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Biografie

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Elena Makarova: Friedl. Foto: Ralf Julke

Friedl: Der einfühlsame Lebensroman der Friedl Dicker

Zensur hat viele Erscheinungsformen. Und manchmal scheinen die Leute, die so agieren, nicht einmal zu begreifen, dass sie es tun. So wie der amerikanische Verlag, der Elena Makarovas Buch über Friedl Dicker einfach nur deshalb ablehnte, weil er nicht in das Schema der dort produzierten Biografien passte: „Du bist nicht Nabokov, deine Literatur braucht hier […]

Sergii Rudenko: Selenskyj. Foto: Ralf Julke

Selenskyj: Die Biografie eines ukrainischen Präsidenten, die nach dem 24. Februar gründlich überarbeitet werden musste

Dieses Buch hat eine Geschichte. Und der Autor – der ukrainische Journalist Sergii Rudenko – hätte bei dessen Erstveröffentlichung 2021 ganz bestimmt nicht gedacht, dass er es noch einmal gründlich umarbeiten würde und einen völlig anderen Wolodymyr Selenskyj zeichnen würde, als er in der Erstveröffentlichung unter dem Titel „Selenskyj ohne Make-up“ zu erleben war. Der […]

Lauren Leiderman: Das Poesiealbum von Eva Goldberg. Foto: Ralf Julke

Das Poesiealbum von Eva Goldberg: Die frappierende Reise eines kleinen Mädchens aus Görlitz

Gibt es überhaupt noch Poesiealben? Oder sind sie mit Aufkommen des Internets ausgestorben? Wie so vieles aus dem Zeitalter des Papiers, das eben nicht nur geduldig ist, sondern auch haltbar. Künftigen Generationen wird vieles fehlen, auch die Überraschung im Nachlass der Großeltern. Und was so simpel scheint wie Großmutters Poesiealbum, wird, wenn man es auf […]

Manfred J. Hofmann: Georg Christoph Biller. Foto: Ralf Julke

Zu Füßen Bachs: Eine Lebensreise mit Georg Christoph Biller in Erinnerungen und Anekdoten

2017 veröffentlichte Georg Christoph Biller selbst noch seine „Erinnerungen eines Thomaskantors“ unter dem Titel „Die Jungs vom hohen C“. Da war er schon seit zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Thomaskantors zurückgetreten. Das Buch aber erzählt von seiner Freude an guten Geschichten und Anekdoten. Und natürlich an der musica sacra. Aber ist eigentlich […]

Traudel Thalheim: 421 Schritte von mir zu dir. Foto: Ralf Julke

421 Schritte von dir zu mir: Traudel Thalheim erzählt über ihre Zeit mit Werner Heiduczek

Nicht unterkriegen lassen. Das könnte ein gutes Lebensmotto sein. Auch in hohem Alter noch, wenn andere Leute in ihren Erinnerungen verschwinden und mit dem Leben da draußen nichts mehr zu tun haben wollen. Ein Motto, das sowohl auf den Schriftsteller Werner Heiduczek zutrifft als auch auf seine späte Lebensgefährtin Traudel Thalheim. Letztere kennen viele Leipziger […]

Volker Reinhardt: Voltaire. Foto: Ralf Julke

Voltaire: Die Biografie eines unbeirrten Aufklärers, der heute noch genauso aktuell ist wie zu Lebzeiten

Geht es in diesem Buch tatsächlich um Freiheit? Jedenfalls nicht um die Freiheit, die heute auf den Straßen herumgetragen wird wie ein Popanz. Denn die hätte Voltaire nicht unter Freiheit in sein Philosophisches Wörterbuch eingetragen, sondern eher unter Aberglauben und Egoismus. Denn die Grundbedingung menschlicher Freiheit war gerade für diesen Voltaire immer die Vernunft. Wer sich seiner Vernunft nicht zu bedienen weiß, ist nicht frei. Logisch, dass sich dieser Mann jede Menge Feinde machte. Und einige seiner Bücher noch heute Bestseller sind.

Christfried Böttrich: Petrus. Foto: Ralf Julke

Petrus: Die Geschichte des Apostels, der ganz bestimmt kein Funktionär war

Wahrscheinlich ging es 2001 vor allem um die schöne Alliteration, als das von Christfried Böttrich geschriebene „Petrus“-Buch in der Reihe Biblische Gestalten den Untertitel „Fischer, Fels und Funktionär“ bekam. Tatsächlich ist aber die Geschichte Simons, der von Jesus den Namen Petrus verpasst bekam, alles andere als die Geschichte eines Funktionärs. Dass sich Böttrichs Rekonstruktion genau um diese Frage dreht, wird spätestens klar, wenn es um den Stuhl Petri geht.

Oliver Teutsch: Die Akte Klabautermann. Foto: Ralf Julke

Die Akte Klabautermann: Die Geschichte eines beinahe nicht geschriebenen Welt-Bestsellers

Schreiben kann man nur aus Betroffenheit. So falsch war der Riecher von Johannes R. Becher nicht, als er 1946 im kriegszerstörten Berlin ausgerechnet Hans Fallada die Gestapo-Akte zu Elisa und Otto Hampel in die Hand drückte, um aus dem Leben und dem Sterben dieser beiden den ersten großen deutschen Nachkriegsroman zu machen. Ein Roman, der nach dem frühen Tod von Hans Fallada zwar zum Bestseller wurde, seinen tatsächlichen Siegeszug um die Welt aber erst 2009 antrat.

