Artikel zum Schlagwort Stadtgeschichte

Lieber die Leute fragen, bevor es zu spät ist

Unser Kleinzschocher: Der zweite Band mit lauter persönlichen Erinnerungen an die jüngere Ortsteilgeschichte

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser2010 hat Christine Arendt zum ersten Mal einen Band mit Erinnerungen an Kleinzschocher veröffentlicht, auch damals schon mit den Erinnerungen anderer Kleinzschocherscher. Es wurde „Ein Spaziergang, gepflastert mit Erinnerungen“. Das kennen zumindest jene Leipziger, die tatsächlich in Leipzig aufgewachsen sind. Dann hat man ganz andere Gefühle, die einen mit seinem Kindheitsort verbinden. Weiterlesen

Johann George Schreiber (1676–1750), Kupferstecher und Atlasverleger in Leipzig

Ein Buch würdigt jetzt den Schöpfer des schönsten Leipziger Kupferstiches

Cover: Verlag Rockstuhl

Für alle LeserMan liest den Namen, kommt aber nicht gleich auf die Idee, dass auch ein Kupferstecher eine eigene Lebensgeschichte haben könnte, spannend genug für einen Eintrag in Zedlers Lexikon, reichhaltig genug aber auch für ein ganzes Buch. Das hat jetzt der in Lüneburg lebende Kulturhistoriker Dr. Eckhard Jäger geschrieben. Und der Aufhänger: der schönste und präziseste Kupferstich der Leipziger Innenstadt. Weiterlesen

Überarbeitete Auflage für ein Entdecker-Buch von 2007

Moderne in Leipzig: Das Buch über die kurze Blütezeit modernen Bauens im Leipzig der 1920er Jahre

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIrgendwie wird ja in diesem Jahr überall in Deutschland 100 Jahre Bauhaus gefeiert. Auch Leipzig feiert mit, obwohl Leipzig eher keine Heimatstadt der Bauhaus-Architektur war. Was auch Gründe hat. Sie ähneln den Gründen für das Ende des Bauhauses sowohl in Weimar als auch in Dessau: Die renitenten Ewiggestrigen machten mobil. In Leipzig sorgten sie mit dem Sturz von Stadtbaurat Hubert Ritter auch für ein Ende der hiesigen Moderne. Weiterlesen

Bevor die Bomberverbände kamen

Das alte Leipzig in Farbe: Das noch unzerstörte Leipzig in den Farbfotografien des frühen 20. Jahrhunderts

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNatürlich ist das Buch vergriffen: „Leipzig in Farbe. Frühe Farbfotografien 1937–1947“. Erschienen 2014 im Lehmstedt Verlag. Das erste Buch, das Leipzig in farbigen Fotoaufnahmen aus Privatarchiven in dieser Zeit zeigt, als der Farbfilm erstmals auch für Amateure erschwinglich war. Ein kleiner Ersatz ist jetzt im Wartberg Verlag erschienen. Der Sammeleifer von Henning Jost macht ihn möglich. Weiterlesen

Ein Liebesdrama in der Reformationszeit

Eine Liebe anno 1537, die unter dem Henkersbeil auf dem Leipziger Marktplatz ihr Ende fand

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAn das einst um Leipzig sehr verbreitete Geschlecht derer von Pflug erinnert noch ein Ortsname im Landkreis. Dann sind in Leipzig selbst noch zwei Epitaphien erhalten: das eine, einem Nickel Pflug gewidmet, steht seit der Sprengung der Universitätskirche 1968 in der Thomaskirche, das andere, einst für Cäsar Pflug errichtet, steht im Epitaphiengang, dem früheren Kreuzgang des heutigen Paulinums. Weiterlesen

Kunsthändler, apostolische Akten und ein fast vergessener Bürgermeister

Das Jahrbuch 2018 des Leipziger Geschichtsvereins widmet sich drei fast unberührten Themen der Leipziger Geschichte

