Neues „Everest“-Panorama öffnet am 28. Januar: Der moderne Drang zum Gipfel und das Mandala der Mönche

Yadegar Asisi erhöht die Schlagzahl. Die Technik macht's möglich. Gerade noch kicherte, keckerte und krächzte im Panometer-Leipzig der Amazonas-Urwald, schon ist es wieder eisigkalt und die Berge dröhnen. Viele Leipziger werden sich an das Jahr 2003 erinnert fühlen, als im ehemaligen Gasometer in der Richard-Lehmann-Straße erstmals das gewaltige Panorama des Mount Everest zu sehen war.
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Damals im Zusammenhang mit einem markanten Jubiläum: dem 50. Jahr nach der Erstbesteigung des höchsten Berges der Erde durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay. Am 3. August 2011 hatte eine andere Erstbesteigung ihr Jubiläum: Am 3. August 1811 wurde der erste 4.000er-Gipfel der Schweizer Alpen betiegen, die Jungfrau. Was entsprechend im Sommer 2011 auch gefeiert wurde. Für Niels Gutschow ist das der Beginn eines ganzen Zeitalters – der Moderne.

Gutschow (70), einer der beiden Kuratoren der „Everest“-Ausstellung, ist in mehrfachem Sine ein Reisender zwischen den Welten. Seit 40 Jahren erkundet er die Architektur im Himalaya, kennt also auch die Kultur der Menschen im Schatten des Berges, den Andrew Scott Waugh 1865 nach George Everest benannte, seinem Amtsvorgänger als Chef-Landvermesser in Indien. Den Berg bestiegen haben beide nie. Es wäre ihnen wohl auch nie in den Sinn gekommen, da hinaufzusteigen. Auch wenn sie – wie Niels Gutschow sich sicher ist, wesentlicher Teil der modernen Sicht auf die Welt sind, die in fast jedem Fall auch eine kolonialistische ist. Denn Waugh und Everest waren ja im Dienst der Kolonialmacht England unterwegs, um die Welt zu vermessen, zu benennen und in Anspruch zu nehmen. Was dazu führt, dass alle Welt vom Mount Everest spricht, obwohl die Völker am Fuß des Bergmassivs eigene Namen für diesen Berg aller Berge haben.
Sagarmatha heißt er in Nepal, Qomolangma (gesprichen: Tschmolangma) auf Tibetisch. All das auch Gründe für den Künstler Yadegar Asisi (56), sein bis 2005 in Leipzig gezeigtes Riesen-Panorama „Everest“ wieder neu drucken zu lassen. Schon im Sommer 2011 hat er umgesteuert. Bis dahin waren seine Panorama-Ansichten jeweils mehrere Jahre an einem Ort zu sehen. „Rom 312“ war sogar vier Jahre in Leipzig zu sehen, bis es 2009 von „Amazonien“ abgelöst wurde. „Doch mittlerweile haben wir eine Hängetechnik entwickelt, die es uns ermöglicht, schneller zu wechseln“, sagt der Panorama-Künstler.

Und weil die Nachfrage nach Panoramen, diesen seltsam zeitgemäßen Bilderwelten, die die Menschen zum Innehalten und Schauen zwingen, spürbar größer wird, erhöht der quirlige Professor jetzt die Taktzahl. „Sie werden künftig, drei, vier Panoramen im Jahr zu sehen bekommen“, sagt er. Bilder habe er genug im Kopf. Jetzt habe er die Möglichkeit, das auch umzusetzen. Der Reigen geht ringsum, auch wenn Asisi Leipzig nach wie vor als seine Werkstatt begreift, wo er Neues ausprobiert. In Dresden endete im Herbst die Ausstellung „1756 Dresden“. Dafür ist dort seit Dezember „Rom 312“ zu sehen. In Berlin ist seit September das Pergamon-Panorama zu bestaunen.
Die „Everest“-Schau, die am Samstag, 28. Januar, in Leipzig zu sehen ist, ist keine reine Neuauflage, auch wenn sich Asisi sagte, dass der sommerliche Amazonas-Urwald nicht unbedingt in den kalten Leipziger Winter passt. Natürlich passt der Blick aus dem über 6.000 hoch gelegenen „Tal des Schweigens“ auf das gigantische Gipfelmassiv des Everest besser. Man sieht regelrecht, wie kalt es ist. Man ahnt, wie dünn die Luft hier sein muss. Das Panorama hat Asisi gründlich überarbeitet. Es wirkt plastischer, kälter, wuchtiger. Die Gletscher und Gletscherschluchten rücken dem Betrachter auf der Plattform näher und über ihm dröhnt das Steinmassiv in der Vertonung von Eric Babak, während die Sonne den Himmel ausfüllt und die gewaltige Landschaft für das Auge ausleuchtet.

Man braucht ein gutes Auge, um als kleines Häuflein orangener Punkte das erste Basislager zu entdecken. Und in einiger Entfernung die die erste Seilschaft auf dem Weg zum nächsten Basislager. Drei, vier, manchmal sechs solcher Lager brauchen die Kletterer, um vom letzten Lager aus dann jeweils das letzte und mörderischste Stück in Angriff zu nehmen. Hier ist der zweite Kontrapunkt, den Asisi setzt. Denn nach Hillary und Norgay kehrten die Expeditionen in immer kürzeren Abständen zum höchsten Berg der Erde zurück – und während anfangs viele noch unverrichter Dinge wieder umkehrten, mehrten sich gerade in den letzten Jahren die Expeditionen, die das Risiko erhöhten, die den Aufstieg zur sportlichen Besteigung deklarierten und deren schiere Menge irgendwann nur noch an Bergtourismus erinnerte. Der Älteste und der Jüngste ließen sich von gebuchten Mannschaften hinaufschleppen. In Prospekten wurde das sichere Abenteuer angekündigt.

