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Everest: Der Katalog zum neuen Panorama erzählt ein paar Geschichten aus der Werkstatt

Am Samstag, 28. Januar, eröffnete die neue Everest-Ausstellung im Panometer Leipzig. Und wie zur Amazonien-Schau erschien auch zu dieser ein Katalog, der einen zusätzlichen Blick in die Werkstatt von Yadegar Asisi und seinen Helfern ermöglicht. Gespickt mit Bildmaterial, das auch ahnen lässt, welche Möglichkeiten sich mit moderner Computertechnik für das Panorama-Bild erschließen.

Am schmalen Rande eines wüsten Abgrunds: Die klugen Texte des LVZ-Kritikers Heinrich Wiegand

Es war das goldene Zeitalter der Leipziger Zeitungen. Es war 15 Jahre lang. Dann wurden die braunen Knechte an die Macht gehievt in Deutschland - und sie brauchten genau zwei Monate, um alles zu zertrampeln, was in diesem Land und in der einst so lebendigen Bürgerstadt Leipzig lebendig, klug und kritisch war. Und reihenweise verlor Leipzig seine klugen Journalisten. Heinrich Wiegand war einer von ihnen.

800 Jahre St. Georg in Leipzig: Ein Lesebuch mit Historie, Histörchen und Wissenswertem zu einem modernen Krankenhaus

Nicht nur die "Thomana" nutzt in diesem Jahr die Gunst der Stunde und feiert aufgrund der Bestätigungsurkunde von Kaiser Otto IV. aus dem Jahr 1212 das 800jährige für Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule. Auch das Krankenhaus St. Georg feiert. Denn es kommt ja in der Urkunde auch vor.

Spurensuche mit Utz Rachowki: Beide Sommer, drei Essays und eine Annäherung von Walter Schmitz

Das Vogtland ist seine Heimat. Das Vogtland war - gerade weil es so abseits zu liegen scheint - immer wieder im Brennpunkt der Geschichte. Hier ist die Grenze nah nach Bayern und nach Tschechien. Das klingt schon in der ersten Geschichte an, "Stimmen des Sommers", in welcher der Geburtstag der Mutter vom Mauerbau in Berlin überschattet ist.

… du mir auch: Eine kleine, nicht ganz billige Auskopplung mit farbigen Spritzern

Es ist lütt - das kleinste Buch, das der L-IZ je ins Postfach flatterte, noch kleiner als die üblichen Minis, 24 Seitchen dünn. Der Inhalt: eigentlich ein Gedicht. "... du mir auch", einer jener Texte von Michael Oertel, in denen man eine Ohrfeige erwartet und dann doch gestreichelt wird.

Maria, Björn und die 25.000 Außerirdischen: Stephan Sareks „Das Truthuhnparadies“ neu aufgelegt

Der nächste Band von Stephan Sarek ist jetzt im fhl Verlag als Paperback erschienen: "Das Truthuhnparadies", 1997 erstmals als Jugendbuch aufgelegt. Eine Geschichte von 25.000 Truthühnern, einer schwangeren Jungfrau namens Maria, einem durchgeknallten Nachbarn namens Björn und ein paar Politikern mit Entscheidungsschwäche.

Norwids großes Poem und eine Auswahl Gedichte: Über die Freiheit des Wortes

Die Buchpremiere war in Dresden. Der Übersetzer Peter Gehrisch ist Dresdener. Görlitz wäre auch ein hübscher Ort gewesen für diese deutsch-polnische Buchpremiere. Dabei ist Cyprian Norwid nicht so ganz verschwunden vom deutschen Buchmarkt. 2003 hat Peter Gehrisch schon "Das ist Menschensache" herausgebracht. 1981 gab's mal das "Vade-mecum" als Taschenbuch. Nicht wirklich viel. Auch für einen Dichter.

Frauenheilkunde nach Hildegard von Bingen oder Nachdenken über das eigene gesündere Leben

Ganz vorn vorm Titelblatt steht der Spruch von Hildegard von Bingen: "Die Seele der Therapie ist die Therapie der Seele". Er fasst im Grunde alles zusammen, was heutige Mediziner an den medizinischen Vorstellungen der Hildegard von Bingen so fasziniert. Und warum die Hildegard-Medizin nach 800 Jahren ein derartiges Comeback erlebt.

In Afrika sind die Buchstaben versteckt: Neue Aphorismen von einem Leipziger Philosophen

Was macht man eigentlich mit all diesen Einfällen den ganzen Tag? Dem, was einem so in den Kopf kommt beim Spazierengehen am See, beim Pausenmachen im Café, beim Plaudern mit den Kindern vorm Schlafengehen? - Klar. Die meisten Leute haben das Problem nicht. Sie haben gar keine Zeit für solche müßigen Gedanken. Sascha Heße hat sie und nutzt sie.

Ein Buch für Mädchen aus dem fhl Verlag: Good Morning Dornröschen

Der Mädchenroman ist nicht tot. Der Mädchenroman lebt. Und auch der alte Traum der süßen Schönen, im Leben eine so herrlich tragische Rolle wie Schneewittchen oder Dornröschen zu spielen, ist nicht tot. Und Daniela Kögler streitet's gar nicht ab: Sie möchte so gern Dornröschen sein.