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein bisschen schmaler ausgefallen als die vorhergehenden Jahrbücher. Auch im Leipziger Geschichtsverein gab es ein paar Veränderungen. Und so gibt es mit dem Jahrbuch zur Stadtgeschichte für das Jahr 2018 diesmal nur drei tragende Beiträge. Einer freilich hat es in sich: Er widmet sich dem unbekanntesten aller Leipziger Bürgermeister der letzten 200 Jahre. Weiterlesen

Vortrag zu „Stadt und Kunst“ im Bildermuseum

Foto: Michael Ehritt / Museum der bildenden Künste

Wie kommt das Bildermuseum zu seiner Kunst? Die Ankäufe des Kunstvereins und umfangreiche private Stiftungen für das Museum der bildenden Künste (MdbK) sind Thema des nächsten Vortrags zur Stadtgeschichte am Donnerstag, dem 28. März um 18 Uhr. Das Stadtarchiv lädt dafür in das Museum in der Katharinenstraße 10 ein. Der Eintritt ist frei und ohne Voranmeldung möglich. Weiterlesen

Die Legende lebt und feiert bald das 500.

Bernd Weinkaufs reich bebilderte Chronik von Auerbachs Keller

Bernd Weinkauf: Chronik von Auerbachs Keller. Foto: Ralf Julke

Für alle LeserUm diese Lokalität ranken sich Mythen und Sagen. Auerbachs Keller ist weit über Leipzig hinaus bekannt. Das Restaurant hat einen Ruf, den nur wenige Restaurants haben. Und das hat natürlich mit der alten Faust-Legende zu tun. Aber war Dr. Faustus jemals hier? Und woher kommt der Fassritt? Keiner hat sich mit der ganzen Geschichte so intensiv beschäftigt wie der Schriftsteller Bernd Weinkauf. Weiterlesen

Von der mittelalterlichen Stadt bis zum Beginn des Eisenbahnzeitalters

Das Alte Leipzig: Mit Alberto Schwarz durch 300 Jahre Leipziger Baugeschichte

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich ist es kein Postkartenbuch. Obwohl der Titel „Das Alte Leipzig“ an einst beliebte Leipziger Postkarten-Serien erinnert. Die waren deshalb so beliebt, weil sie die längst als „romantisch“ empfundenen Reste mittelalterlicher Bebauung zu einer Zeit festhielten, als Leipzigs Architektur sich in rasendem Tempo modernisierte. Das Ergebnis ist: Von historischen Bauepochen ist in Leipzig fast nichts mehr zu finden. Also macht sich Alberto Schwarz auf die Suche. Weiterlesen

Auf den Spuren des jüdischen Lebens in Leipzig

ReMembering Leipzig kann seit November besucht werden

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserEin ereignisreiches Jahr liegt hinter Jane Wegewitz und Tom Pürschel vom Team „ReMembering Leipzig“: Nach vier Workshops, dem Netzwerktag, der Überarbeitung der Datenbank sowie mit einigem Auf und Ab – unter anderem im Bemühen, ihr Projekt zu finanzieren – verabschiedeten sie sich erst einmal in eine Pause. So schnell kann’s gehen. Aber ihr Projekt steht im Netz. Und es ist wichtig. Weiterlesen

Flusswaschanlage, Seglerparadies und Badeidyll

Das dicke, reich bebilderte Buch zur kompletten Geschichte des Elsterstausees

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Aus für den Elsterstausee kam 2017, als Leipzigs Stadtrat der Argumentation der Stadtverwaltung folgte, dass eine Rettung des Elsterstausees viel zu teuer wäre – 4 Millionen Euro allein wegen der neu zu bauenden Dämme. Damit scheiterten auch die Bemühungen des Fördervereins Elsterstausee, diesen einst beliebtesten Leipziger See zu retten. Aber wer erinnert sich noch? Das Buch hilft jetzt dabei. Weiterlesen

