Leipzigs Landwirtschaft zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Was von alten Dörfern und Gütern heute am Rande Leipzigs noch zu entdecken ist

Für alle LeserEs lief schon immer auf so ein Buch hinaus. Oder auf ein ähnliches Buch. Denn mit etlichen seiner großen Bände war Pro Leipzig in den letzten Jahren schon ins Ländliche vorgestoßen, in die große Vorgeschichte der Leipziger Ortsteile als einstige Dörfer und die Rolle der Landwirtschaft in der Geschichte der Stadt. Nur droht eine Boomtown wie Leipzig auch noch den letzten Acker zu verschlingen.

Was ja wirklich passieren kann. Die heutigen Politiker haben noch nicht einmal einen Begriff davon, wie das heutige Wirtschaftsdenken dazu führt, dass Millionen Menschen regelrecht gezwungen sind, in die starken Metropolkerne zu ziehen, wo es Jobs gibt und Infrastrukturen und die modernen Entwicklungen in Forschung und Produktion.

Darunter hat der ländliche Raum immer gelitten. Noch vor 150 Jahren lebten die meisten Sachsen in Dörfern, erwirtschafteten ihr täglich Brot auf dem Acker und im Stall. Und sie versorgten Städte wie Leipzig. Die Stadt Leipzig wurde deshalb schon früh zum Grundbesitzer, kaufte ganze Dörfer auf, um die eigene Versorgung mit Nahrungsmitteln zu sichern, während sich die Bevölkerung innerhalb der Stadtmauern vervielfachte. Und dieser Prozess hat nie aufgehört. Fast 70 Dörfer hat sich die wachsende Stadt Leipzig seit dem späten 19. Jahrhundert einverleibt. Manche sind noch fast vollständig bewahrt in ihrer dörflichen Struktur. In anderen erinnert oft nur noch die Kirche an den einstigen Dorfkern, während ringsum die einst fruchttragenden Äcker unter riesigen Stadtquartieren mit Gründerzeithäusern verschwunden sind.

Aber auch alte Rittergüter und Vorwerke gehören zu den ländlichen Strukturen, die sich im Stadtgebiet aufgelöst haben. Unsichtbar für die Stadtbewohner, die nicht mal mehr ahnen, dass hier mal komplette Landwirtschaftsbetriebe standen. So war es der Historiker Michael Liebmann, der mit einem frappierenden Buch die Geschichte des Brandvorwerks, eines dieser städtischen Vorwerke, wieder lebendig werden ließ. Und ganz genauso erweckte er das alte Dorf Connewitz wieder zum Leben mitsamt seinen Hüfnern und Pferdnern.

Aber selbst in den großen Bildbänden zu Knauthain, Großzschocher und Rötha wurde sichtbar, wie sehr diese Ortsteile noch in jüngster Vergangenheit durch Landwirtschaftsbetriebe geprägt waren. Und für manchen Großstädter die Überraschung: Da draußen gibt es tatsächlich noch Felder, Gärtnereien, Obstplantagen, Weiden und Ställe. Schafe grasen auf den Deichen, Kühe drehen sich im Melkkarussell, Erdbeerfelder laden in jedem Frühjahr zum Selberpflücken ein, Äpfel und Birnen werden von Straßenmeistereien zusammengekehrt, weil niemand mehr die Früchte von den Straßenbäumen holt.

Wer über Landwirtschaft in Leipzig schreibt, der schreibt auch über ein selbstvergessenes Volk, über das man zwar die berühmten Lila-Kühe-Witze reißen kann, das aber sichtlich lieber vitaminarme Massenware im Supermarkt kauft, statt die Früchte der Natur selbst zu ernten. Wenn die Menschheit an etwas zugrunde gehen wird (und wenn sie so weitermacht, geht sie genau daran zugrunde), dann sind es Bequemlichkeit und Unwissenheit. Denn das sind die beiden Eigenschaften, mit denen die Menschen für die großen Konzerne zum gut durchleuchteten und leicht berechenbaren Konsumenten werden.

Das Einzige, was mir in diesem Buch fehlt, sind Karten. Karten, die zeigen, wie Leipzig im Lauf von 1.000 Jahren die Dörfer und Äcker und Weiden ringsum verschlungen hat. Solche Karten gibt es bis jetzt ja noch nicht, Karten, die in moderner Klarheit zeigen, wie groß die Ackerfluren der Dörfer waren, wo die Rittergüter und Herrensitze standen, wie die Lehns- und Besitzverhältnisse waren, wo Dörfer wüst fielen und wo sie verschwanden, weil der Tagebau sie auffraß.