Ein kleines Buch über eine vielseitige Wurzel: Ingwer

Manche nennen es einen Trend. Für andere ist es eine Rückkehr zum selbstverantworteten Leben, wenn sie ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen nicht mehr von einem auf Effizienz getrimmten Gesundheitswesen abhängig machen, sondern ihr tägliches Leben wieder selbst gesünder gestalten. Zum Beispiel mit einer gut bekannten Knolle namens Ingwer.

Erich Ahrndt übersetzt Zwetajewa: Mit diesem Unmaß im Maß der Welt

An Jessenin hat sich der Leipziger Übersetzer Erich Ahrndt jüngst schon versucht - jetzt hat er eine Auswahl von Zwetajewa-Gedichten folgen lassen. Immerhin ein Wagstück, denn an der Übersetzung dieser Gedichte haben sich auch die großen deutschen Dichter der jüngsten Vergangenheit versucht. Und die Liebesgedichte werden auch von Taschenbuchverlagen immer wieder gern aufgelegt.

Ein satirisches Plädoyer für ein vom Aussterben bedrohtes Völkchen: Das Buch der Wenden

Die Sorben - sie leben unter uns. Sie stellen derzeit sogar den sächsischen Ministerpräsidenten. Doch immer wieder bedrohen Sparmaßnahmen auch ihre Heimat - von den Braunkohlebaggern ganz zu schweigen. Zeit also, mal ein richtig parteiisches Buch für das kleine, tapfere Völkchen in der Lausitz zu schreiben. Bevor es den Römern unterliegt.

Vollstreckung: Ein Dresden-Krimi der rasanten Art

Was dem fhl Verlag für seine Krimis eigentlich nur noch fehlt, ist eine gute Reihengestaltung. Die Cover sind brav, meist zu zurückhaltend. Und sie zeigen nicht, dass im kleinen Leipziger Verlag mittlerweile mancher Kriminalroman erschienen ist, der reif ist für den Deutschen Krimi-Preis. Dieser Krimi hier zum Beispiel, in dem einmal nicht Leipzig der Tatort ist, sondern Dresden.

Vom ersten Ballon bis zum Frachtdrehkreuz: Leipzig geht in die Luft

Die Fliegerei in Leipzig ist ein schwieriges Kapitel. Von Anfang an. Nicht unbedingt, weil die Leipziger nicht fürs Fliegen zu begeistern wären, sondern weil das Flugwesen immer ein Politikum war und immer höhere Instanzen mitmischten. Mal Kriegsherren, mal Provinzialverwaltungen. Wolfram Sturm hätte sein Buch zur Leipziger Luftfahrt auch "Fliegen als Politikum" betiteln können.

Eine Liebesgeschichte der besonderen schwejkschen Art: Tatar mit Veilchen

Wenn dieses Buch nicht unter den Nominierungen zum "Preis der Leipziger Buchmesse 2012" auftaucht, hat der Verlag Voland & Quist wieder einmal gewaltiges Pech gehabt. Und Jaromir Konecny sowieso, den Wikipedia in seiner Einfalt immer noch als tschechischen Schriftsteller verkauft. Der Mann lebt seit 1982 in Deutschland und schreibt Liebesgeschichten, wie man sie seit Kästner und Tucholsky wohl nicht mehr gelesen hat.

Was es über die weiße Schönheit alles zu sagen gibt: Schritte im Schnee

Ein Blick aus dem Fenster, ein Blick aufs Thermometer - nein, nach Schnee sieht es nicht aus. Wer schneesüchtig ist, drängelt sich derzeit auf den Pisten in den Bergen. Wer Schnee liebt, geht wohl leer aus. Denn Schnee ist eigentlich etwas anderes - für Viele das Bild für Stille, Ruhe, Besinnung. Oder Gedichte. Jean-Michel Maulpoix hätte seinen Band Prosagedichte auch "Weiß" nennen können.

Eher Thriller als Protokoll: Was 3:46 Uhr geschah und davor und danach

Manche Genre-Bezeichnungen sind einfach Quatsch. Auch wenn der junge Mann, der sich hier Masì de Sol nennt, glauben sollte, dass das Leser zu einem verblüfften Zugreifen animiert: Ein protokollarischer Roman? - Das ist dann wohl Belletristik für Kanzleibeamte. Danke schön. Das Wörtchen "Thriller" wäre der Sache näher gekommen. Krimi wäre auch nicht so falsch gewesen. Untersparte: Was ist eigentlich passiert um 3:46?

Festschrift oder Epilog? Ein Buch zur Geschichte des Orchesters der Musikalischen Komödie

Die erste Gesamtdarstellung zur Geschichte des Muko-Orchesters legte der Förderverein des Operetten- und Musicaltheaters jüngst auf den Büchertisch. Alles begann 1906, seit 1912 befindet sich das Operettenhaus in städtischer Trägerschaft. Gibt es 2012 ein rauschendes Jubiläum oder ein stilles Finale im Zeichen von actori?

Mile Stojics Gedichte über den Krieg, das Exil und die verwundete Heimat: Cherubs Schwert

Seit dem Barock hat sich in der europäischen Kultur ein etwas kindisches Verhältnis zu den Cherubim, den Engeln Gottes, eingeschlichen. Sie haben sich in kleine, pummlige Wesen verwandelt, die über Altäre flattern und Poesiealben verschönern. Sie haben nichts mehr mit den Cherubim der Bibel zu tun, die etwa als Sendboten Gottes Adam und Eva aus dem Garten Eden vertreiben. Streng und unerbittlich.

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