Friedrich Arnold Brockhaus, das Lexikon und der clevere Kampf gegen die deutschen Zensoren

Wer in Leipzig ein Lexikon der berühmten Leute zusammenstellen wollte, hätte kein Problem, hunderte Leizigerinnen und Leipziger zu finden, die da hinein gehören. Natürlich gehörten allein dutzende Leipziger Verleger hinein. Dieser hier zum Beispiel, dem Günther Gentsch jetzt ein eigenes Büchlein gewidmet hat: Friedrich Arnold Brockhaus.

Er würde sogar hineingehören, wenn es eine Extra-Rubrik Workoholics gäbe. Denn als er 1810 seinen Geschäftssitz von Amsterdam ins Leizig-nahe Altenburg verlegte, da tat er das nicht nur, weil Leipzig nun einmal die Nr. 1 unter den deutschen Buchhandelsplätzen war, sondern auch, weil er sich hier als Unternehmer am richtigen Ort sah. Hier wurde so ein Bursche, der gegen alle Winde segelte und auch nach heftigen Niederlagen wieder aufstand und weiterkämpfte, augenscheinlich respektiert. Das merkte dieser Friedrich Arnold schon, den sein Vater mehrfach zur Raison zu bringen versuchte. In Dortmund, wo er aufwuchs, nahm man die neue Zeit noch ein bisschen enger – auch was die Partnerwahl der jungen Leute betraf, ihre Freiheit in der Berufswahl erst recht. Der Bursche kauft aus heiterem Himmel einen antiquarischen Band Voltaire? Der Vater wird nicht wieder.

Man bekommt so eine Ahnung, warum aus diesem Friedrich Arnold, der eigentlich eher ins Händlergewerbe des Vaters einsteigen sollte, spätestens in Amsterdam ein kleiner Rebell wurde. Einer, der die Verheißungen der Französischen Revolution ernst nahm. Denn die hatte ja nicht nur blutig Köpfe abgehackt, die hatte auch ein paar Menschen- und Freiheitsrechte definiert (nicht bloß eine leere, plakative Freiheit, wie heute einige Witzbolde gern behaupten). Und eines dieser Freiheitsrechte, um das schon die Aufklärer (eben auch dieser Voltaire) mit scharfer Feder gerungen haben, war die Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und Freiheit von Zensur.

Und in Amsterdam, das eben noch zur Batavischen Republik gehört hatte und das dann einen Bonaparte als König verpasst bekam, nahm der junge Wollhändler Friedrich Arnold Brockhaus die Botschaft ernst, gründete nicht nur einen Buchladen, sondern auch einen Verlag, in dem er gleich mehrere Zeitschriften herausgab – nur um baldigst zu erleben, dass das große Imperium Napoleons noch viel eifriger mit der Zensur war als einst die französischen Könige. Möglich, dass hier die Napoleonbegeisterung des jungen Woll- und Buchhändlers ihren ersten Dämpfer erhielt, auch wenn es vor allem der niedergehende Handel war, der seine Unternehmerpläne hier zunichte machte. Vor allem die von Napoleon verhängte Seeblockade gegen England machte dem Amsterdamer Handel den Garaus und brachte Friedrich Arnold endgültig auf die Spur, auf der er berühmt wurde. 1808 erwarb er auf der Leipziger Messe – quasi als Schnäppchen – ein seit 1796 erscheinendes Conversations-Lexikon. Mit Büchern kannte sich Brockhaus aus, er roch regelrecht, was die Käufer interessieren würde.

Er war einer dieser hellwachen Männer eines Landes, das reif war für die bürgerliche Entwicklung, Politik endlich Sache aller Bürger sein würde und Bücher und Magazine eine mediale Öffentlichkeit herstellen würden. Und nachdem er von Napoleon enttäuscht war, setzte er alle Hoffnungen auf Metternich und die alliierten Sieger von 1813. Mit seinen „Deutschen Blättern“, die er gleich ab 1813 herausgab, traf er den Ton der Zeit – ganz ähnlich wie wenig später mit der „Urania“. Aber wahrscheinlich konnte er sich trotzdem nicht vorstellen, mit welch verkniffenem Argwohn die Vertreter des Alten auf solche freiheitlichen Regungen schauten. Und als dann 1819 die Karlsbader Beschlüsse kamen und über sämtliche deutschen Territorien eine Zensur verhängten, wurde der verkniffene Geist der alten Feudalmächte für Brockhaus zur geschäftlichen Gefahr.