Das Buch ist eine Art kollektiv verfasstes Lesebuch, in dem die Vorgeschichte kurz überflogen wird, mit vielen Zahlen und Namen. Man bekommt so eine Vorstellung über den Reichtum dieser Landschaft mit ihren reichen Böden, ihren kleinen Dörfern, der Mühsal der Arbeit und der Abgängigkeit der Bauern – bis sie im 19. Jahrhundert die Chance erhielten und ihre Höfe kaufen durften. Wofür sich viele über zwei Generationen verschuldeten. Viele schafften es auch nicht. Das große Bauernsterben begann und die große Veränderung der Landwirtschaft mit immer größeren Feldern, immer größeren Betrieben.

Und dann geht es sowieso gleich in die Unternehmensgeschichten der wenigen heute noch existierenden großen Agrarbetriebe. Selbst mit den einstigen Rittergütern verglichen, bewirtschaften sie heute riesige Flächen. Mit gewaltigen Maschinen und sehr, sehr wenig Personal. Die letzten 150 Jahre beschreiben einen Prozess der unentwegten Industrialisierung der Landwirtschaft. Und weil zu den großen Agrarbetrieben die ganze Vorgeschichte erzählt wird, gibt es ein besonderes Phänomen: Die DDR-Zeit mit ihrer „Kollektivierung der Landwirtschaft“ und der Entstehung der großen LPGen und Kooperativen fällt auf einmal nicht mehr aus dem Rahmen, sondern beschreibt einen logischen Prozess hin zu dem, was heute die Landwirtschaft in Sachsen bestimmt. Und das sind riesige, durchtechnisierte, längst auch elektronisch gesteuerte Agrarunternehmen, die mit wenig Personal gewaltige Erträge erzeugen. Erzeugen müssen. Denn wer diese Entwicklung beschreibt, darf auch die fatale Politik der Billigpreise in deutschen Supermärkten nicht vergessen. Die Grundnahrungsmittel sind so billig, dass beim Landwirt nur noch geringste Margen ankommen. Der selbstständige Bauer, der von einer Hufe Land einst seine Familie ernähren konnte, ist heute unmöglich geworden. Einige Tapfere betreiben ihre alten Familienhöfe heute noch – aber im Nebengewerbe. Sie gewinnen dabei nichts. Sie tun es der Liebe zum Ackern und zum Viehzeug wegen.

Der Leser lernt deshalb nicht nur die großen Agrarbetriebe kennen, die heute noch die Leipziger Fluren bewirtschaften, sondern auch viele Akteure, die sich um ökologisches Wirtschaften bemühen, die – oft ehrenamtlich – alte Landschaften pflegen, Streuobstwiesen betreuen oder alte Parks wieder herstellen. Man merkt, dass sie mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wie die Landwirtschaftsbetriebe. Denn der Landfraß hat ja nicht aufgehört. Wo früher Tagebaue die Felder verschlangen, sind es seit 1990 riesige Gewerbegebiete, Landebahnen für den Flugplatz, Baufelder für Wohngebiete, Autobahnen oder ICE-Trassen. Jedes Jahr verschwindet irgendwo wieder ein Stück landwirtschaftliche Fläche – bestenfalls dafür, dass Ersatzpflanzungen angelegt werden für irgendeine Ackerversiegelung in der Gegend.

Was umso beklemmender ist, als wir heute viel mehr wissen über unsere Umwelt und Biodiversität.

Und wer sich mit Landwirtschaft in Leipzig beschäftigt, der muss auch über die große Vergangenheit der agrarwissenschaftlichen Forschung schreiben. Heute erinnert eigentlich nur noch das Thaer-Denkmal an der Moritzbastei daran, dass Leipzig mal ein Zentrum der Agrarwissenschaften war. Die Forschungsinstitute wurden sämtlich nach der „Wende“ abgewickelt und dichtgemacht, von Leuten evaluiert, die sich 1990 nicht vorstellen konnten, dass es eine andere Landwirtschaft als die von selbstständigen (Klein-)Bauern geben könnte. Heute weiß man, dass man da in Leipzig jede Menge Knowhow einfach aus Futterneid abgewickelt hat. Es fehlt. Deswegen stehen heute so viele Umweltminister ratlos im Wind, wenn sie Ökologie und industrielle Landwirtschaft zusammendenken und Perspektiven entwickeln sollen. Wen sollten sie fragen?

