Artikel zum Schlagwort Biografie

Auf den Spuren der berühmtesten Bibel-Gestalt

Wer war dieser Jesus aus Nazareth in Galiläa wirklich?

Foto: Ralf Julke

Für Freikäufer31 Titel umfasst die Reihe „Biblische Gestalten“ aus der Evangelischen Verlagsanstalt mittlerweile. Jeder Titel ist der Versuch, der historischen Kontur der Gestalt möglichst nahezukommen. Was ist Mythos? Was könnte wirklich passiert sein? Und das ist bei keiner anderen Person noch immer so aktuell wie bei Jesus, dem Prediger aus Galiläa, der mit Nachnamen nicht Christus hieß. Auch wenn das viele glauben. Weiterlesen

Mal in die Rolle der Lutherin schlüpfen

Christiane Dalichow erzählt die Lebensgeschichte der Katharina Luther

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWenn Autorinnen und Autoren in die Rollen berühmter historischer Persönlichkeiten schlüpfen, dann ist das immer auch ein Versuch des Unmöglichen. Selbst dann, wenn das Leben der Person so gut erforscht ist wie das der Katharina von Bora, die 1525 den berühmten Martin Luther heiratete. Gleich in der Einleitung stellt es Christiane Dalichow ja bedauernd fest: Ihre Briefe an Martin sind nicht überliefert. Weiterlesen

Der Mann, der Martin Luther ist

Bernhard Naumann erzählt seine Variante von Luthers Leben auf Erden

Foto: Ralf Julke

Für Freikäufer Vielleicht sollte man Martin Luther tatsächlich in seiner Zeit lassen. Was gar nicht so einfach ist. Wenn Menschen Geschichte formulieren, neigen sie dazu, deren Akteure aufzublasen zu einer Größe, die sie nicht hatten. Sie verwechseln die Wirkung mit der Person. Fast beiläufig erzählt es Bernhard Naumann mit, wenn er in die Rolle von Martin Luther schlüpft. Weiterlesen

Die Schicksale dreier jüdischer Familien aus Schleußig

Eine reich illustrierte Spurensuche in der Leipziger Wirtschaftsgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts

Foto: Ralf Julke

Noch ist das große Buch über die jüdische Kultur in Leipzig bis 1933 nicht geschrieben. Mit Bernd-Lutz Langes Büchern ist das Thema vor Jahren ja überhaupt erst einmal wieder öffentlich geworden. Und seitdem ist Vieles emsige Nachhol-Arbeit. Denn aus dem Leipziger Stadtbild sind die einstigen jüdischen Nachbarn fast völlig verschwunden. Jane Wegewitz und Tom Pürschel waren in Schleußig auf Spurensuche. Weiterlesen

Es ist nicht schlimm, ein Mensch zu sein

Die stoffreiche Biografie des lange unterschätzten Hans Fallada

Foto: Ralf Julke

In Leipzig hat Peter Walther seine Fallada-Biographie schon am 15. Juni vorgestellt. Nicht in der Falladastraße, die es tatsächlich gibt, aber etwas weit ab vom Schuss: in Möckern. Dafür im Haus des Buches. Noch besser wäre ein schöner nobler Saal im Bundesverwaltungsgericht gewesen, denn der Vater des später so berühmten Schriftstellers war Richter am damaligen Reichsgericht. Weiterlesen

Ein Manifest für eine bessere USA

Bernie Sanders’ Programm für eine gerechtere und menschlichere Gesellschaft

Foto: Ralf Julke

Das mit der Revolution hat Bernie Sanders selbst in den Titel gesetzt. Oder sein Verlag, Thomas Dunne Books, wo dieses dicke Buch schon kurz nach Sanders’ Beendigung seines Wahlkampfs 2016 erschien. Auch wenn es nur die Kandidatenkür der Demokraten war – sogar deutsche Medien barmten ja herum, dass die so lange dauerte und Sanders nicht einfach aufgab. Deutschland hat längst ganz ähnliche Medienprobleme wie die USA. Weiterlesen

Ein passionierter Lehrer erzählt, wie eine Passion dem Leben erst Sinn gibt

Arne Ulbricht macht Maupassants frühe Jahre zu einem mitreißenden Roman

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An Arne Ulbricht ist – zum Glück – kein Lehrer verloren gegangen. Auch wenn der Teilzeitlehrer aus Wuppertal heute wie aus der Zeit gefallen wirkt. Denn dass Lehrer aus dem deutschen Schulwesen „nebenbei“ auch noch schreiben und forschen, das war mal das Ideal im vorvorletzten Jahrhundert. Die heutigen „Bildungsreformer“ ahnen nicht mal, was sie schon alles kaputtgemacht haben. Aber was hat das mit Guy de Maupassant zu tun? Weiterlesen

