Leipzig als Forschungsstandort: Die Nöte einer Uni-Rektorin, Freude über Drittmittel und einige wichtige Personalien

Bildung sei unser höchstes Gut. So tönen viele Politiker vollmundig. Leider wird Bildung aber auch als Wahlkampfinstrument eingesetzt. Ein Missbrauch, gegen den sich immer mehr Schüler, Studenten und Lehrkräfte wenden. So wie Leipzigs Uni-Rektorin Beate Schücking, die als Autorin in einem Artikel in der "Zeit" harte Kritik an Sachsens Bildungspolitik übt.
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Doch es gibt auch Positives aus Leipzigs Uni-Landschaft zu berichten.

Die Universität Leipzig, so Schücking in ihrem Artikel, sei „Wegbereiterin für geistiges Leben und für Karrieren von Leibniz bis Heisenberg, von Goethe bis Angela Merkel gewesen“ und habe es in diesen Tagen tatsächlich nicht leicht. Schücking wörtlich: „Spardiktate einer Staatsregierung, die in grundsätzlich lobenswerter Weise zukünftigen Generationen keinen Schuldenberg hinterlassen will, sollen an allen sächsischen Hochschulen zu einem Abbau von acht Prozent aller Stellen bis 2020 führen.“

Dieser Stellenabbau sei proportional auf alle Hochschulen des Landes verteilt worden: „Der gerade entstehende Hochschulentwicklungsplan soll eine erste Tranche von 48 wegzufallenden Stellen von 2013 an beinhalten – und weitere Streichungen bis 2015 vorgeben. Insgesamt ist eine Reduktion um rund 200 Stellen bis zum Jahr 2020 zu befürchten. Der Abbau soll sozialverträglich gestaltet werden, betriebsbedingte Kündigungen sind zu vermeiden,“ so die Professorin.

Das ganze, so Schücking, gemahne sie an den Romanhelden in Christoph Heins „Weiskerns Nachlass“, worin Hein einen Wissenschaftler porträtiert, der trotz hoher Motivation und herausragender Fähigkeiten, trotz großer Erfolge in Forschung und Lehre, in existenzielle Nöte gerät. Schücking: „Wesentliche Ursache für die grotesk skizzierte Balance zwischen materiellem Überleben und eigenem Qualitätsanspruch ist das Spardiktat seiner Hochschule.“

Bereits jetzt, so Schücking, seien einige Lehrkräfte genauso überlastet wie in Heins Roman, seien Hausmeisterstellen (zum Schaden der Gebäude wie der Nutzer) verschwunden, werde bei jeder frei werdenden Professur mit Argusaugen betrachtet, ob eine Neubesetzung überhaupt noch erfolgen könne. Eine Not, die erfinderisch gemacht habe, wie man in Leipzig sehen könne. So habe sich die Drittmitteleinwerbung der Wissenschaftler seit 2003 von 54 auf fast 100 Millionen Euro erhöht, mehr als 2.000 Menschen würden aktuell hieraus beschäftigt. Kooperationen wie der Unibund mit den benachbarten, ebenfalls traditionsreichen Universitäten in Halle und Jena würden ausgebaut und zur Profilbildung genutzt, so etwa im Forschungsfeld Biodiversität.

Wie, so fragt sich Schücking, passe die eklatante Unterausstattung sowie weitere Kürzungen an den Unis zu der Tatsache, dass die Bundesmittel für außeruniversitäre Forschungsinstitute gerade um fünf Prozent pro Jahr stiegen, weil Wissensgenerierung im rohstoffarmen Deutschland Priorität habe? Weiterhin beklagt Schücking die Zurückhaltung der Hochschulleitungen, die sich kaum trauten, das Thema laut anzusprechen. Zu viele Bewerbungsverfahren um große Drittmittelprojekte seien im Gange. Die Benennung von Finanzierungslücken könnte externe Gutachter beunruhigen und in ihren Entscheidungen negativ beeinflussen. Schließlich beinhalte jeder neue große Antrag auch das Versprechen der Universität, nach Ablauf der Förderung den neu entstandenen Schwerpunkt zu verstetigen und bereits während der Laufzeit ein substanzielles Bekenntnis in Form von Berufungsmitteln, Räumen und Materialien beizusteuern, so Schücking weiter.

