Die aufregende Geschichte von Reclam Leipzig zwischen Kriegsende und Mauerfall

Der Ch. Links Verlag hat schon mit einigen Veröffentlichungen zu den legendären Verlagen der Buchstadt Leipzig geglänzt. Es ist schlicht folgerichtig, dass auch dieses Buchprojekt bei diesem emsigen Berliner Verlag gelandet ist. In gewisser Weise ist es das auf 540 Seiten gebündelte Ergebnis eines Forschungsprojekts: des Reclam-Projekt der Leipziger Buchwissenschaftler.

Das wurde im fernen Jahr 2008 gestartet. Da kehrte das Archiv des Leipziger Reclam Verlages noch einmal aus Stuttgart nach Leipzig zurück, nachdem die Leipziger Filiale des berühmten Verlages 2006 geschlossen worden war. Zu Forschungszwecken. Und wer könnte besser so einen Bestand erforschen als richtige Buchwissenschaftler? Die lokale Komponente kommt noch hinzu. Denn Reclam war in Leipzig auch in jener Zeit eine Instanz, als es zwei Verlage dieses Namens gab. Aus Stuttgarter Sicht immer eine unliebsame Konkurrenz, eine nicht gewollte Situation, nachdem der Leipziger Verlag ab 1945 zusehends unter die Restriktionen erst der sowjetischen Besatzungsmacht und dann der Enteignungspolitik der SED fiel. Aus der Stuttgarter Zweckgründung wurde das eigentliche Stammhaus.

Der erste Teil diese gewichtigen Buches erzählt sehr akribisch über diese frühe Zeit – und zwar besonders über die Persönlichkeiten, die den berühmten Verlag prägten und 1945 einen Neustart mit großen Erwartungen an die neue Zeit starteten. Brauchte ein neues, entnazifiziertes Deutschland nicht genau so einen Verlag, der das Volk mit den Wissensschätzen der großen Literatur preiswert versorgte?

Nur bedingt. Das war die eigentliche Erfahrung dieser frühen Jahre, die für das Leipziger Stammhaus Teilenteignungen, Demontage und zunehmende Bevormundung bedeuteten. Logische Folge war ein Aderlass der bislang prägenden Köpfe in den Westen, aber auch schon die frühe Suche nach einem eigenen Profil. Nicht nur gegenüber dem Westverlag, mit dem man zwar noch die Nummern der einzelnen Bände abstimmte – aber inhaltlich ging man, bewusst und auch gezwungenermaßen, neue Wege. Übrigens auch gegen die Vorstellungen der ostdeutschen Machthaber, die den Reclam Verlag gern nur als simplen Lieferanten von billigen Büchern für Volk und Schule gedacht hätten.

Aber die DDR-Leser wussten es – und selbst im Westen hatte man es 1989 staunend zur Kenntnis genommen: Dieser Verlag hatte ein Profil entwickelt, das sich mit westdeutschen Vorzeigeverlagen wie Suhrkamp und Luchterhand vergleichen konnte. Hier waren eben nicht nur Klassiker erschienen. Spätestens mit dem Eintritt von Hans Marquardt in den Verlag – erst als Lektor, später als prägender Verlagsleiter – entwickelte sich der Leipziger Verlag zu einem Grenzgänger. Auch zu einer Ausnahme in der staatlich reduzierten Verlagslandschaft. Was ganz sicher auch mit dem alten Buchplatz Leipzig zu tun hat, der Universität und jenem noch in den 1950er Jahren spürbaren Klima: Es könnte auch anders gehen. Sozialismus muss kein doktrinärer Stalinismus sein. Der geistige Unruheherd ist noch heute Legende, hat mit den eigensinnigen Professoren Bloch, Mayer und Krauss zu tun.

Über 50 Beiträge von Wissenschaftlern, Verlagsmitarbeitern, Autoren und Übersetzern hat dieser Band versammelt. Juergen Seuss widmet einen Beitrag ganz und gar dem Mann, der 30 Jahre Reclam Leipzig prägte: „H. M. – Grenzgänger“. Und nicht nur er versucht, das Wesen dieses Verlagsleiters zu entziffern, der mit den Mächtigen paktierte und trotzdem die Regeln immer wieder mit eulenspiegelhafter Schläue unterlief, austestete, ausweitete. Natürlich taucht der Leser ein in diese ganz besondere Welt des Büchermachens in der DDR, in der Verleger nicht frei entscheiden konnten, sondern immer auf den guten Willen der Zensur Rücksicht nehmen mussten, die es ganz offiziell in der DDR nicht gab, die aber über die „Hauptverwaltung Verlage“ trotzdem ausgeübt wurde. Mit zum Teil seltsamen Blüten. Denn in sich logisch war die Verbotspraxis der SED-Funktionäre nie. Was heute galt, konnte morgen schon durch einen Federstrich von Ulbricht oder Honecker erledigt sein – oder genehmigt. Denn auch die DDR-Literatur kannte ihre Tauwetterzeiten und ihre stalinistischen Kampagnen.