Wie politische Gewalt im Osten funktionierte

32 beeindruckende Schicksale von Menschen, die das Strafsystem in SBZ und DDR überlebten

Foto: Ralf Julke

Es ist ein dickes Buch geworden. Ungewöhnlich auch für die Reihe, die der Sächsische Beauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgibt. Eigentlich, so schreibt Lutz Rathenow, der Beauftragte, in seinem Vorwort, sollte so ein Buch in die Hosentasche passen, leicht sein und gut geeignet auch als Buch im Schulunterricht. Denn daran, wie Menschen litten, lernt man das Wesen von Diktaturen kennen. Weiterlesen

Erinnerung an ein viel zu früh verstorbenes Genie

Bernhard Riemanns Habilitationsvortrag und die Mannigfaltigkeit im kleinsten Zahlenraum

Foto: Ralf Julke

Für Mathematik braucht man ein spezielles Köpfchen. Es hilft alles nichts. Es braucht die Fähigkeit, hochgradig abstrakt denken zu können. Das ist nicht Jedem gegeben. Und die Menschen, deren Phantasie tatsächlich so speziell war, dass sie unsere Vorstellung der Welt mit Mathematik veränderten, die waren eh seltene Exemplare. So wie der früh verstorbene Bernhard Riemann. Weiterlesen

Als das Wetter auf einmal europäisch wurde

Eine kleine Biographie über den Erfinder der Wetterkarte

Foto: Ralf Julke

Wer den Brandesweg in Leipzig sucht, muss bis nach Lausen raus fahren. Möglichst bei gutem Wetter, Sonnenschein und so. Der See ist ja nicht weit. Und mit dem Burschen namens Brandes gibt es etwas zu feiern. Aber wer das war, das steht nicht am Wegesschild. Aber in diesem Buch steht es. Und wer die abendliche Wetterschau anschaltet, der hat Brandes' Erfindung vor Augen: Der Mann hat die Wetterkarte erfunden. Weiterlesen

Zwölf kleine, aber pointierte Porträts mutiger Frauen

Ohne Frauen ist auch die Luthersche Reformation nicht denkbar

Foto: Ralf Julke

„Wie weiblich ist die Reformation?“, fragt Caroline Vongries im Vorwort. Sie ist nicht die Erste, die sich diese Frage stellte. Und dann zwölf knappe und aussagekräftige Porträts von Frauen schrieb, die in der Reformationsgeschichte namhaft und nachweisbar sind. Und es sind nicht alle, betont sie selbst im Vorwort. Und macht damit etwas noch immer Überraschendes klar. Weiterlesen

Würdigung für einen der berühmtesten Teubner-Autoren

Eine kleine biografische Skizze zum echten Kohlrausch hinter dem „Kohlrausch“

Foto: Ralf Julke

Der Schmerz sitzt tief. Und manchmal hat man den Eindruck, dass der Abschied vom 1999 in Leipzig geschlossenen Teubner Verlages noch lange dauern wird. Denn damit verschwand der berühmteste Leipziger Wissenschaftsverlag aus der Stadt. Ein Verlag, für den „der Grimsehl“ genauso stand wie „der Kohlrausch“. Physiker wissen sofort, was das war. Weiterlesen

Plauen, Leipzig, Berlin und das tragische Ende in den Mühlen des NS

Zum ersten Mal würdigt eine opulente Werkausgabe den Künstler Erich Ohser, den fast jeder als e. o. plauen kennt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNein, ein runder Geburtstag ist nicht der Grund für dieses dicke Buch, das sich nicht nur Freunde der „Vater und Sohn“-Geschichten mit Freude ins Regal stellen werden. Manche werden durch das Buch erstmals erfahren, dass hinter dem Pseudonym e. o. plauen ein Mann namens Erich Ohser steckt. Und dessen Karriere begann – natürlich, wo sonst? – in Leipzig. In einer Zeit, als hier noch Karrieren starteten. Weiterlesen

Wie ein erstaunliches Familienfundstück lebendig wird

Marlies Sonnemann rekonstruiert das erstaunliche Leben des Porzellanmalers und Wattefabrikanten Heinrich Theodor Hoffmann