Andreas Käppler: Paul Müller-Kämpff. Foto: Ralf Julke

Paul Müller-Kämpff: Ein dickes Bilderbuch, das einlädt, den fast vergessenen Landschaftsmaler zu entdecken

Wenn Kunstgeschichte erst einmal kanonisiert ist, scheint sie regelrecht zu schrumpfen auf ein paar immer wieder genannte Namen, die Ausstellung immer der gleichen Großmeister und eine Geradlinigkeit, die hübsch brav den Klassifizierungen der Experten folgt. Als hätte es rechts und links davon nichts weiter gegeben. Und so wird auch der Name Paul Müller-Kämpff vielen erst einmal gar nichts sagen. Es sei denn, man war gerade auf Ahrenshoop.

Salli Sallmann (Hrsg.): Als ich wie ein Vogel war. Gerulf Pannach: Die Texte. Foto: Ralf Julke

Als ich wie ein Vogel war: Die Liedtexte Gerulf Pannachs in neuer und erweiterter Ausgabe

Mancher hat ihn erst nach 1990 erlebt, als er wieder mit Renft auf Tour ging. Und so bringt man Gerulf Pannach (1948-1998) auch nur zu gern mit Renft in Verbindung. Und das auch über die Texte einiger Lieder, die Renft im Repertoire hatte. Dabei hat sich der größte Teil von Gerulf Pannachs Musikerleben im Westen abgespielt, nachdem er 1977 aus der Haft entlassen und gemeinsam mit Christian „Kuno“ Kunert nach Westberlin ausgebürgert worden war.

Rainald Grebe: Rheinland Grapefruit. Mein Leben. Foto: Ralf Julke

Rheinland Grapefruit. Mein Leben: Rainald Grebes Ausflug in das eigene, so herrlich fragmentarische Leben

Was macht man eigentlich, wenn einen das Leben so richtig von der Bühne kegelt? So, wie es dem Liedermacher, Kabarettisten und Autor Rainald Grebe 2017 geschah, als ein Schlaganfall seine Bühnenauftritte für Monate unterbrach? Und so richtig besser geworden ist es ja auch 2021 nicht. Schreibt man also mit 50 schon seine Memoiren? Ein paar Verlage waren durchaus daran interessiert, dass der Tausendsassa die erzwungene Auszeit nutzte, um für sie seine Autobiografie zu schreiben.

Nico Mateew: 10 Tage im Herzen der Ferne. Foto: Ralf Julke

10 Tage im Herzen der Ferne: Wie Nico Mateew in Albanien den Mut fand, die Tretmühle der Karrieregesellschaft zu verlassen

Nico Mateews Buch ist eine einzige Liebeserklärung – einerseits an das völlig unterschätzte Land Albanien, und zum anderen an ein Leben, von dem die gehetzten Bewohner des deutschen Wohlstands fast nur noch träumen. Wenn überhaupt noch. Das Paradies liegt hinter uns und ganz bestimmt nicht in den Wohlstandsversprechen einer Gesellschaft, die ihre Mitglieder zu Ratten im Laufrad gemacht hat.

Michael Maul: Bach. Eine Bildbiografie. Foto: Ralf Julke

Bach. Eine Bildbiografie: Michael Maul erzählt das Leben des Thomaskantors in 141 Bildern und Geschichten

Dieses Buch war eigentlich schon eine ganze Ecke früher geplant – nämlich zum Bachfest 2020, als Leipzig unter dem Motto „BACH – we are family!“ zum Treffpunkt für Bachfreunde und Chöre aus aller Welt werden sollte. Und dann musste das Bachfest wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die große Bach-Community hätte sich über eine zweisprachige Biografie auf neuestem Forschungsstand natürlich riesig gefreut.

Caroline Vongries: Napoleon und die Frauen. Foto: Ralf Julke

Napoleon und die Frauen: Die immense Rolle starker Frauen in der Geschichte des Kaisers der Franzosen

Eigentlich war ja 2021 auch so eine Art Gedächtnisjahr: Vor 200 Jahren starb der verbannte Napoleon Bonaparte auf St. Helena, gerade einmal 51 Jahre alt, an Magenkrebs wie sein Vater. Knapp 20 Jahre lang hatte er Europa regelrecht auf den Kopf gestellt. Hoffnungsträger und Tyrann, Modernisierer und Usurpator. Als „Mann mit vielen Gesichtern“ schildert ihn Caroline Vongries in diesem Buch, bevor sie sich den Frauen widmet, die in seinem Leben eine Rolle spielten.

Petra Kipphoff: Max Beckmann. Der Maler als Schreiber. Foto: Ralf Julke

Max Beckmann: Eine feinfühlige Annäherung an den schreibenden Maler

Das Besondere an dem 1884 in Leipzig geborenen Maler Max Beckmann ist, dass er kaum wie ein anderer Künstler über sein Werk reflektiert hat und neben seinem künstlerischen Werk auch eine Menge Tagebücher, Briefe und öffentliche Statements verfasst hat. Kein Wunder, dass sich Petra Kipphoff angeregt sah, sich diesem Wort-Werk des Künstlers zu nähern, essayistisch, tastend. Denn: Kann man Künstlern überhaupt ein einziges Wort glauben?

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