Mit einem zünftigen Arschbomben-Wettbewerb wurde in Markranstädt das neue Stadtbad feierlich eröffnet. Über 10.500 Mal war die Leipziger Feuerwehr im vergangenen Jahr zum Einsatz ausgerückt. Noch viel mehr Fakten wusste heute die Branddirektion. Und: Die Kicker des 1. FC Lok stehen vor dem entscheidenden Meisterschaftsspiel. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 13. Mai 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Arschbomben platschen in Markranstädt

Sechs Jahre lang musste die Stadt vor den Toren Leipzigs auf ihr Freibad verzichten. Wegen der Corona-Pandemie musste das historische Bad im Jahr 2020 schließen und wurde danach nicht wiedereröffnet. Doch ab heute wird wieder geplanscht. Bürgermeisterin Nadine Stitterich gab den 6,8 Millionen teuren Neubau mit einer festliche Rede für die Markranstädter Badefans frei. Erhellende Zahlen und Fakten hat LZ-Kollege Benjamin Weinkauf bereits im heutigen Tagesstart präsentiert.

Bei abwechselndem Regen und Sonnenschein unterzogen ein paar wenige mutige junge Menschen die neue breite Rutsche schon mal einer Feuerprobe – oder besser Wasserprobe. Dreizehn weitere Unverzagte traten nach der Eröffnungzeremonie zum großen Arschbomben-Wettbewerb vom Drei-Meter-Turm an. Die Jury legte dabei unter anderem Wert auf den erzielten Splash-Faktor, die Kreativität des Sprunges und des dabei getragenen Kostüms oder auch auf die hervorgerufenen Publikumsreaktionen. Die meisten Punkte aus den Kategorien sammelte Karsten Krone, der sich im farbenfrohen Clownskostüm in die Fluten stürzte. Tanzende Kinder, singende Herren, Glühwein und Bratwurst machten den Tag rund. Ab morgen ist das Stadtbad wieder ganz regulär geöffnet.

Branddirektion stellt Jahresbilanz vor

Die Branddirektion Leipzig hat heute in der Hauptfeuerwache am Goerdelerring Bilanz für das Jahr 2025 gezogen. Insgesamt musste die Feuerwehr zu 10.552 Einsätzen ausrücken. Diese Zahl bedeutet im Vergleich zum Vorjahr 2024 einen Rückgang von mehr als 500, was in etwa den Niveau von 2023 entspricht. Über die Hälfte der Einsätze waren kleinere technische Hilfeleistungen. Allerdings mussten auch 2.267 Brände gelöscht werden, darunter immerhin 89 große und 788 mittlere. ABC-Einsätze, also bei Freisetzung gefährlicher Stoffe und Materialen, zwangen Kameradinnen und Kameraden insgesamt 644 Mal zum Tätigwerden.

Stark nachgefragt waren auch die Rettungsdienste. Deren Einsatzzahlen steigen seit Jahren kontinuierlich an. Waren es 2020 noch 74.255 Einsätze, steht 2025 bereits eine Zahl von 88.338 in der Statistik. Monatlich kamen rund 20.000 Notrufe rein, mit Spitzen in den Sommermonaten. Insgesamt waren das über das gesamte Jahr 229.175 Notrufe.

Von links: Axel Schuh (Leiter der Branddirektion), Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke), Torsten Kolbe (Branddirektion), Jahresbilanz der Feuerwehr Leipzig, Hauptfeuerwache, 13.05.2026. Foto: Jan Kaefer

Die Branddirektion, die beim Pressetermin mit Amtsleiter Axel Schuh und Torsten Kolbe vertreten war, sowie Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) zogen unterm Strich ein positives Fazit der Arbeit. Besonders frisch sind dabei noch die Eindrücke vom Großeinsatz wegen der tödlichen Amokfahrt vom 4. Mai.

„Man kann vorher sehr viel üben und vorbereiten, aber wenn man dann im aktiven Einsatzgeschehen ist, muss es trotzdem punktgenau funktionieren“, so Rosenthal. Er attestierte der Feuerwehr, in dieser Situation „einen sehr guten Dienst geleistet“ zuhaben. Aktuell befindet sich dieser Einsatz in der Auswertungsphase. Amtsleiter Schuh hat bereits „einige kleine Stellschrauben“ ausgemacht, an denen in der Folge noch nachjustiert werden soll. Abgeschlossen wird diese Rückschau aber erst in voraussichtlich zwei Wochen sein.