Foto: Ralf Julke

Eigentlich glaubt man diese Welt zu kennen: das mittlere Europa im Vormärz, die beginnende Zeit der Eisenbahn, das blumige Biedermeier. Wir kennen die Schriftsteller aus dieser Zeit und die wichtigsten politischen Akteure. Aber über das Leben der wirklich einfachen Leute wissen wir wenig. Sie schreiben keine Romane, Tagebuch schon gar nicht. Der Lebensbericht eines Porzellanmalers wird zur faszinierenden Fundgrube. Weiterlesen

Ortserkundung auf literarischen Spuren

Aus dem Spaziergang auf den Spuren von Fritz Rudolf Fries ist ein Büchlein geworden

Foto: Ralf Julke

Am Montag, 23. Januar, feiert die Buchhandlung SeitenBlick am Lindenauer Markt ein bisschen. Nicht nur den Deutschen Buchhandlungspreis, den die kleine Buchhandlung im vergangenen Jahr zugesprochen bekam, sondern auch eine kleine Publikation, die einen Schriftsteller würdigt, der in Lindenau und Leutzsch fast 20 Jahre zu Hause war: Fritz Rudolf Fries. Weiterlesen

Das mathematische Kapitel in der Geschichte des Teubner Verlages

Das Leben und die Tragik des Verlegers Alfred Ackermann-Teubner

Foto: Ralf Julke

Es ist noch keine große Biografie, eher eine kleine. Gerhard Ackermann und Jürgen Weiß ging es eher um das Jubiläum, das eigentlich keines ist. Eher einer der tragischen Momente in der Geschichte des Teubner Verlags in Leipzig, als Alfred Ackermann-Teubner vor genau 100 Jahren aus dem Verlag ausschied. Womit der Teubner Verlag seine Spitzenposition als Mathematik-Verlag einbüßte. Weiterlesen

Tierleben-Erzähler, Zoodirektor, Tierbeobachter

Eine Biografie, die vor allem die Strapazen der Reisen des Forschers Alfred Brehm beschreibt

Foto: Ralf Julke

Eigentlich war 2016 kein Alfred-Brehm-Jahr. Aber es erschienen dennoch zwei Alfred-Brehm-Bücher in Leipzig. In Zeit- und Selbstzeugnissen rekonstruierte Hans-Dietrich Haemmerlein das Leben des berühmten Tierforschers für den Sax Verlag. Die Edition am Gutenbergplatz hat jetzt einen Titel in ihr Programm aufgenommen, der 1984 erstmals im Leipziger Brockhaus-Verlag erschienen war. Weiterlesen

Verheizt in einem Krieg der Skrupellosen

Alte Feldpostbriefe lassen die Tragik des jungen Seiffeners Gottfried Storch lebendig werden

Foto: Ralf Julke

Wahrscheinlich sind es wirklich erst die Enkel, die die Dramen ihrer Großvätergeneration wirklich aufarbeiten. Die Kinder prallten noch ab an der Mauer des Schweigens ihrer Eltern, die an ihre Jugend in der Nazizeit nicht erinnert werden wollten. Doch den Enkeln bleibt meist nur der graue Karton mit den alten Feldpostbriefen. Was drinsteht, ist auch aus 70 Jahren Entfernung noch erschütternd. Weiterlesen

Eine Leipzigerin, die es erst einmal zu entdecken gilt

Das grandiose und niederlagenreiche Leben der Sängerin Inge Brandenburg + Video

Foto: Ralf Julke

Inge Brandenburg? Jazz-Freunden wird der Name etwas sagen. Jüngeren Generationen sagt er eher nichts. Und dabei war sie einmal Europas Jazzsängerin Nr. 1. Ein Ausnahmetalent, das 1999 vereinsamt, verarmt, fast vergessen in München starb. Und so nebenbei auch noch ein echtes Leipziger Kind. Marc Boettcher hat das Schicksal der zu Unrecht Vergessenen aus dem Dunkel geholt. Weiterlesen

Musik für die Himmelsburg

Das Buch, mit dem John Eliot Gardiner Leipzigs berühmtesten Komponisten endlich vom falschen Sockel holt

Foto: Ralf Julke

Wer, wenn nicht John Eliot Gardiner hätte so ein Buch über Johann Sebastian Bach schreiben können? Der ambitionierteste Dirigent der Gegenwart, der sich seit einem halben Jahrhundert mit der Musik des Barock beschäftigt. Da kommt man an Bach nicht vorbei. Erst recht nicht, wenn man so ein Wagnis eingeht wie Gardiner und seine Musiker, als sie 2000 eine regelrechte Bach-Odyssee durch Europa starteten. Weiterlesen