Vom 28. Januar bis 28. Februar haben die drei buddhistischen Mönche Lama Ngawang Thogme, Lama Karma Hoiser und Lama Tenzin Sangpo im Rahmen der Panorama-Ausstellung "Everest - Erlebnis zwischen Expedition und Tradition" im asisi Panometer Leipzig in minutiöser Arbeit sieben Kilogramm farbigen Sand zum größten Sand-Mandala in Deutschland gestreut.

Am Samstag, 17. März, soll das buddhistische Sandbild um 15.00 Uhr von Lama Tenzin Sangpo in einem feierlichen buddhistischen Ritual weggewischt und anschließend dem Wasser, in diesem Fall der Elster, übergeben werden. Alle interessierten Mandala-, Everest- oder Panometer-Fans sind eingeladen, an diesem Ritual teilzunehmen – die letzte Gelegenheit, das Kunstwerk im Panometer zu besichtigen.

Ein Sand-Mandala symbolisiert ein Gotteshaus und repräsentiert die ganze Welt. Es soll allen Lebewesen Weltfrieden, Harmonie und Glück bringen. Das Leipziger Sandbild hat einen Durchmesser von etwa drei Metern und wurde mit einem “Sang Bur”, einem kupfernen Streuwerkzeug, hergestellt. Der Sand stammt eigens aus Tibet und ist mit Pigmenten und pflanzlichen Farben aus Nepal gemischt.Die mühevolle und hochkonzentrierte Arbeit dient als Meditation und steht für Erfüllung und Vergänglichkeit von irdischen Dingen zugleich. Elementar bei der Erstellung eines Sand-Mandalas ist das anschließende rituelle Wegwischen des entstandenen Kunstwerks. Dieser Akt symbolisiert das buddhistische Ideal der Loslösung von der materiellen Welt – im asisi Panometer Leipzig in einem einstündigen Ritual von Lama Tenzin ausgeführt. Anschließend streut er den Sand am Elsterflutbecken an der Zeppelinbrücke ins Wasser. Dort führen Treppen gegenüber dem Kleinmessegelände direkt ans Elsterufer.

Nachdem das Mandala in die Elster gestreut wurde, ist es aber noch lang nicht weg. Bis zum Ende der Everest-Ausstellung am 3. Juni wird die Entstehung des Mandalas filmisch auf die Fläche des Kunstwerks unter dem Besucherpodest projiziert. Parallel zeigt eine Dokumentation die unglaublich detailreichen Elemente des Leipziger Sand-Mandalas an den Wänden daneben: Höllenbewohner, Geister, Götter, Drachen oder Lotusblumen – und immer wieder Verweise auf Buddha aus den Händen der Meister aus Nepal. Ein Druck des vollendeten Mandala-Kunstwerks rundet die Präsentation bis zum 3. Juni ab.

Ritual zum Wegwischen des Sand-Mandalas am 17. März um 15.00 Uhr im asisi Panometer (Richard-Lehmann-Straße 114).

www.asisi.de

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