnung: 5:32 Uhr) von Spreng- und Brandbomben in Schutt und Asche gelegt. Mehr als 1.800 Menschen starben in dieser Nacht, 114.000 Leipzigerinnen und Leipziger wurden obdachlos, 15.000 Gebäude wurden getroffen. Weiterlesen

Leipzigs Verlagsszene wächst

Hentrich & Hentrich hat seinen Verlagssitz von Berlin nach Leipzig verlegt

Foto: Charlotte Menin

Für alle LeserWenn Städte zum „shooting star“ werden, freut das vor allem die Investoren und Immobilienkäufer – die Preise steigen, Häuser werden zu Wertsteigerungsanlagen und – die Mieten steigen. Und das sorgt dafür, dass vor allem zuerst die kreativen Mieter unter Druck geraten. Passiert ist das jetzt dem markanten Verlag Hentrich & Hentrich. Zum 1. September 2018 hat der auf jüdische Kultur und Zeitgeschichte spezialisierte Hentrich & Hentrich Verlag seinen Hauptsitz von Berlin nach Leipzig verlagert. Ein paar Fragen, die Verlegerin Dr. Nora Pester gleich mal ausführlich beantwortet hat. Weiterlesen

Der legendäre Verlag der legendären Collection of British Authors

Vier Leipziger Forscher entreißen den einst beliebten Tauchnitz-Verlag dem Dunkel der Geschichte

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferLeipzig ist Buchstadt. Straßennamen erzählen bis heute von der großen Geschichte der Verleger und Buchhändler. Auch wenn die Tauchnitzstraße eher an den falschen Tauchnitz erinnert. Auch wenn er trotzdem richtig ist: Karl Tauchnitz war der Onkel des viel berühmteren Bernhard Tauchnitz. Und der Neffe lernte natürlich bei ihm sein Handwerk, das ihn später zum reichsten Verleger der Buchstadt Leipzig machen sollte. Weiterlesen

Überzeugungstäter in Sachen gutes Buch

Jürgen Weiß erzählt nicht nur von der Gründung der EAGLE, sondern auch vom Verlegeranspruch, Qualität zu liefern

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Titel suggeriert natürlich Ganoven, die einfach nicht aufhören können, anderen Menschen Übles zu tun. Oder Machtmenschen, die vor und nach 1990 einfach weiter krumme Touren drehten. Aber eigentlich ist die Titelwahl von Jürgen Weiß positiv gemeint: Als Würdigung für eine Verlegerwelt, die gerade zu verschwinden droht, für Männer, die noch Wert legten auf gut gemachte wissenschaftliche Bücher. Weiterlesen

Ein vorsichtig subversiver Verlag im Grenzland des Möglichen

Die aufregende Geschichte von Reclam Leipzig zwischen Kriegsende und Mauerfall

Foto: Ralf Julke

Der Ch. Links Verlag hat schon mit einigen Veröffentlichungen zu den legendären Verlagen der Buchstadt Leipzig geglänzt. Es ist schlicht folgerichtig, dass auch dieses Buchprojekt bei diesem emsigen Berliner Verlag gelandet ist. In gewisser Weise ist es das auf 540 Seiten gebündelte Ergebnis eines Forschungsprojekts: des Reclam-Projekt der Leipziger Buchwissenschaftler. Weiterlesen

Das mathematische Kapitel in der Geschichte des Teubner Verlages

Das Leben und die Tragik des Verlegers Alfred Ackermann-Teubner

Foto: Ralf Julke

Es ist noch keine große Biografie, eher eine kleine. Gerhard Ackermann und Jürgen Weiß ging es eher um das Jubiläum, das eigentlich keines ist. Eher einer der tragischen Momente in der Geschichte des Teubner Verlags in Leipzig, als Alfred Ackermann-Teubner vor genau 100 Jahren aus dem Verlag ausschied. Womit der Teubner Verlag seine Spitzenposition als Mathematik-Verlag einbüßte. Weiterlesen

