Kontrolle mag gut sein, aber Wissen und Vertrauen sind besser

Hilfe, mein Kind ist ein Smombie: Ein Buch für Eltern, deren Kinder online gehen

Für alle LeserDieses Buch ist ein Schocker. Zumindest dürfte es das für Eltern sein, die sich noch nie damit beschäftigt haben, was ihre Kinder im Internet so treiben. Oder mit ihrem Smartphone anstellen, selbst dann, wenn sie scheinbar friedlich in der Sofaecke sitzen. Ignorieren hilft leider nicht, stellt der Medienexperte Frederik Weinert fest. Wer seine Kinder liebt, beschäftigt sich mit dem Horror. Rechtzeitig.

Und er lässt sich auch von den frustrierendsten Passagen in diesem Buch nicht abschrecken, denn was Weinert schildert, ist die Realität unserer heutigen digitalen Welt. Einer Welt, in der Jugendliche sich meist viel heimischer fühlen als Erwachsene. Meist sind sie schon durch eigenes Ausprobieren und Einfach-Tun so gewieft, alle Möglichkeiten des Internets zu nutzen, um ihre Interessen zu befriedigen, dass es Eltern schwerfällt, überhaupt nachzuvollziehen, was die jungen Leute da tun. Wenn es so weit ist, sind sowieso schon alle Messen gesungen. Dann muss auch kein Erwachsener mehr eingreifen. Es sei denn, die Abhängigkeiten sind schon so groß, dass es ohne professionelle Hilfe nicht mehr geht.

Denn dass die Nutzung des Internets, insbesondere von „social media“, Spielplattformen und Dating-Apps süchtig machen kann, ist mittlerweile belegt. Die Krankenkassen haben auch belastbare Zahlen, wie groß die Gruppe der Betroffenen ist, die schon unter Entzugserscheinungen leiden, wenn sie auch nur für ein paar Stunden mal nicht im Netz sind. Herumgeeiert wird – vor allem in der politischen Debatte – meist über der nicht ganz unwichtigen Frage, was die jungen Menschen eigentlich süchtig macht und wie sehr etliche dieser Angebote gerade so programmiert sind, dass sie ihre Nutzer abhängig machen.

Denn Weinert betont etwas, was in der Debatte meist untergeht: In den modernen, auf Interaktion angelegten Digital-Angeboten geht es vor allem um ein menschliches Grundbedürfnis: Es geht um Anerkennung. Das beginnt mit der Anerkennung in der sozialen Gruppe, in der Kinder sich für gewöhnlich aufhalten – in der Schule und im Freundeskreis, wo man sich Prestige damit erwerben kann, dass man mit jeder Menge Erfolg und Anerkennung im Internet strahlen kann (einem erfolgreichen Status in Strategiespielen zum Beispiel oder tausenden von „friends“ und „followern“ auf dem eigenen Social-Media-Auftritt) – und es geht mit dem Effekt all der Likes und Herzchen und den Kommentaren durch die Spielercommunity im Netz weiter.

Egal ob Facebook, Whatsapp oder Tinder: Diese Plattformen sind so programmiert, dass gerade Jugendliche schnell herausfinden, mit welchen Mitteln man höhere Aufmerksamkeit und jede Menge positives Feedback bekommt, auch wenn man nicht wirklich weiß, wer da auf der anderen Seite Smileys verteilt, Freundschaftsanfragen stellt oder Fotos weiterverteilt. Und gerade Jugendliche machen die Erfahrung, dass sie schnell zum Außenseiter werden, wenn sie nicht – wie alle anderen – ein Smartphone besitzen und mit ihren Freunden chatten können.

Aber ab wann macht das Sinn? Das ist eine Frage, die auch Weinert diskutiert – auch mit Fachleuten, die sich – wie bei Juuuport – auch mit den negativen Folgen der Mediennutzung beschäftigen. Neunjährige, so kann auch Weinert resümieren, sollten auf keinen Fall schon ein Smartphone geschenkt bekommen. Das Alter, das erfahrene Medienpädagogen empfehlen, sind 12 oder 13 Jahre. In diesem Alter können die Jugendlichen schon deutlich besser einschätzen, welche Gefahren im Internet lauern, sie können ihre Kommunikation deutlich besser kontrollieren und sie sind auch auf die Gefahren, die gerade in der Welt der Anonymität lauern, besser ansprechbar.

