Am Dienstag, 10. Mai, ist Friedrich-Gerstäcker-Day

Diesen Geburtstag nehmen wir vorweg. Damit, wer mag, vielleicht sogar hingehen kann: Salomonstraße 3. Da steht zwar kein Haus, auch kein Denkmal, nicht mal ein geschnitzter Pirat. Aber wo sonst sollte man den 200. Geburtstag eines der berühmtesten Leipziger Schriftsteller feiern? Am 10. Mai wäre Friedrich Gerstäcker 200 Jahre alt geworden.
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Das kommt im Leipziger Jubiläumskalender nicht vor. Vielleicht auch, weil kaum eine Stadt so besoffen ist von U und E. Und gefeiert wird immer nur E: die ernsthafte Kunst, das, was in Leipziger Gewandhäusern groß an die Wand gepinselt steht: „Res severa (est) verum gaudium“. Das klingt zwar nach Vergnügen, ist aber keines, denn: „Das wahre Vergnügen (ist) eine ernste Sache.“ So gucken die Leipziger Kulturmacher auch jedes Mal. Und die ausgewählten Jubiläen sehen danach aus.

Natürlich könnten auch die Hamburger diesen Gerstäcker feiern (da wurde er geboren) oder die Braunschweiger (da liegt er begraben). Aber Gerstäcker geht es wie so vielen Autoren: Berühmt wurden sie in Leipzig, weil hier die Verleger saßen, die den richtigen Riecher hatten, ob sie Verkäufliches schrieben.

Der erste hieß Robert Heller, 1814 geboren. In Leipzig hat er Jura studiert und 1838 die belletristische Zeitschrift „Rosen“ gegründet. Dass er – wie Heinrich Laube – zum „Jungen Deutschland“ gezählt wurde, sei hier erwähnt. Leipzig befindet sich nicht nur im „Vormärz“, hier gärt das intellektuelle Leben. Hier sitzen auch ein paar Verleger, die die Untiefen ausloten: Was ist unter der Zensur nach Karlsbad überhaupt noch zu veröffentlichen? Wie weit kann man gehen? Wie viel Freiheitsdrang und liberalen Überschwang lassen die Zensoren durchgehen?

Das war auch Thema beim 1833 erstmals erschienenen „Pfennig-Magazin“, zuerst herausgegeben von Johann Jakob Weber (das war der, der später die „Leipziger Illustrierte Zeitung“ gründete), dann von den beiden Brockhausens übernommen, Heinrich und Friedrich. (Wer da bei Wikipedia Friedrich Arnold Brockhaus geschrieben hat, hat sichtlich geschludert. Oder war es schon der berühmte Computer, der jetzt die Texte erstellt?) Das „Pfennig-Magazin“ war für Gerstäcker deshalb so erwähnenswert, weil er hier seine erste Erzählung loswurde.

Denn eigentlich wollte er ja gar kein Schriftsteller werden. Dass er einer wurde, daran ist Robert Heller schuld. Denn der veröffentlichte in seiner Zeitschrift „Rosen“ Auszüge aus dem Tagebuch, das Gerstäcker aus Amerika an seine Mutter geschickt hatte. 1870 erzählte er dann in der (ebenfalls in Leipzig erscheinenden) „Gartenlaube“, wie verblüfft er war, dass die Leute in Deutschland ihn schon kannten und ihm auch noch seine eigenen Geschichten erzählten.