Ausstellungseröffnung am 8. September

Gerhard Hopf: Bilder aus einer Buch-Stadt. Leipzig 1971-1991

Foto: Lehmstedt Verlag

Der Fotograf Gerhard Hopf hat mehr als zwanzig Jahre lang die Arbeit der Leipziger Büchermenschen in den Verlagen, Buchhandlungen, Druckereien und Bibliotheken der späten DDR-Zeit verfolgt. Mit seiner Kamera hat er die „Geburt“ der Bücher in den graphischen Betriebsstätten erlebt, die Mühen der Verteilung verfolgt und den „Run“ der Leser auf die heiß begehrten Lesestoffe dokumentiert. Seine legendär gewordenen Fotos aus dem ehemaligen Graphischen Viertel von Leipzig scheinen aus heutiger Sicht wie aus der Zeit gefallen zu sein, und doch schlug hier das Herz der Buchstadt Leipzig. Weiterlesen

Ein unmöglicher Besuch beim berühmtesten Leipziger Weltreisenden

Am Dienstag, 10. Mai, ist Friedrich-Gerstäcker-Day

Foto: Ralf Julke

Diesen Geburtstag nehmen wir vorweg. Damit, wer mag, vielleicht sogar hingehen kann: Salomonstraße 3. Da steht zwar kein Haus, auch kein Denkmal, nicht mal ein geschnitzter Pirat. Aber wo sonst sollte man den 200. Geburtstag eines der berühmtesten Leipziger Schriftsteller feiern? Am 10. Mai wäre Friedrich Gerstäcker 200 Jahre alt geworden. Weiterlesen

Eine Würdigung für einen Leipziger Verleger

Friedrich Arnold Brockhaus, das Lexikon und der clevere Kampf gegen die deutschen Zensoren

Foto: Ralf Julke

Wer in Leipzig ein Lexikon der berühmten Leute zusammenstellen wollte, hätte kein Problem, hunderte Leizigerinnen und Leipziger zu finden, die da hinein gehören. Natürlich gehörten allein dutzende Leipziger Verleger hinein. Dieser hier zum Beispiel, dem Günther Gentsch jetzt ein eigenes Büchlein gewidmet hat: Friedrich Arnold Brockhaus. Weiterlesen

Universitätsbibliothek zeigt mittelalterliche Buchmalerei des 15. Jahrhunderts in Leipziger Handschriften

Die Farbenpracht der Bücher kurz vorm Zeitalter des Buchdrucks in Leipzig

Foto: UB Leipzig

Da bahnt sich etwas an, nämlich noch eine Ausstellung, die den Leipzigern im 1.000. Jahr der Ersterwähnung einen Einblick gibt in ein Stück Stadtgeschichte - in diesem Fall farbenprächtig und ein richtiger Hingucker. Denn die Universitätsbibliothek zeigt ab Freitag ein paar Schätze aus ihrem mittelalterlichen Handschriftenbestand. Weiterlesen

Schließung, Neustart, Lesefutter

In der Karl-Liebknecht-Straße 126 werden wieder Bücher verkauft – sogar signierte

Foto: Buchhandlung Südvorstadt

Um Buchhandlungen muss man kämpfen. Sie sind zu wichtig, um sie einfach verschwinden zu lassen. Im Sommer haben wir an dieser Stelle über das Ende zweier Buchhandlungen auf der Karl-Liebknecht-Straße berichtet. Eine hat am 29. Oktober wieder aufgemacht: unter neuem Namen, mit neuem Mut. Am 2. Juni hatte an der Ecke Karl-Liebknecht-Straße (Richard-Lehmann-Straße) "Kü’s Buchhandlung" geschlossen. Weiterlesen

Der Leipziger Reclam Verlag zwischen 1945 und 2006

HTWK Leipzig und Verein „Literarisches Museum“ zeigen ab 3. November Reclams Ost-Kosmos

Foto: Ralf Julke

Ab dem 3. November wird in der Hochschulbibliothek der HTWK ein Stück Leipziger Verlagsgeschichte gezeigt. Zusammen mit dem gemeinnützigen Verein „Literarisches Museum“ zeigt die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) dort die Ausstellung „Reclams Kosmos. Zeugnisse eines universalen Programms (Zweiter Teil: Zeitraum von 1945 bis 2006 in Leipzig)“. Weiterlesen