Einen wichtigen Meilenstein konnte die Branddirektion Ende vergangenen Jahres zum Abschluss bringen. Denn seit Dezember verfügt die Feuerwehr über eine neue Drehleitergeneration. Sechs Stück wurden angeschafft und dafür sechs Millionen Euro investiert. Bis Vollzug gemeldet werden konnte, war ein langer Weg zu gehen. Das Projekt hatte bereits im Januar 2021 mit der Mittelanmeldung begonnen. Ab 2023 gingen die Fahrzeuge in Bau. Und noch ein paar Zahlen zum Abschluss: Bei der Berufsfeuerwehr Leipzig sind 709 Mitarbeitende angestellt, davon 63 Frauen. Bei den 21 Freiwilligen Feuerwehren, samt 20 Jugendfeuerwehren, sind insgesamt 1.335 Ehrenamtliche aktiv, davon 650 Einsatzkräfte.

Lok Leipzig vor entscheidendem Saisonfinale

Es zählt nur ein Sieg. Mit diesem Bewusstsein gehen die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Lok in ihr letztes Meisterschaftsspiel am kommenden Samstag gegen Magdeburg II. Im Fernduell mit dem FC Carl Zeiss Jena konkurrieren die Probstheidaer um den Titel und damit um die Teilnahmeberechtigung an den Relegationsspielen um den Aufstieg in die 3. Liga. Aktuell sind beide Teams punktgleich, doch ist Lok durch das um vier Treffer bessere Torverhältnis weiterhin Spitzenreiter.

„Wir können in diesem einen Spiel so viel erreichen, das muss dann auch auf dem Platz zu sehen sein“, macht Lok-Trainer Jochen Seitz beim heutigen Pressegespräch klar. „Wir müssen alles raushauen, was wir haben, denn wir wollen die Meisterschale wie im letzten Jahr hochhalten!“ Aktuell dreht sich beim Seitz 24 Stunden täglich alles um Fußball. Er finde wenig Schlaf und mache sich viele Gedanken über die anstehende Partie, gewährt er einen Einblick in sein Seelenleben. Ein gewisser Druck sei zu spüren, da es um die ganze Mannschaft, den ganzen Verein geht. „Ruhe bewahren, konzentriert und fokussiert bleiben“, lautet daher seine Devise.

„Angespannt aber nicht nervös“, fühlt sich auch Lok-Stürmer Ayodele Adetula. Der 28-Jährige ist mit 15 Saisontreffern aktuell erfolgreichster Torjäger der Probstheidaer. Auf ihm ruhen nicht wenige Hoffnungen, die Blau-Gelben zum Titel zu schießen – zumal mit Stefan Maderer und Jonas Arcalean die Schützen von insgesamt 19 weiteren Toren verletzt zuschauen müssen. Um so wichtiger wird auch die Unterstützung von den Rängen. Trainer Seitz wünscht sich, dass die Zuschauer sein Team stimmungsmäßig „nach vorne peitschen“ werden.

Eine große Kulisse deutet sich bereits an: Rund 6.500 Tickets sind bisher verkauft. „Tribüne, Dammsitz, Zusatztribüne und Fankurve sind schon ausverkauft“, verkündete Lok-Pressesprecher Carsten Muschalle. Für die Heimfans steht insgesamt ein Kartenkontingent von exakt 10.001 Plätzen zur Verfügung. Je nachdem, wie der Vorverkauf weiterläuft, könnten bis zum Spieltag möglicherweise „Ausverkauft!“ vermeldet werden. Wer nicht draußen stehen will, sollte sich also sputen.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Brutale Überfallserie auf Spielotheken und Wettbüros: Räubertrio kassiert hohe Haftstrafen

Hallo Leipzig: So startet Mittwoch, der 13. Mai 2026

Tacheles in Leipzig: Dieses Programm der kommenden Wochen lässt jüdische Kultur aufleben

Wegweiser barrierefreie Orte in Leipzig: Was lange währt, ist schon ganz gut geworden

Was sonst noch wichtig war:

Das Bundeskabinett will mit einem neuen Gesetzentwurf erreichen, dass Vergewaltigungen mit K.o.-Tropfen künftig härter bestraft werden.

Wegen Vorteilsannahme ist der frühere Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolberg zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt werden. Bisher ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Dass die Tafel Milka-Schokolade nur noch 90 statt 100 Gramm wiegt, aber in derselben Verpackung daherkommt und außerdem teurer geworden ist, ist Mogelei. Das wurde vom Bremer Landgericht bezüglich einer Klage der Verbraucherzentrale Hamburg entschieden.

US-Präsident Donald Trump reist zum Staatsbesuch nach China, wo er sich mit Präsident Xi trifft. Als Themen steht unter anderem die Situation im Iran und in Taiwan sowie die Zollpolitik auf dem Zettel.

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