Israel und die USA haben am frühen Samstagvormittag den Iran angegriffen. Mehrere hochrangige Politiker wurden dabei getötet. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus – in Leipzig gab es Jubel auf offener Straße. Außerdem: In einem Regionalzug bei Leipzig wurde ein Zugbegleiter bedroht und in Sachsen können sich Unternehmerinnen wieder für den Gründerinnenpreis bewerben. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, 28.2./1.3. 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

In Leipzig haben am Sonntagnachmittag rund 300 Menschen den US-israelischen Angriff auf Iran beziehungsweise die Tötung des jahrzehntelangen Machthabers Ali Khamenei gefeiert. Ungefähr zeitgleich wurde bekannt, dass auch der frühere Präsident Mahmud Ahmadinedschad getötet wurde. Die Demonstrant*innen erhoffen sich ein Ende der islamistischen Diktatur und mehr Freiheiten, vor allem für Frauen.

Die Freude über den Krieg ist allerdings nicht ungeteilt. Der Leipziger Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann bezeichnete das Vorgehen als „verbrecherischen Überfall“. Ziel sei vor allem, imperialistische Interessen durchzusetzen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz müsse klar benennen, dass damit Völkerrecht gebrochen worden sei.

Ein ausführlicher Artikel zur Jubel-Demonstration in Leipzig folgt später.

Zugbegleiter in Regionalzug bei Leipzig bedroht

In einem Regionalzug zwischen Leipzig und Dresden soll am Samstag ein Zugbegleiter bedroht worden sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur DPA. Ein 35-jähriger Mann habe Drohungen gerufen, woraufhin der Zugbegleiter die Polizei verständigt habe. Anlass für den Wutausbruch war offenbar eine Aufforderung, einen Roller aus einem Gang zu entfernen. Der Zug hielt in Engelsdorf an, wo die Fahrt für den 35-Jährigen endete.

Anfang Februar war bei Kaiserslautern ein Zugbegleiter gestorben, nachdem ihn ein Fahrgast angegriffen hatte. Der Todesfall löste Diskussionen über die Sicherheit an Bord aus. Zugbegleiter*innen forderten unter anderem mehr Personal. Beschlossen wurde, dass bei Kontrollen des Deutschlandtickets nicht mehr zwingend ein Ausweis gezeigt werden muss – das sei Auslöser für viele Konflikte gewesen.

Gründerinnenpreisträgerinnen gesucht

Seit Sonntag können sich sächsische Unternehmerinnen wieder für den Gründerinnenpreis bewerben. Prämiert werden Frauen, die „in der sächsischen Wirtschaft neue Maßstäbe setzen“, heißt es in einer Mitteilung des Sozialministeriums.

„Gründerinnen und Unternehmerinnen sind Impulsgeberinnen für Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt“, sagt Sozialministerin Petra Köpping. „Sie denken neu, handeln mutig und gestalten so die Zukunft Sachsens mit Entschlossenheit und Kreativität. Mit dem Sächsischen Gründerinnenpreis wollen wir diese Erfolgte sichtbar machen und würdigen.“

Zu gewinnen gibt es 10.000 Euro, verteilt auf zwei Preise mit jeweils 5.000 Euro. Ein Preis ist für Gründerinnen, deren Unternehmen seit maximal drei Jahren existieren. Der andere Preis ist für Unternehmen, die es schon länger gibt.

Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:

über den Streik bei den LVB,

über belastbare Zahlen zur Grundsteuer und

über die neuen Gemeinschaftsunterkünfte in Grünau.

Was am Wochenende außerdem wichtig war: Donald Trump hat am Wochenende nicht nur den Iran angegriffen, sondern sieht sich auch selbst zahlreichen Angriffen ausgesetzt: Nach dem Urteil des Obersten Gerichtes zu seinen Zöllen haben schon rund 2.000 Unternehmen Klage eingereicht, berichtet die „Tagesschau“. Sie fordern Rückerstattungen. Die Prozesse könnten Jahre dauern.

Ein jahrelanger Prozess scheint auch der Ausbau des Innenstadtrings in Leipzig für Fahrradfreund*innen zu sein. Der BUND hat am Samstag gemeinsam mit anderen Gruppen wie ADFC und Fridays for Future für eine konsequente Umsetzung demonstriert. Auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz gab es Mitmachaktionen wie Fahrradparcours und Reparaturwerkstatt. Die Organisator*innen sprechen von etwa 500 interessierten Leipziger*innen bei der Aktion.

Foto: BUND Leipzig

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