Der geistige Überbau des Landes war komplett durchherrscht. Und dass Reclam Leipzig zu einer Sammlung vieler unabhängiger, aus SED-Sicht auch dissidentischer Geister wurde, hat auch mit der rigiden Gleichschaltung der Hochschulen zu tun. So kam auch Jürgen Teller als Lektor ins Haus und noch mehr Blochscher Geist herrschte in den Räumen – anfangs noch im alten Reclam-Gebäude an der Inselstraße, dann in den recht düsteren Räumen in der Nonnenstraße. Schön sah es dort nicht aus. Aber Autoren, Herausgeber, Übersetzer erzählen von einem kreativen Klima, in dem sensible Lektorinnen und Lektoren alle Register bemühten, um Titel für den DDR-Markt druckfähig zu machen, die in anderen Verlagen nie und nimmer erschienen wären und in einem anders geführten Reclam-Verlag auch nicht. Die Tatsache, dass Reclam nie komplett enteignet wurde und daher ein Unikum als halb-privater Verlag in der DDR war, gewährte einen Freiraum, den Marquardt sichtlich ausnutzte, um neue Reihen zu starten. Besonders das Jahr 1963 ist markant, als das neue Buchformat eingeführt wurde – was Marquardt gleich dazu nutze, eine neue Reihengestaltung einzuführen, die das Programm bis zum Jahr 1991 prägte.

Deswegen wird für manchen Leser gerade das letzte Kapitel besonders spannend sein: „Buchentstehung im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Zensur“, in dem Autoren und Herausgeber erzählen, welche Marathon-Strecke einige der besten und beliebtesten Titel von Reclam hinter sich hatten, bevor sie endlich ausgeliefert wurden. Das betrifft die Bücher von Hilbig, Müller und Bloch genauso wie die der sowjetischen Autoren Jessenin, Majakowski, Babel und Mandelstam. Man erfährt, wie die Netzwerke der Gutachter instrumentalisiert wurden, wie Vorworte und Materialsammlungen Bücher gegen die Verbotsgelüste der Funktionäre absicherten, wie aber auch die aktuellen Nervositäten der Parteipolitik und die grimmigen Einsprüche der Besatzungsmacht umschifft wurden. Ein regelrechter Kosmos entsteht. Leipzigs Buchwissenschaftler um Siegfried Lokatis wussten schon sehr genau, was für einen Forschungsschatz sie da in die Hände bekommen hatten. Aus dem Archiv konnten diverse erhellende Briefwechsel und Stellungnahmen rekonstruiert werden.

Auch wenn Ingrid Sonntags Arbeit völlig selbstständig ist. Denn dieser Band vereint ja nicht nur wissenschaftliche Tiefenexkurse. Die Herausgeberin hat dutzende namhafter Autoren und ehemaliger Mitarbeiter des Verlags als Textlieferanten gewinnen können. Und gerade die jüngeren Autoren können auch erzählen, welche Wirkung einzelne Titel aus dem Leipziger Verlag auf ihr Leben und Schreiben hatten. Es war Reclam Leipzig, wo Klemperers „LTI“ zum Bestseller wurde. Und es haben natürlich nicht alle Geschichten zu den über 1.000 Titeln ins Buch gepasst, die in der 1963 neu designten Reihe erschienen und Reclams Bücher zur wichtigsten und mutigsten Taschenbuchreihe der DDR gemacht haben. Mancher Autor merkt zu Recht an, wie sehr die geistigen Landschaften der DDR ohne die vielen Titel von Reclam verarmt wären, mit denen wichtige Strömungen und Autoren aus aller Welt in das kleine, abgeschlossene Land geholt wurden.