Dabei war er – nach seiner Ausbildung zum Landwirt – doch 1837 aus purer Neugier auf die Neue Welt in die USA gereist. Nicht als Tourist, sondern richtig. Sechs Jahre lang durchstreifte er das Land von Kanada bis runter nach Texas, lebte als Jäger, Farmer, Koch, Holzfäller, Hotelier – und fuhr auch als Heizer auf den Dampfbooten auf dem Mississippi mit. Und überall sammelte er Wissenswertes, hörte zu, ließ sich Geschichten erzählen, beobachtete Land und Leute. Er betonte 1870 gegenüber  Ernst Keil, dem Herausgeber der „Gartenlaube“ extra, dass er nie ein wissenschaftliches Interesse hatte bei seinen Expeditionen in die Welt. „Es ist mir von verschiedenen Seiten, und oft sehr vornehm, vorgehalten worden, dass ich ein rein praktischer Mensch, wohl aber kein Gelehrter sei; lieber Gott, es muss auch solche Käuze geben, und ich räume das gern ein.“

Man sieht: Das U und E wurde auch diesem Erzähler unter die Nase gehalten, früh schon. Und man kann sicher sein: Dieselben Leute, die an ihm herumgemäkelt haben, haben ihn trotzdem gelesen. Und in langen Winternächten wohl gleich zwei und drei Mal. Man ahnt nicht mal, wie dröge es in deutschen Buchläden aussähe, wenn die E-Menschen mit ihrem grimmigen Ernst bestimmen dürften, was gelesen werden darf und was nicht. Zum Glück sind es die klugen Verleger, die riechen, wann einer was zu erzählen hat. Und dann manchmal ein bisschen drängeln. So wie Robert Heller, der ja aus Gerstäckers Tagebuch wusste, was der Mann in Amerika alles erlebt hatte. Also drängelte er, Gerstäcker möge mehr draus machen. So entstanden die „Streif- und Jagdzüge durch die Vereinigten Staaten von Nordamerika“ 1844. Echte, selbst erlebte Reiseliteratur, aber noch kein Roman. Gerstäcker war sich zwar sicher, dass er genug erlebt hatte, um ein Leben lang davon zehren zu können – aber den Erzähler traute er sich noch nicht zu. Deswegen war das „Pfennig-Magazin“ so wichtig.

Wohnen wie Gerstäcker? Wogetra-Werbe-Paket an der Salomonstraße. Foto: Ralf Julke

Wohnen wie Gerstäcker? Wogetra-Werbe-Paket an der Salomonstraße. Foto: Ralf Julke

Den ersten Roman hatte er dann 1846 fertig. Und damit sind wir endgültig in der Salomonstraße 3, wo man heute nichts sieht, außer einen Parkplatz und einen Karton-Werbestapel der Wogetra. Heinz Knobloch hätte gesagt: „Misstraut den Parkplätzen!“ Hier stand mal ein Haus, das gehörte dem Herrn Müller. 1845 war Friedrich Gerstäcker hier eingezogen. Da war das noch die Friedrichstadt, das jüngste Neubaugebiet der Stadt Leipzig. Zwei Straßen weiter, in der Inselstraße, wohnten von 1840 bis 1845 die Schumanns, Clara und Robert, und erlebten – frisch verheiratet – ihre schönste Zeit.

Und ganz ähnlich ging es Friedrich, der am 11. Februar 1845 Anna Aurora Sauer geheiratet hat, Tochter eines Kunstmalers aus Dresden. Aber Gerstäcker wollte lieber in Leipzig wohnen. Hier fand er auch Gleichgesinnte wie den selbstbewussten Robert Blum und den fast gleichaltrigen Schriftsteller Gustav Freytag, später sollte er hier auch noch Alfred Brehm kennenlernen, genau den Brehm, den Thierleben-Brehm. Mit dem würde er 1862 nach Ägypten fahren. Da hatte er zwischendurch noch eine ganz andere Weltreise hingelegt – diesmal von reichen Gönnern mitfinanziert: 1849 bis 1852 reiste er nach Südamerika, Kalifornien, in die Südsee und nach Australien.