„In keinem der Großprojekte darf also gespart werden. Auch die Promovierenden sollen weiter gefördert werden, hier, in der Research Academy (Forschungsakademie), liegt besondere Leipziger Exzellenz. Ausbau der Lehrerbildung, Qualitätssicherung, verbesserte Hochschuldidaktik – die Liste ehrgeiziger Vorhaben ist lang. Kooperationen mit der Wirtschaft werden aufgebaut, Ausgründungen, Start-ups junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besonders gehegt.“

Langfristig sei auch über diese Quellen eine Unterstützung der Hochschule denkbar. Umso schmerzhafter seien die Einschnitte meint Schücking in ihrem Zeit-Artikel weiter, die man vornehmen müsse, um den Kürzungsforderungen der Landesregierung nachzukommen. So müsse das Rektorat die Schließung des Instituts für Pharmazie ebenso vorschlagen wie zunächst kleinere Reduktionen in den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Die Uni-Chefin abschließend: „Auf der Basis eines Indikatorenmodells, das Lehre und Forschung berücksichtigt, werden wir weitere Kürzungsvorschläge erarbeiten. Das Ganze ist ein Ein- und Abschmelzungsprozess, der darauf zielt, das Profil der wunderbaren Alma Mater so zu bewahren, dass etwas erhalten bleibt von ihrer Weltläufigkeit, ihrer internationalen Attraktivität, sowohl als moderner naturwissenschaftlich-biomedizinischer Thinktank wie auch als jahrhundertealter Hort des Wissens über die Kulturen der Welt.“Mit 600.000 Dollar dotierter Forschungspreis verliehen

Zur ganzen Sparproblematik und der Notwendigkeit, externe Gelder zu generieren, passt die Nachricht, dass die James Smith McDonnell-Stiftung der Neurologin PD Dr. Dorothee Saur von der Universitätsmedizin Leipzig einen Forschungspreis in Höhe von 600.000 US-Dollar verliehen hat. Damit konnte die Arbeitsgruppe „Sprache und Aphasie“ (Sprachstörung z.B. nach Schlaganfall) eingerichtet werden, die sich mit Erholungsprozessen im Gehirn nach einem Schlaganfall beschäftigt.

Dr. Dorothee Saur, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig, geht den Fragen nach, welche Störungen ein Schlaganfall in den Sprachnetzwerken anrichtet, wie sich das Gehirn danach erholt und welche Folgen bleiben. Damit hat sich Saur international Anerkennung verschafft. Insbesondere für dieses Projekt „Funktion, Dysfunktion und Erholung von Sprachnetzwerken“ wurde ihr der Forschungspreis zuerkannt.

Ziel ihres Projekts ist es, Sprachnetzwerke im menschlichen Gehirn zu beschreiben. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Zusammenwirken verschiedener Hirnregionen bei unterschiedlichen Sprachprozessen. Mit dem Forschungspreis konnte Saur nun die Arbeitsgruppe „Sprache und Aphasie“, bestehend aus einer Patholinguistin und einer Psychologin, für die Datenerhebung und Langzeitbeobachtung von Schlaganfallpatienten aufstellen.

Aphasie beschreibt Sprachstörungen nach einem Schlaganfall, die das Sprechen, Verstehen, Schreiben und Lesen betreffen können. Unter anderem durch Sprachexperimente, die mit Bildgebungsverfahren dokumentiert werden, macht Saurs Team Reorganisationsprozesse im Gehirn vom akuten Schlaganfallzustand bis Monate danach sichtbar. Diese Art der Früh- und Langzeitbeobachtungen sind sehr aufwendig und bislang einmalig in der Forschungslandschaft. Die prämierte Wissenschaftlerin: „Ein besseres Verständnis von Erholungsprozessen im menschlichen Gehirn wird in Zukunft dazu beitragen, die Rehabilitation von Aphasie-Patienten zu verbessern. Die Förderung von Dr. Saur innerhalb des Programms „Menschliche Wahrnehmung verstehen“ ist auf 6 Jahre angelegt.