Vieles hätte so auch nicht im Westen erscheinen können, nicht mal mehr nach 1991. Was ja auch die kleine Dependance Reclam Leipzig bis 2006 zu spüren bekam: Unter freien Marktbedingungen muss sich auch das Programm den Marktbedingungen unterwerfen – die Titel wurden auf einmal auf ihre Verkäuflichkeit hin abgeklopft. Was in DDR-Zeiten in 10.000er Auflagen wegging, weil die Leser oft schon jahrelang auf die Titel gewartet hatten, schrumpfte jetzt auf winzige Auflagen zusammen. Was bis 1991 möglich war, war auch eine Ausnahme – die Ausnahmerolle eines Verlages, der sich seiner Grenzgänger-Rolle in der DDR sehr bewusst war und mit den zuweilen sturen Mechanismen der DDR-Zensurpolitik zu spielen gelernt hatte – im Interesse der Leser, die auf diese Weise auch Bücher in die Hände bekamen, die es nach Parteilinie so nie gegeben hätte – von Volker Braun bis zu Jack Kerouac, der in diesem Band erstaunlicherweise genauso wenig erwähnt wird wie Diderot.

Die Subversivität fand ja nicht nur mit heiß diskutierten Titeln aus dem Westen statt, sondern mit klugen Veröffentlichungen selbst aus der klassischen Literatur. Man wich bewusst vom anerkannten Kanon ab. Was man auch deshalb konnte, weil der Verlag immer auch auf hochkarätige Wissenschaftler vor allem aus dem Umfeld der Universität Leipzig zurückgreifen konnte. Eine durchaus augenzwinkernd verschworene Gemeinschaft von Menschen wird sichtbar, die im Reclam Verlag eine Institution in der alten Buchstadt wussten, die Vieles von dem, was in staatlichen Verlagen fehlte, einzuschmuggeln verstand in die Programme.

In gewisser Weise wurde Hans Marquardt dabei auch zur tragischen Gestalt, weil er nach 1990 nicht zu seinen engen Kontakten zur Stasi stand, obwohl all seinen Mitarbeitern immer klar war, dass es ohne diese Deals mit dem Geheimdienst auch die Freiräume für Reclam in Leipzig nicht gegeben hätte. So dass der – auch im Westen anerkannte – Verleger sich mit der Stasi-Vergangenheit herumschlug, obwohl er einer derjenigen hätte sein können, die über das Funktionieren des Leselandes DDR als Insider hätte sprechen können. In diesem Band wird jedenfalls sichtbar, wie wichtig Marquardts Strippenzieherei war, damit dieser unangepasste Verlag so auch arbeiten konnte.

Wolfgang Hegewald bringt das Besondere auf den Punkt, wenn er (in „Jean Paul, Uwe Johnson und Philipp Reclam jun.“) schreibt: „Lange bevor Adorno seinen bornierten Satz niederschrieb, dass es kein richtiges Leben im falschen gäbe, hat ihn Jean Paul erzählerisch widerlegt.“

Gerade Reclam in Leipzig  ist ein signifikantes Beispiel dafür, wie sich viele kluge und hochgebildete Menschen darum bemühten, innerhalb eines falschen Lebensmodells ein richtiges Leben und Denken zu erhalten und immer wieder mit neuem Futter für wache Geister zu versorgen. Adornos bornierter Satz wurde oft genug gegen die DDR und ihre künstlerische Elite angewendet. Mit fatalen Folgen, weil sich die Verwender dieser Phrase nicht einmal vorstellen können, wie wichtig es ist, in falschen Rahmenbedingungen unbedingt Orte des richtigen Lebens zu schaffen – sonst ändern sich die Bedingungen nämlich nicht.

Und einige der Titel, die im Band extra behandelt werden, haben ganz ungemein dazu beigetragen, dass sich die Dinge in der DDR in Bewegung setzten. Wofür viele Namen stehen – von Gerhard Wolf bis zu Fritz Mierau. Das wird oft und gern vergessen und verbogen, dass die „Wende“ in der DDR nicht auf der Straße und auch nicht in den Kirchen begann, sondern in Büchern und Köpfen. Nicht Friedensgebete (so wichtig sie auch waren) haben den Erdrutsch vorbereitet, sondern Autoren wie Wolf Biermann, Rudolf Bahro, Christa Wolf, Heiner Müller, Volker Braun und wie sie alle hießen. Und Reclam hat mit seinen Büchern (die oft über Jahre gegen eine sture Nomenklatur durchgeboxt werden mussten) dazu beigetragen, dass der Herbst 1989 in den Köpfen begann.