Dass er so bald wieder auf große Reise ging, hat mit dem Jahr 1848 zu tun: Dieses turbulente Revolutionsjahr hat Gerstäcker schlicht fast unfähig gemacht, zu schreiben. Dabei hatte er noch vor der Revolution seine ersten beiden Romane veröffentlicht. Alle beide auf diesem Parkplatz an der Salomonstraße entstanden. Zumindest in dem Haus, das damals dort stand. 1846 waren „Die Regulatoren von Arkansas“ erschienen, ein Buch, mit dem Gerstäcker später nicht mehr ganz so zufrieden war. Andere waren es schon: nämlich die Einwohner von Arkansas. Sie haben Gerstäcker 1957 zum Ehrenbürger ernannt. Und Bill Clinton (so einen Leser möchte man gern mal haben) verfügte als Gouverneur von Arkansas 1986, den 10. Mai zum „Friedrich Gerstäcker Day“ zu machen.

Auf die Idee wäre in Leipzig nie einer gekommen.

Auch das hat mit dem U und dem E zu tun.

Denn wenn schon die Zeitgenossen anfangen, einen Autor unter „Trivialliteratur“ einzuordnen, dann überlesen sie das, was die Leute in Arkansas als realistische Darstellung ihrer Wirklichkeit wiederfanden. Denn Gerstäckers Romane leben von der „wirklichkeitsverhafteten“ Schilderung der Menschen und Landschaften, die in seinen Büchern auftauchen. Möglich, dass er sich da bei Charles Sealsfield ein Vorbild genommen hatte. Der Mann war 15 Jahre vor Gerstäcker in Amerika gewesen. Wer Gerstäckers Bücher liest, findet aber auch Anklänge an James Fenimore Cooper. Und die weitere Geschichte kennt zumindest jeder Karl-May-Leser, denn May hat sich gern bei Gerstäcker bedient. Hannes Hegen später übrigens auch. Mark Twain dafür nicht, auch wenn der Leser der 1848 erschienenen „Flusspiraten des Mississippi“ merkt, dass beide in derselben Landschaft unterwegs waren – Twain halt nur 20 Jahre später und in etwas sichereren Zeiten. Denn zu Gerstäckers Zeiten war auch am Mississippi noch Wildwest. Nicht alles, was in den „Flusspiraten“ steht, hat er erfunden.

Sowohl die „Regulatoren“ als auch die „Flusspiraten“ hat Friedrich Gerstäcker in der Salomonstraße 3 geschrieben. Die „Flusspiraten“ erschienen mitten im Revolutionsjahr 1848. Welch eine Wirkung sie bei den Lesern auslösten, das merkte der Weltreisende erst 1852 nach seiner Rückkehr so richtig: „Im Jahre 1852 kehrte ich nach Deutschland zurück und fand nicht allein die Meinen wieder, sondern auch die Verlagsbuchhändler (eine sehr wichtige Menschenklasse für einen jungen Schriftsteller) viel freundlicher, als sie sich mir je gezeigt.“

Deswegen muss auch noch der Verlagsbuchhändler genannt werden, der Gerstäckers Romane verlegt hat: Otto Wigand. Das ist der Mann, der auch Feuerbach, Max Stirner und Friedrich Engels verlegt hat. Und den ersten Band von „Das Kapital“ von Karl Marx. Alles in Leipzig. Von 1852 bis 1854 lebte Gerstäcker noch zwei Jahre mit seiner kleinen Familie in Plagwitz, bevor er seinen Wohnsitz in die Nähe von Coburg verlegte.

Aber man sieht es ja an Karl May, welche Wirkung gerade seine Amerika-Romane schon zu seiner Zeit ausübten. Bis heute werden gerade seine beiden ersten – in Leipzig entstandenen – Romane immer wieder aufgelegt. Und verraten, wie er zum Abenteurer wurde, hat er auch: Ein gewisser Robinson Crusoe habe ihn angestiftet, schrieb er an Ernst Keil. Da lege mal einer seinen Kindern den „Robinson Crusoe“ auf den Tisch zum Lesen. Nicht auszudenken.

 

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