Dass auch ein Geheimrat Goethe ein Verbot gegen Brockhaus forderte, gehört zu den hochpeinlichen Vorkommnissen im Leben des Weimarer Ministers. Aber da gehörte Goethe wohl in denselben Sack wie der weiland noch gefeierte preußische Fürst Hardenberg. Man hatte eifrig geholfen, den alten Fürsten ihre Ländereien zu retten – jetzt saßen sie wieder am längeren Hebel und die einstigen Reformer passten sich an, duckten sich weg und verwandelten sich in eiskalte Bürokraten.

Was diesen Brockhaus, der 1817 dann endgültig nach Leipzig übersiedelte, nicht davon abhielt, um seine Publikationen zu kämpfen und auch den etwas mutigeren Autoren im Flickenteppichreich eine Veröffentlichungsmöglichkeit zu geben. Aber mit einem anderen Leipziger Schnäppchen setzte er noch eins drauf: den Memoiren Casanovas, die er erst einmal probeweise und in Auswahl am Publikum testete, bevor er sich zu einer zwölfbändigen Ausgabe entschloss. Mit den bekannten Folgen.

Aber auch der frühe Kampf ums Urheberrecht ist mit seinem Namen verbunden, genauso wie die Idee eines etablierten Buchhändlerverbandes. Gearbeitet haben muss dieser Bursche rund um die Uhr. 1822 merkte das der gerade einmal 50-Jährige dann auch körperlich, nahm sich eine Auszeit und brach prompt zusammen. Da ritten die Boten schon Richtung Wien, um den Tod des ungeliebten und viel zu cleveren Verlegers zu verkünden. Aber das war’s noch nicht. Ein Jahr war ihm noch vergönnt, in dem er das einst sechsbändig eingekaufte Conversations-Lexikon noch auf zehn Bände hochpuschte. Es war der größte Geldbringer für den Verlag und blieb 200 Jahre lang der Maßstab für Lexika in Deutschland. Bis die Marke dann 2014 vom Bertelsmann Konzern eingestellt wurde.

Aber da war der Brockhaus Verlag schon seit sechs Jahren aus Leipzig verschwunden.

Günther Gentsch schildert das kurze, „erstaunliche“ Leben von Friedrich Arnold Brockhaus im Grunde in einem sehr flotten Durchlauf. Wo Tempo war, muss mit Tempo erzählt werden. Geschäftspartner tauchen auf, Ärgernisse mit Schulden und Gerichten, wagemutige Ausflüge mit gefälschtem Pass und geschäftlichem Erfolg, flotte Entscheidungen und mutige Veröffentlichungen, aber auch die zum Teil tragischen Schicksale seiner Lebensgefährtinnen. Alles reich bebildert, eine Würdigung für einen Mann, der nicht wartete, bis er von Irgendjemandem grünes Licht für seine Projekte bekam, sondern einfach loslegte mit vollem Risiko. Und mit der vollsten Überzeugung, dass Pressefreiheit die Grundlage für jeden Fortschritt ist. Es ist schon erstaunlich, wie modern das klingt und wie sehr die heutigen Machtverwalter in vielem den alten aus der Metternichzeit ähneln.

Augenscheinlich leben wir noch immer in derselben Zeitepoche, die 1789 begann. Und eine Menge Leute wollen, wie es aussieht, wieder zurück in eine Zeit, in der man brav und untertänig war. Das Motto kann eigentlich nur lauten: Wir brauchen weniger Untertanen, aber viel mehr Brockhause. Die Sache ist noch lange nicht entschieden.

Günther Gentsch Vom Wollhandelskontor zur Verlagsresidenz, Passage-Verlag, Leipzig 2015, 11,95 Euro.

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