Neuer Verwaltungsdirektor an der Medizinischen FakultätEine wichtige Weichenstellung hinsichtlich universitärer Personalien ist die Berufung von Oliver Gotthold zum Verwaltungsdirektor der Medizinischen Fakultät. Nachdem seine auf drei Jahre befristete Berufung als Verwaltungsleiter im Dezember 2011 ausgelaufen war, ist Oliver Gotthold zum 1. Februar 2012 dauerhaft zum Verwaltungsdirektor der Medizinischen Fakultät bestimmt worden. Der 42-jährige Jurist übernimmt die kaufmännische Leitung und Verantwortung entsprechend dem Sächsischen Hochschulgesetz.

Direktor und Dekan sollen fortan als neue Doppelspitze gestärkt die Zukunft der größten Fakultät der Universität Leipzig gestalten. Auch Gotthold ist sich der angespannten finanziellen Lage unter dem Diktat der Sparzwänge des Landes Sachsen bewusst und meint: „Ich sehe die Berufung zum Direktor als Zeichen der Würdigung meiner Arbeit in den letzten drei Jahren und als Vertrauensbeweis sowohl des Rektorats als auch des Dekanats.“

„Die Herausforderungen, besonders in Zeiten knapper Kassen, werden sicher nicht geringer werden. Unsere Fakultät ist mit der neuen Doppelspitze aus Dekan und Verwaltungsdirektor aber nunmehr gut gerüstet. Ich freue mich auf die vor mir liegenden Aufgaben.“

Trotz alledem: Für den Wissenschaftsstandort Leipzig entschieden
Von Leipzig überzeugt zeigt sich Torsten Schöneberg, der damit – ob gewollt oder nicht – seiner Uni-Direktorin den Rücken stärkt, hat er doch dem verlockenden Ruf einer finanziell gut aufgestellten Uni widerstanden. Der Professor am Institut für Biochemie an der Medizinischen Fakultät Leipzig, ist einem Ruf nach Würzburg auf den Lehrstuhl für Toxikologie und Pharmakologie nicht gefolgt.

Dekan Prof. Joachim Thiery äußerte sich dazu erleichtert: „Ich bin sehr froh, dass wir diesen exzellenten Wissenschaftler und Kollegen halten konnten.“ In Leipzig hat der 45-jährige Endokrinologe den Lehrstuhl für Molekulare Biochemie seit 2003 inne, 2011 wurde er außerdem als Prodekan Forschung ins Dekanatskollegium gewählt. Seine Forschungsschwerpunkte sind die zelluläre Signalweiterleitung und deren Relevanz bei Erkrankungen des Menschen. Seine Entscheidung für Leipzig sieht Schöneberg vor allem im ausgeprägten Austausch und Zusammenwirken der unterschiedlichen Fachdisziplinen begründet, sowohl inneruniversitär als auch mit anderen Leipziger Forschungseinrichtungen.

„Leipzig besticht durch eine sehr innovative und junge Forschungslandschaft. Das sehr kollegiale Miteinander unterschiedlichster Fachdisziplinen macht Spaß und hilft, die knapp bemessenen wissenschaftlichen Ressourcen so effektiv wie möglich zu nutzen.“

Neuer Direktor der Kinderkardiologie ist ein „alter“ Leipziger PD Dr. Ingo Dähnert (50), er wurde auf die W3-Professur für Kinderkardiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig berufen. Damit ist er gleichzeitig zum Direktor der Klinik für Kinderkardiologie am Herzzentrum Leipzig vorgerückt. Seine Leipziger Karriere hatte er bereits mit dem Studium begonnen und, bis auf eine sechsjährige Unterbrechung in Berlin, am Leipziger Herzzentrum als Ober- und Chefarzt fortgesetzt. Die Schwerpunkte seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit liegen in der Entwicklung der Katheterinterventionellen Therapie angeborener Herzfehler.

In der Vergangenheit hat er sich insbesondere um eine enge Kooperation des Herzzentrums Leipzig, als einziges Kinderherzzentrum Mitteldeutschlands, mit allen Kinderkliniken und Kinderärzten der Region verdient gemacht. „Die Weiterentwicklung dieser guten Zusammenarbeit wird mir auch in Zukunft ein wichtiges Anliegen sein“, betonte Dähnert.

Beate Schücking in der „Zeit“: www.zeit.de/2012/08/S-Schuecking

www.uni-leipzig.de


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