Vom Schützenhaus bis zum neuen Wohnquartier

Das große Buch zum Leipziger Krystallpalast

Bettina Baier: Der Leipziger Krystallpalast. Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt mittlerweile so viele Bücher zum alten Leipzig, dass man das Gefühl bekommt, es sei jetzt alles zu allem erzählt. Aber dann kommt so ein Buch, leuchtet mal in eine Ecke genauer hinein – und siehe da: Klar, das Areal des alten Krystallpalastes war eine Leerstelle. Und das war sie auch deshalb, weil sich vorher niemand wirklich damit beschäftigt hat. Weiterlesen

Ein trojanisches Buch aus dem Leipzig des Jahres 1834

Ferdinand Stolles Leipzig-Buch: Eine biedere kleine Stadt mit Zensoren, ein bisschen Freiheit und zwei kleinen Revolutionen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist erstaunlich, dass noch kein Leipziger Verlag sich dieses Autors angenommen hat. Vielleicht aber auch nicht. Denn irgendwie stimmt ja Ferdinand Stolles Feststellung noch immer – womit er es ganz ähnlich sieht wie Lessing und Andreas Reimann: Für kluge Köpfe ist Leipzig kein einträgliches Pflaster. Und zu seiner Zeit war es sogar ein gefährliches. Aber da wundert man sich doch, warum sich noch kein Leipziger Verlag drum gekümmert hat. Es ist eine Geschichte des rebellischen Geistes. Weiterlesen

Neues Buch mit Markkleeberger Bad(e)geschichten vorgestellt

Foto: Ralf Julke

Markkleeberg ist heute ein Badeparadies. Am Markkleeberger und Cospudener See tummeln sich an heißen Sommertagen tausende Besucher. Sie genießen die Sandstrände und das klare Wasser. Viele wissen nicht, dass Baden in Markkleeberg eine lange Tradition hat. Schon früher wurde eifrig gebadet – in der Pleiße, die sich durch Markkleeberg schlängelt, oder im Floßgraben. Weiterlesen

Ein großes Loch in der Leipziger Geschichte gestopft

Alexander Zirr erzählt, was die Schweden von 1642 bis 1650 in Leipzig trieben

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges spielte Leipzig am Rand immer eine Rolle. Hier fanden drei der wichtigsten Schlachten dieses Krieges statt: die Schlachten bei Breitenfeld 1631 und 1642 und die bei Lützen 1632. In allen dreien siegten die Schweden. Bei Lützen starb auch noch ausgerechnet der Schwedenkönig Gustav Adolf in der Schlacht. Reicht doch eigentlich, könnte man meinen. Aber mit „reicht doch“ lässt sich ein echter Historiker nicht abspeisen. Weiterlesen

Das Jahrbuch 2017 zur Leipziger Stadtgeschichte

Mitfühlen mit Elisabeth, Dina und den erregten Leipzigern im März 1848

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist jedes Mal ein Geschenk, das sich der Leipziger Geschichtsverein selbst macht – und allen an der eigenen Stadtgeschichte interessierten Leipzigern. Jedes Jahr publiziert der Verein einen Band mit lauter Beiträgen, in denen sich die Autorinnen und Autoren mit allerlei Fragen beschäftigen, die so beiläufig auftauchen, wenn man sich mit großen Forschungsgebieten beschäftigt. Die aber überhaupt nicht beiläufig sind. Und es wird sogar erschütternd. Weiterlesen

Band 3 der Leipziger Stadtgeschichte

Teil 2: Wie roch denn eigentlich die Boomtown Leipzig?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt zwar viele Monografien, die den Glanz dieses prosperierenden Leipzig der „Gründerzeit“ beschreiben. War ja auch alles atemberaubend und eindrucksvoll. Aber gerade im Detail merkt man auch in dieser dicken Stadtgeschichte, dass sich da in der Vergangenheit so mancher Autor vom Jubel hat blenden lassen. Und so taucht hier skizzenhaft neben dem alten, vergoldeten Selbstbild der „Boomstadt“ das Bild eines viel realeren Leipzig auf, das viel spannender ist, weil es wieder zum menschlichen Alltag zurückkehrt. Weiterlesen