Das dicke Lese-Buch erzählt also nicht nur die Geschichte eines Ausnahmeverlages. Es erzählt auch ein wichtiges Kapitel der widerständigen Geistesgeschichte in der DDR mit all ihren Rahmenbedingungen und den Ambitionen der Menschen, die Hans Marquardt sehr zielstrebig in Leipzig um sich versammelte.

Das Ende von Reclam in Leipzig entbehrt nicht einer gewissen Tragik. Hätte es nicht doch anders kommen können, fragt man sich bei Lesen.

Ein kleines „Vielleicht“ steht da – und ein großes: Die Zeiten waren nicht mehr danach.

Auf jeden Fall ist der Band ein reiches Futter für alle, die eine der spannendsten Verlagsgeschichten der DDR kennenlernen wollen. Und zwar in so vielen Aspekten, dass man nicht wirklich traurig ist, dass noch einmal genauso viel fehlt. So ein kleiner Verlag kann die Grenzen so eines Buchprojektes ganz leicht sprengen.

Veranstaltungstipp:

Am Donnerstag, 23. Februar, um 19 Uhr, wird das Buch „An den Grenzen des Möglichen. Reclam 1945-1991“ im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig präsentiert. Über die Geschichte des Reclam Verlages sprechen an diesem Abend die Herausgeberin des Buches Ingrid Sonntag, Wolfgang Emmerich (Literaturwissenschaftler), Stefan Richter (ehem. Reclam-Lektor und Verlagsleiter) und Wolfgang Thierse (Germanist, Kulturwissenschaftler und Politiker). Es moderiert Verleger Christoph Links.

Buchvorstellung und Gespräch: „An den Grenzen des Möglichen. Reclam 1945-1991“, Zeitgeschichtliches Forum, Grimmaische Straße 6. Der Eintritt ist frei.

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/01/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

BuchstadtReclamVerlagsgeschichteReclam-Projekt
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Heiko Rosenthal: „Optimistisch, dass es noch in diesem Jahr Sport vor vollen Rängen gibt.“
Sportbürgermeister Heiko Rosenthal ist optimistisch, dass es bald wieder mit Sportveranstaltungen weitergehen kann. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserIn der zweiten Auflage des großen Lokruf-Wunschkonzerts am Freitagabend haben die beiden Fanradio-Moderatoren Marko Hofmann und Thomas Franzky unter anderem ein Interview mit Heiko Rosenthal über den Äther geschickt. Die L-IZ hat es aufgeschrieben. Lesen Sie also hier, wie es Leipzigs Bürgermeister für Umwelt, Ordnung und Sport in der Corona-Krise ergeht, wie die Stadt den aktuell arg angeschlagenen Sportvereinen helfen kann und wie Rosenthal über Geisterspiele denkt.
Häusliche Gewalt: In Leipzig ein Problem, nicht erst durch Corona
Fast ausschließlich weibliche Gewaltopfer suchen Unterstützung. Symbolfoto: Pixabay/Counselling