Zur Leipziger Landwirtschaftsgeschichte gehört natürlich auch die einstige Ausbildung von Agraringenieuren und die riesige Produktion moderner Landwirtschaftsmaschinen. Die Jagd gehört am Rande auch dazu, auch die Reithöfe, die einstigen ökologischen Güter der Stadt, die Milchtankstellen und die Naturschutzvereine, der Grüne Ring und der Zweckverband Partenaue. Denn punktuell bündeln sich viele Aktivitäten, die Dorfgeschichte in der Stadt erlebbar zu machen und kulturhistorische Zeugnisse zu bewahren. Am Ende vermisst man eigentlich nur das Gut Mölkau – immerhin einer der wenigen Anlaufpunkte in Leipzig, wo Kinder direkt auf einem Hof echte Haustiere erleben können. Denn darum geht es ja in diesem Buch: Den Leipzigern zu zeigen, was noch da ist von der lebendigen Welt der Landwirtschaft, die unser aller Lebensgrundlage ist. Und wonach sich viele Großstädter sehnen. Deswegen wird die Erlebbarkeit alter Dorf- und Landschaftsstrukturen ein Mega-Thema der nächsten Jahre. Und auch die emsig planende Stadt muss aufpassen, wem sie die Pachtverträge entzieht, weil sie auf dem Land gern wieder Reihenhäuser bauen will. Das wird von den Bürgern nicht immer honoriert. Denn dass dieses Buch jetzt erschien, hat mit dem erwachenden Wissen der Großstädter darum zu tun, wie gefährdet ihre Umwelt mittlerweile ist. Und dass das kein Thema ist, das man irgendwo in die mittelsächsische Landschaft delegiert, sondern das direkt vor unserer Nase beginnt.

So gesehen macht das Buch auch neugierig zur Erkundung. Zur Entdeckung des dörflichen Leipzig und einer Welt, in der tatsächlich noch Pferde und Kühe auf der Weide stehen, Schafe das Gras zupfen – nur Hähne hört man nicht mehr krähen.

Dietmar Brendler (Hrsg.) „Ackern & Ernten in Leipzig. Geschichte & Akteure“, Pro Leipzig, Leipzig 2018, 22 Euro.

Eine Postkarten-Zeitreise ins vergessene Kirschblütenland im Leipziger Süden

RezensionenLandwirtschaftStadtgeschichte
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Gegen den Rechtsruck: Tausende demonstrieren in Leipzig für ein solidarisches Europa
Auftaktkundgebung auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoEin breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Kultureinrichtungen, Umweltverbänden und sozialen Organisationen ist am Sonntag, den 19. Mai, auf die Straße gegangen, um für ein solidarisches Europa zu demonstrieren. Unter anderem in Leipzig fand eine Demonstration statt – hier beteiligten sich etwa 4.000 Menschen.
Das Schauspielhaus soll in den nächsten drei Jahren für 1,8 Millionen Euro energetisch saniert werden
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWer sparen will, braucht einen langen Atem. Aber es lohnt sich. So wie beim Schauspielhaus, wo jetzt sowieso die nächsten Schritte bei der Sanierung der Außenhülle anstehen. Das will das Schauspiel auch gleich mit einer energetischen Dämmung der Gebäudehülle verbinden, um den Energieaufwand für das Haus deutlich zu senken. Ein Bündel von Maßnahmen im Umfang von 1,789 Millionen Euro soll dazu bis 2022 umgesetzt werden. Und die Außenbeleuchtung soll auch endlich sparsamer werden.
OBM soll sich in Dresden um eine Verlängerung der Kappungsgrenzen-Verordnung bemühen
Für kleine Einkommen ist der Leipziger Wohnungsmarkt längst eng geworden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Leipziger Wohnungsmarkt ist eng geworden. Gerade in innerstädtischen Quartieren ist das schon deutlich zu spüren. Umso besorgter waren die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen im März, dass die Kappungsgrenzen-Verordnung 2020 ohne Nachfolgeregelung ausläuft. Deshalb beantragten sie, der OBM möge sich in Dresden darum bemühen, dass es eine Anschlussregelung gibt.
Leipzig soll noch im Sommer Mitglied der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs werden
Radfahrer im südlichen Auenwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 7. März gründete sich in Bautzen die Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs (Rad.SN). Gründungsstädte waren Bautzen, Borna, Meißen, Niesky, Pirna, Radeberg, Radebeul und Zittau. Und auch die Stadt Leipzig wird der Arbeitsgemeinschaft beitreten. Die Vorlage für den Beitrittsbeschluss hat das Planungsdezernat jetzt eingebracht.
Leipzigs Wirtschaftsdezernat sieht noch lange kein Überangebot an Hotelbetten in der Stadt
Das künftige Hotelgebäude am Burgplatz. Foto: Petersbogen Burgplatz GmbH