Denn darum geht es eigentlich: Die Jugendlichen sollten nicht rund um die Uhr von ihren Eltern kontrolliert werden. Ein gewisses Vertrauen der Eltern zu ihren Kindern ist schon wichtig. Aber die Kinder sollten unbedingt auch wissen, wann sie sich Hilfe holen und wann es gut ist, mit den Eltern darüber zu sprechen. Denn die eigentlichen Gefahren im Netz sind ja Gefahren, die es in der realen Welt gibt.

Und es sind nicht nur die Erwachsenen, die sich als Jugendliche tarnen und so Kontakte zu Minderjährigen anbahnen. Es sind auch Abzocker, Erpresser oder Menschen, die meinen, in der Anonymität des Internets andere Menschen beleidigen, mobben und niedermachen zu können. Mit realen Folgen für die Betroffenen in der Realität. Denn auch wenn das Kind scheinbar friedlich in der Sofaecke sitzt, erlebt es das, was es am Smartphone wahrnimmt, real. Das Kinderzimmer ist kein geschützter Raum mehr.

Der tiefe Wunsch der jungen Menschen nach möglichst viel Anerkennung und möglichst vielen Freunden trifft auf die reale Gefahr, dabei den falschen Leuten zu begegnen.

Und die Wahrheit ist: Die großen Internet-Konzerne haben keinen Schutzwall, der junge Menschen davor beschützt. Es war ihnen auch immer egal. Denn sie haben ihre sogenannten „sozialen“ Netzwerke nicht programmiert, dass hier die simplen Regeln eines respektvollen Umgangs gewahrt werden. Sie wollen mit ihren Nutzern (und deren Daten) Geld verdienen. Möglichst viel Umsatz machen, was man natürlich dadurch bewirkt, dass man die Nutzer zu möglichst vielen Aktivitäten anspornt. Darauf sind alle Belohnungsmechanismen ausgerichtet. Belohnungsmechanismen, die freilich nicht nur in Online-Games auch schnell zum Druckmittel werden, denn wer nicht ständig aktiv ist und für seine Anerkennung „arbeitet“, verliert an Status.

„Es entsteht ein Zeit- und Leistungsdruck“, schreibt Weinert. Hier in Bezug auf die Spiele. Aber dasselbe gilt auch für Partnerbörsen und „social media“.

„Das Flirtverhalten im Internet ist ein Spiegelbild der Konsumgesellschaft“, schreibt er zu den Partnerbörsen, in die sich auch Minderjährige einloggen auf der Suche nach Anerkennung und Bewunderung. Mit einem sofort sichtbaren negativen Effekt, denn diese Kontakte laufen anders ab als echte Gespräche im richtigen Leben. „Nehmen, nehmen, nehmen – um es dann wegzuwerfen, ohne es zu ,gebrauchen‘. Diese Wegwerf-Mentalität ist bedenklich, zumal es sich beim digitalen Flirten um echte Menschen handelt – und nicht um Gebrauchsgegenstände.“

Das bezieht Weinert zwar vor allem auf das sogenannte „Benching“. Aber es erzählt eben auch davon, wie selbst Partnerschaften und Kontakte im Internet zum Konsumgut werden. Oft verbunden mit dem Vorspiegeln falscher Tatsachen – man hübscht die Fotos von sich auf, posiert mit Statussymbolen, die man gar nicht besitzt, spielt die Filmdiva oder den coolen Star. Alles nur, um möglichst viele „likes“ zu bekommen und in den Augen der Klassenkameraden unheimlich begehrt zu erscheinen.

Alles falsch? Sollte man die Kids davor völlig bewahren?

Nicht unbedingt, schreibt Weinert, auch wenn er den Lesern erst einmal nichts erspart und sich auch selbst in Experimente gestürzt hat, zum Beispiel eins dieser endlos langen Spiele, in denen der Spieler tagelang und wochenlang erst einmal ackern und „farmen“ muss, um auf das nächste Level zu kommen, und dann trotzdem keinen Tag aussteigen darf, weil er sonst wieder Punkte verliert und hinter anderen zurückbleibt. Denn Fleiß ist Stärke, wenn man nicht gar beginnt, sich allerlei Dinge dazuzukaufen. So können Spiele auch zu teuren Geldfallen werden.