Symbolfoto: Pixabay/Counselling

Für alle LeserIn Leipzig ist der Beratungsbedarf bei häuslicher Gewalt bisher nicht angestiegen. Er war schon vorher hoch und das Personal knapp. Lynn Huber ist seit 2006 Mitarbeiterin in der Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking und im Vorstand des Vereins Frauen für Frauen e.V. Wann die Fälle häuslicher Gewalt in Leipzig zuletzt am höchsten waren, wie man Hilfe bekommt und was zu häuslicher Gewalt führt, erklärt sie im Interview.
Freitag, der 3. April 2020: Anstieg der neuen Coronafälle in Sachsen seit Tagen unter zehn Prozent
Auch das Leipziger Uniklinikum behandelt Coronafälle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAnders als in der Vorwoche, als sich binnen eines Tages die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Sachsen teilweise um 18 Prozent erhöhte, liegt der Anstieg in dieser Woche seit Tagen bei unter zehn Prozent. Es gibt aber dramatische Situationen – beispielsweise in einem Altenpflegeheim im Erzgebirge, in dem 77 Personen infiziert sind. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 3. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Corona-Krise: 725 Millionen Euro Soforteinsatz, 6 Milliarden Euro neue Schulden bis 2022
Auch Sachsen kommt nicht ohne Schuldenaufnahme durch die Corona-Krise. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn der vergangenen Woche wurde noch emsig diskutiert, auch wenn sich schon abzeichnete, dass auch Sachsen nicht umhinkommen würde, sich aufgrund der Corona-Pandemie neu zu verschulden. Am Freitag, 3. April, gab die Staatsregierung nun bekannt, dass genau das passieren wird und dass bis 2022 wohl eine Neuverschuldung von 6 Milliarden Euro notwendig sein wird. Die Schuldenbremse ist damit bis auf Weiteres ausgesetzt.
Die Hauptfeuerwache wird mindestens 7 Millionen Euro teurer als geplant
Blick vom Naundörfchen zur Hauptfeuerwache. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist nicht wirklich so, dass die Nachricht unverhofft kommt. Dass die Hauptfeuerwache deutlich teurer werden könnte als die 2017 geplanten knapp 19 Millionen Euro, war eigentlich schon 2018 klar, als das Ordnungsdezernat schon einmal eine Kostensteigerung um über 10 Prozent in Erwägung zog. Denn man hatte die Modernisierung der Hauptfeuerwache zwar schon über zehn Jahre auf dem Plan. Aber als es 2018 ans Eingemachte ging, fehlten wichtige Untersuchungen immer noch.
Jahresbilanz 2019: VNG meldet mehr Gewinn als erwartet und steigert die Investitionen
Die Zentrale der VNG AG in Leipzig. Foto: Eric Kemnitz / VNG AG

Foto: Eric Kemnitz / VNG AG

Für alle LeserMit Blick auf die positive Bilanz des Geschäftsjahres 2019 sieht sich die VNG AG mit Hauptsitz in Leipzig gut gerüstet für die Zukunft. Am Donnerstag, 2. April, stellte das in Leipzig heimische Unternehmen seine Bilanz fürs letzte Jahr vor. „Für 2019 blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück, in dem unsere harte Arbeit in allen Geschäftsbereichen mit überaus positiven operativen Resultaten belohnt wurde“, erklärte Vorstandsvorsitzender Ulf Heitmüller.
Das erstaunliche Ergebnis einer „Polarstern“-Expedition von 2017: Die Spuren eines richtigen Regenwaldes in der Westantarktis
Rekonstruktion des kreidezeitlichen Regenwaldes in der Westantarktis. Foto: J. McKay/Alfred-Wegener-Institut

Foto: J. McKay/Alfred-Wegener-Institut

Für alle LeserJetzt, da so viele Menschen gezwungen sind, zu Hause zu bleiben – auch Forscher und Dozenten – ist natürlich auch ein guter Zeitpunkt, ein paar spannende Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Das tut auch die Universität Leipzig, wo sich einige Institute auch mit der Klimaforschung beschäftigen. Nicht nur in der Gegenwart, sondern auch tief in der Vergangenheit. Dass man dabei einen richtigen Regenwald in der Antarktis entdeckte, war durchaus eine Überraschung.
Was die ganzen Zahlen zu Covid-19-Tests tatsächlich erzählen – und was nicht
Die gemeldeten Positiv-Tests auf Covid-19 in Deutschland (Stand 1. April). Grafik: RKI

Grafik: RKI

Für alle LeserSeit zwei Wochen sind wir (erst) im Lockdown-Modus. Das muss man manchmal wiederholen, weil sie jetzt schon wieder alle unruhig werden, all die Zappelkasper, die am liebsten alle Ausgangsbeschränkungen sofort wieder aufheben und die Maschine hochfahren würden. Auch weil die Zahlen ja irgendwie nicht mehr so steil ansteigen. Vielleicht sinken sie sogar? In unserem E-Mail-Fach landen derzeit eine Menge auch wirklich kluger und detaillierter Berechnungen.
Ein Geschenk der Freude: Beethovens Lebensweisheiten und eine ganz besondere 9. Sinfonie
Ludwig van Beethoven: Ein Geschenk der Freude. Musikalische Lebensweisheiten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEr gehört zu den großen Geburtstagskindern in diesem Jahr: Ludwig van Beethoven. Im Dezember jährt sich seine Geburt zum 250. Mal. So mancher will gar nicht so lange warten und legt sich jetzt die kompletten Einspielungen des Komponisten auf, der die Hörgewohnheiten seiner Zeit revolutionierte. Vielleicht auch, weil er mittendrin lebte in der Revolution des Kontinents, die die Armeen Napoleons ausgelöst haben. Auch der St. Benno Verlag würdigt den Jubilar mit Buch und CD.
Im Home Office erfolgreich Geld verdienen