Foto: Petersbogen Burgplatz GmbH

Für alle LeserEs wird gebaut und gebaut und gebaut. Immer mehr Hotels entstehen in Leipzig. Und einige alteingesessene Hoteliers stöhnen schon, weil sie befürchten, dass es viel zu viel werden könnte. Ein Thema, das Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann aufgriff und jetzt von Leipzigs Stadtverwaltung wissen wollte, wo denn nun die Grenzen dieses Wachstums sind. Und warum stattdessen keine Wohnungen gebaut werden.
Club Convention vom 23.-26. Mai – Festival der Theaterspielclubs am Schauspiel Leipzig
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Vom 23. bis 26.5. findet mit der Club Convention wieder das Festival der Theaterspielclubs am Schauspiel Leipzig statt. Auf den Bühnen stehen neben dem Seniorenspielclub „Die Spielfreudigen“ auch der Club „ü31“ und die beiden Theaterjugendclubs „#noname“ und „Sorry, eh!“. Sie alle zeigen die Neuinszenierungen, die sie unter Anleitung von Schauspielern und Theaterpädagoginnen des Hauses für das Festival erarbeitet haben. Nachgespräche und eine Festivalparty runden das Programm der Club Convention ab.
1.300 Kilometer Elbeabenteuer mit Karten, Adressen, Quartieren und Reparaturwerkstätten
Oliver Pape am vierten Tag seiner Tour von Dessau bis zur tschechischen Grenze auf dem Elberadweg. Hier radelt der Berliner gerade durch das Städtchen Königstein in der Sächsischen Schweiz – im Hintergrund die berühmte Bergfestung. Foto: Hartmut Landgraf

Foto: Hartmut Landgraf

Für alle LeserDer Elberadweg ist – was das Prestige sächsischer Radwege betrifft – natürlich unschlagbar. Wer mit dem Rad hingelangen will, kann von Leipzig aus drei verschiedene Routen nutzen – den Radweg Leipzig-Berlin über Wittenberg, die Kohle-Dampf-Licht-Route ebenfalls über Wittenberg oder – mit Anschluss über den Partheradweg – zum Mulderadweg über Dessau. Und wie es dort an der Elbe weitergeht, zeigt jetzt das neue Handbuch zum Elberadweg.
Gastkommentar von Christian Wolff: Wen wundert’s noch + Neuwahlankündigung in Österreich
Straches Sturz am heutigen 18. Mai 2019 - Ein Rückschlag für Europas Rechtsradikale nur eine Woche vor der EU-Wahl. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass Menschen, die Führungspositionen in der Gesellschaft einnehmen, sich verfehlen, ist leider nichts Neues. Es kommt in allen gesellschaftlichen Bereichen vor: Wirtschaft, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Verbände. Niemand ist davor gefeit. Denn es gehört zum menschlichen Wesen, dass er den Erwartungen nicht gerecht wird, die in ihn gesetzt werden und dass er sich nicht an Grundrechte und Grundwerte hält, die ein friedliches Zusammenleben ermöglichen. Darum sind Transparenz, Öffentlichkeit, demokratische Strukturen, politische Bildung und streitiger Diskurs in allen Bereichen und auf allen Ebenen so wichtig.
Live-Video: Townhall mit Habeck und Cavazzini in Leipzig
Anna Cavazzini – die Chemnitzerin ist bei den Grünen auf Listenplatz 7 und dürfte so als Ostdeutsche am 26. Mai 2019 den Sprung ins neue Europaparlament schaffen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoLeipzig ist mehr und mehr auch bei der Europawahl eine Stadt der hohen Politikerbesuche geworden. SPD-Spitzenkandidatin Katharina Barley warb erst am 15. Mai 2019 mit ihrer Europa-Tour auf dem Leipziger Wagner-Platz für ein starkes und geeintes Europa und nun folgt am heutigen Samstagabend erneut Robert Habeck. Im Kupfersaal starten die Grünen die „Townhall“-Veranstaltung, ein Format für direkte Wählerfragen an ihn und ihre aussichtsreiche Chemnitzer Europakandidatin Anna Cavazzini. Wer nicht vor Ort dabei ist, kann hier die Veranstaltung im Livestream verfolgen oder anschließend das Video anschauen.
Stadträte fragen, Verwaltung antwortet: Jobcenter, Kohleausstieg und Nahverkehrsplan + Video
Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoDie Stadtverwaltung hat am Mittwoch, den 15. Mai, auf mehrere Anfragen der Stadträte geantwortet. Aus den Antworten geht unter anderem hervor, dass das Jobcenter zu Umzügen von Bedarfsgemeinschaften keine Statistik erfasst, dass der Stadtrat künftig in die Erarbeitung von Vorschlägen für die Finanzierung des Kohleausstiegs einbezogen werden soll und dass der Stadtrat in Kürze die zweite Fortschreibung des Nahverkehrsplans erhalten soll.
Stell dir vor: Wie sich unsere Einstellungen allein durch die Kraft der Vorstellung verändern
Stellt sich Roland Benoit seine Tochter im Aufzug vor, wird im Gehirn sowohl ihre Repräsentation als auch die des Aufzugs aktiv. Wenn beide verknüpft werden, überträgt sich der positive Wert der Person auf den vorher neutralen Ort. Foto: MPI CBS