Aber die Statistiken der Krankenkassen besagen eben auch, dass nur ein kleiner Teil der Jugendlichen wirklich süchtig wird. Die meisten sind, wenn sie volljährig werden, in der Regel kompetent im Umgang mit all den digitalen Angeboten, haben gelernt, mit Shitstorms umzugehen oder irgendwann auch „World of Warcraft“ durchgespielt und wieder Zeit für echte Begegnungen in der Wirklichkeit. Oder für echtes Engagement für wirklich reale Dinge.

Dafür ist es gut, wenn Eltern dabei helfen, dass sie weiterhin aufregende Begegnungen mit der wirklichen Welt haben, dass es gewisse Grundregeln im Umgang mit Smartphone und Spielekonsole gibt, die alle versuchen einzuhalten. Exemplarisch dafür veröffentlicht Weinert die „10 Regeln zur Smartphone-Nutzung für Kinder“ von Yasmina Filali, die schon in der Formulierung deutlich machen, wie sehr das Kind geliebt wird, das jetzt erstmals ein eigenes Smartphone geschenkt bekam. Manchmal ist es wichtig, solche Regeln wirklich einmal auszusprechen und sich – gemeinsam – dran zu halten.

Denn viele fatale Umgangsweisen mit dem Handy lernen die Kinder von ihren Eltern. Nichts ist schlimmer als ein Kind, das verzweifelt um Aufmerksamkeit buhlt, von smartphone-beschäftigten Eltern aber abgewimmelt wird. Dabei geht es nicht um strenge Erziehung, sondern genau um das, was Facebook & Co. scheinbar als Füllhorn über die Nutzer auskippen: eben Anerkennung. Echte Anerkennung. All die kleinen Worte und Gesten, mit denen Menschen einander zeigen können, dass sie sich wahrnehmen und ernst nehmen und dass ihnen die Emotionen der anderen nicht egal sind.

Denn wenn so viele Menschen meinen, sich ihre Streicheleinheiten im Netz suchen zu müssen, erzählt das auch von einer Gesellschaft, die im Alltag mit echter menschlicher Zuneigung geizt. Die „social media“ verkaufen eine Medizin, die ein Bedürfnis stillt, das in unserer Konsumwelt augenscheinlich nicht mehr gestillt wird. Denn in der Regel sind alle unsere Lebensbereiche so aufgebaut, dass es kaum noch einen Moment ohne erforderlichen Leistungsnachweis, ohne Druck und Stress gibt. Auch nicht für die Kinder.

Oder mit einigen der letzten Sätze von Frederik Weinert: „Das ist kein Vorwurf, denn die meisten Eltern kennen die Gefahren nicht, die im Internet lauern. Und ihnen ist nicht bekannt, dass die Kids in den Sozialen Medien und Online-Games nach Anerkennung und Selbstbestätigung streben. Nicht selten tun sie das, weil solche Momente im analogen Alltag zu kurz kommen.“

In der digitalen Welt spiegeln sich die Bedürfnisse und Fehlstellen unserer Wirklichkeit. Eltern, die sich durch die ersten Kapitel mit all den Befürchtungen gekämpft haben, erfahren am Ende zumindest in groben Strichen, wie sie ihre Kinder stützen und stärken und in Teilen begleiten können auch in deren digitalen Leben. Wenn sie wissen, was ihre Kinder online tun, wie es funktioniert und welche Tücken manchmal darin verborgen sind, können sie in Augenhöhe mit ihren Schützlingen darüber reden. Es geht um Wissen und um Vertrauen. Vor dem Buch jedenfalls braucht man keine Angst zu haben. Es ist ein guter Einstieg in das, was man wissen sollte, wenn die gar nicht mehr so Kleinen auf einmal online gehen.

Frederik Weinert Hilfe, mein Kind ist ein Smombie, Tectum Verlag, Baden-Baden 2019, 20 Euro.

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