Doch mancher Aufstieg endete – wie der vom 10. und 11. Mai 1996 von Rob Hall und seinen Begleitern – in der Katastrophe. Die Bergsteiger blieben auf dem Berg. „Ich würde nie da hinaufsteigen“, sagt Yadegar Asisi. 2002 ist er in den Himalaya gereist, um Material für sein Panorama-Projekt zu sammeln. Die Bergsteiger erlebte er als eigenes, meist verschlossenes Völkchen. Die meisten hatten nur den Berg im Kopf. Für Asisi eine Begegnung zwischen dem Westen und dem Fernen Osten. Auch das rückt mit der jetzigen „Everest“-Ausstellung in den Mittelpunkt: der Umgang der Bewohner der Bergtäler mit ihrem Berg. Den sie selbst nie bestiegen hatten in den 500 Jahren, in denen sie die Täler am Berg bewohnen. Die Berge sind für sie das Reich der Geister, göttlicher Schwestern, die man besänftigt. Nicht weil man auf ihren Berg hinauf will, sondern weil das Wasser aus den Gletscherseen ihre Täler fruchtbar macht.
Deswegen sieht Gutschow hier auch nicht die Begegnung von Westen und Fernem Osten, sondern von Moderne und Vor-Moderne. Die Moderne als rastlose Jagd nach immer neuen Gipfelleistungen und Bewährungen. Für ihn sind all die Sucher nach dem Risiko Menschen, die in ihrer eigenen, modernen und sicheren Welt etwas vermissen, die sich dort nicht wohl fühlen und deshalb die Begegnung mit ihren Grenzen suchen, die Nähe der Gefahr. Beim Bergsteigen genauso wie beim Tieftauchen. „Manchmal taucht eben einer nicht wieder auf“, sagt er.

Und diese „modernen“ Menschen kämen eben nicht nur aus dem Westen – sie kämen auch längst aus Südkorea, Japan, Australien, Argentinien. Und werden, wenn es schief geht, trotzdem wie Helden gefeiert.

„Aber sie sind keine Helden“, sagt Asisi. Ihm genügte das gewaltige Panorama vollkommen, das er 2002 bei seiner Himalaya-Tour sah. „Man muss diese Orte sehen, wenn man sie visualisieren will“, sagt er. „Nur deshalb bin ich dort hingefahren.“ In der Begleiausstellung zum „Everest“-Panorama wird die Geschichte der „Eroberung“ des Mount Everest gezeigt. Von den ersten Vermessungen im 19. Jahrhundert, bis klar war, dass dieser noch namenlose Gipfel der höchste zu vermesende Berg auf der Erde ist, bis zu den erfolgreichen und gescheiterten Expeditionen des 20. und 21. Jahrhunderts.
Eine wirkliche Antwort auf die Frage, warum Menschen auf diesen Gipfel steigen müssen, geben auch all diese Geschichten nicht. Meist kommen sie über Hillarys „Ich muss da rauf!“ nicht hinaus.

Dagegen wirkt das, was drei tibetanische Mönche in der Ausstellung tun, reich, lebendig und menschlicher. Sie beginnen am Samstag, 28. Januar, unterhalb der Plattform ein Sand-Mandala zu streuen. Der Besucher kann ihnen die ganze Zeit über zuschauen. „Und viele werden sitzen bleiben und sich gar nicht wieder losreißen können“, verspricht Asisi. Punkt 10 Uhr beginnt mit der Eröffnung der Ausstellung diese Zeremonie, die von der Suche der Menschen nach einer Einheit mit sich und der gewaltigen Welt um sich kündet. Und damit ganz gewiss auch einen Teil der so genannten westlichen Kultur anspricht, die durch ihre Hatz nach Erfolg, Gipfeln und Heldentaten völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist. Zwei Stupas – eine davon extra in Leipzig aufgebaut – und verschiedene Rollbilder komplettieren diese scheinbar so fernöstliche Sicht auf das Sein.

Oder das Da-Sein. Da berührt es sich: das, was möglicherweise viele der Gipfelbezwinger suchen, und das, was andere, die da gar nicht hinaufmüssen, vielleicht sogar finden.

Die Ausstellung „Everest“ wird in dieser Form bis zum 3. Juni in Leipzig gezeigt. Danach wird das „Amazonien“-Panoramer in einer überarbeiteten Version wieder gehängt, gefolgt wohl von einem neuen „Everest“-Kapitel im nächsten Winter, bevor eine weitere Ausstellung die Pause füllt bis zum großen „Völkerschlacht“-Panorama, mit dem Asisi sich in das Jubiläum 200 Jahre Völkerschlacht einbringt. „Aber bei mir wird es keine Schlacht zu sehen geben“, sagt er. „Mich interessiert die Stadt, die in so einen Krieg gerät.“

Aber das ist 2013er Musik. Die neue „Everest“-Ausstellung öffnet am Samstag, 28. Januar, um 10 Uhr.

Mehr dazu:
www.asisi.de


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