Foto: MPI CBS

Für alle LeserDie meisten Menschen wissen es nicht. Sie fallen auf Werbebotschaften herein oder laufen wilden politischen Hasardeuren hinterher. Und das bloß, weil ihre Phantasie angefixt wurde, weil ihnen die die Botschaft der Verführer präsentiert wurde wie eine herrliche Erinnerung. Sie rührt ans Herz, an unsere besten Gefühle. Wie das funktioniert, zeigen jetzt Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften. Unser Gehirn ist nämlich verführbar.
Am 26. Juni in der Moritzbastei: Fjarill – Schwedischer Folk und mystische Eigenkompositionen
Fjarill. Quelle: Moritzbastei

Quelle: Moritzbastei

„Das Licht ist blau und mystisch, denn auch wenn die Sonne gegen Mitternacht untergeht, wird es nie richtig dunkel. Die Luft ist klar und frisch, es duftet nach Moos, nach Wald und nach Blumen... Butterblumen und wilde Wiesenblumen.“ So beschreibt die Schwedin Aino Löwenmark ihre Heimat Darlarna, Schwedens kulturelles Zentrum.
TV-Aufzeichnung vom 3. – 6. Juni im Neuen Schauspiel: Olafs Klub
Foto: Amac Garbe/Neues Schauspiel Leipzig

Foto: Amac Garbe/Neues Schauspiel Leipzig

Das „Neue Schauspiel Leipzig“ begrüßt den Godfather of sächsisch Comedy, Olaf Schubert! Und der grüßt fröhlich zurück – mit seiner neuen Mixed-Show: „Olafs Klub“. Getreu dem Motto: „Humorscharen aller Bundesländer vereinigt euch“ zeigen in jeder Folge 5 handverlesene Comedians, was in ihnen steckt.
Leipzig muss Schulen für 21.000 Schüler mehr bauen oder erweitern
Schulsanierung am Standort Opferweg in Wahren. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein Riesenpaket, das Leipzig da stemmen muss. Und es ist der Hautgrund, warum Leipzig in den nächsten zwei Jahren so viele Kredite aufnehmen will, dass die Landesdirektion regelrecht erschrocken war. Leipzig habe doch gar nicht genug Eigenmittel erwirtschaftet? Aber Schulenbauen ist nun einmal Pflichtaufgabe, wenn in einer Stadt wie Leipzig die Schülerzahlen so deutlich steigen. Am Freitag, 17. Mai, informierte das Amt für Jugend, Familie und Bildung über den neuen Schulentwicklungsplan.
Burkhard Jung erklärt seine Bereitschaft für eine dritte OBM-Kandidatur
Fragestunde an den OBM: Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung im Stadtrat. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAugenscheinlich haben ihn die jüngeren Beschlüsse des Leipziger Stadtrats ermutigt, doch wieder Lust an der Politik zu finden. Denn danach sah es ja nicht mehr aus, als Oberbürgermeister Burkhard Jung sich vor einem Jahr um den Job des ostdeutschen Sparkassenpräsidenten bewarb. Doch nun macht er gleich zwei Mal deutlich, dass er sich noch ein paar Jahre als OBM der Stadt Leipzig vorstellen kann.