Foto: Jeonghwaryu0

Das Coronavirus hält weltweit Gesellschaft und Wirtschaft im Atem. Infolge der Entwicklung nimmt auch der Anteil von Menschen, die ihre Jobs in Heimarbeit erledigen, sprunghaft zu. Dabei zeigt sich, dass das Home Office neben seinen nicht von der Hand zu weisenden Nachteilen doch auch eine ganze Reihe von Vorteilen bietet, insbesondere für Aufgaben, die auf digitalem Wege bearbeitet werden können. Warum also nicht gleich den Fokus darauflegen, selbstständig vom Home Office aus Geld zu verdienen?
Corona-Hilfe made in Leipzig: Initiativen, Ideen und Hilfsangebote aus der Zivilgesellschaft zur Milderung der Coronakrise
Alles dicht im Einkaufsmekka Bahnhofspromenaden - nur Apotheken, Lebensmittelhändler und Drogerien haben noch geöffnet. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserIn den vergangenen Tagen ist nach dem atemlosen Zuschauen der hereinprasselnden Verfügungen und Veränderungen seitens des Freistaates Sachsen eine erste Welle von Ideen und Initiativen entstanden. Alle sollen dazu dienen, über die staatlichen Lösungsangebote hinaus, erste Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern. Die LZ hat die besten Initiativen herausgesucht und hofft, dass sich je nach eigenen Prioritäten auch die Leser unserer Zeitung an der einen oder anderen gelungenen Idee beteiligen.
Donnerstag, der 2. April 2020: Obdachlose, Geflüchtete und Senioren leiden besonders
Altenpflegeheim in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserFür Obdachlose, Geflüchtete sowie Senioren und andere Pflegebedürftige ist die Coronakrise besonders problematisch. Die einen leiden unter fehlenden Einnahmen durch den Verkauf einer Straßenzeitung, andere sind von fehlender Hygiene und starker Isolation betroffen. Heute wurde außerdem bekannt, dass die Modernisierung der Hauptfeuerwache deutlich teurer wird. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 2. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
BSV Schönau: Pachtvertrag am Cottaweg endet – und dann?
Wohin geht's für den BSV Schönau, wenn der Pachtvertrag am Cottaweg endet? Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 77, seit 27. März im HandelDer BSV Schönau wird seinen angestammten Sportplatz am Cottaweg verlassen (müssen). Erst hieß es, er würde sich zukünftig einen Sportplatz mit der Spielvereinigung Leipzig teilen. Nach Informationen der LEIPZIGER ZEITUNG (LZ) sind diese Pläne inzwischen aber vom Tisch. Wie geht es nun weiter? Die LZ hat beim Sportamt der Stadt Leipzig nachgefragt.
Kahler Schulhof der Apollonia-von-Wiedebach-Schule soll mit Containeranbau bebaut werden
Baumfällungen auf dem Schulhof der Apollonia-von-Wiedebach-Schule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 26. Februar kreischten die Sägen. Der Blick aus den Fenstern des Hauses der Demokratie zeigte Heftiges: Auf dem benachbarten Schulhof der Apollonia-von-Wiedebach-Schule wurde ein Dutzend Bäume gefällt. Einfach so: Linden, Bergahorne, prächtige Bäume. Waren sie krank? Werden derzeit nicht überall im Stadtgebiet Bäume gefällt, weil sie die Rußrindenkrankheit haben oder von Trockenheit geschädigt sind? Die Aufklärung gab es erst eine Woche später. Und die hatte es in sich.
Linke Abgeordnete fordert endlich spürbare Maßnahmen gegen rechtsradikale Kriminalität
Rechtsradikale Brandstifter blieben in Sachsen lange unbehelligt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie offizielle Kriminalitätsstatistik der sächsischen Polizei ist das eine. Meist ist sie nur ein riesiger Berg von Daten, bei denen nicht mal klar ist, wie relevant sie sind. Etwas mehr Klarheit gewinnen die Abgeordneten des Sächsischen Landtages, wenn sie regelmäßig die Straftaten in den Bereichen der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) abfragen. Kerstin Köditz, die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, ist natürlich besonders an rechtsmotivierten Straftaten interessiert.