Alexander Königs Ausstellung „Stundenbuch“ wird am Samstag in der Josef Filipp Galerie eröffnet

Auf einmal ist wieder große Malerei angesagt. Zumindest in Galerien wie der Josef Filipp Galerie in der Spinnerei. Am Samstag, 4. März, lädt sie ein zur Ausstellungseröffnung mit Bildern von Alexander König. „Stundenbuch“ hat der in Trier geborene Künstler seine Ausstellung betitelt, der seit 1996 in Leipzig lebt, studiert und malt. Aber warum „Stundenbuch“?

„Alexander Königs Bilder bleiben auf ungewöhnliche Weise in einem ambivalenten Stadium zwischen Erzählerischem und reiner Malerei. Seine scheinbar idyllischen Bildfindungen, die Leichtigkeit seiner Motive aus Märchen, Mythologie und Sage ist durchzogen von einem dunkeltonigen mystischen Tenor, dessen Wurzeln in der Auseinandersetzung des Künstlers mit der europäischen Malereigeschichte einerseits und mit den Traditionen des Okkulten und Spirituellen in der Kunst andererseits zu finden sind“, versucht Dr. Ralf F. Hartmann zu beschreiben, was da zu sehen ist.

Die Rezeption der großen Maler ist unübersehbar. Hartmann: „Neben Goya und Füssli stehen mit Lovis Corinth u. a. die Expressionisten vom Beginn des 20. Jahrhunderts Pate, wenn ätherische Frauenfiguren sich entäußern und Kinder vom Nebel der eigenen Phantasie umgeben zu sein scheinen, wenn Mischwesen zwischen Leben und Erscheinung auftauchen und deren Abbild so zu einer zeitgenössischen Momentaufnahme psychischer Disposition gerinnt. Zwitterhafte Wesen zwischen menschlicher Figur und Chimäre bevölkern Königs Malereien und begegnen den im Dunklen wirkenden Kräften einer alptraumhaften Welt aus Licht und Schatten, Materialisation und Auflösung. Eingewoben in malerische Formation an der Grenze vom Diesseitigem zum Jenseitigem führen sie einen Kampf zwischen Behauptung und Verflüchtigung, ringen um ihren visionären Platz in einer Welt der sachlichen Bestandsaufnahme, der wissenschaftlichen Verifikation und des Glauben an alles Materielle.“

Wirklich alptraumhaft? Der Betrachter zweifelt, auch wenn die Expressivität von Königs Bildern besticht: Pflanzen verwandeln sich in Tiere, scheinbar opulente Blumengestecke lassen, bei genauerem Hinsehen, erstaunlich viel Leben erkennen. Vermischen sich hier tatsächlich die Welten? Oder spielt dieser Maler nur mit unbändiger Freude die Motive durch und zitiert mit einem gewissen Schabernack berühmte Bilder der Malerei?

Ralf F. Hartmann: „Alexander Königs Themen und Malweise stehen ungewöhnlich singulär im zeitgenössischen Kanon. Fußend auf den metaphysischen Traditionen des frühen 20. Jahrhunderts hat er sich eine spezifische Technik des expressiv-gestischen Malens erarbeitet, die es ihm gleichermaßen ermöglicht, Bildmotive aus der Malerei zu entwickeln, wie die Malerei selbst aus seinem Umgang mit den Motiven. Aus einem furiosen malerischen Geschehen treten Körper hervor, nehmen Figuren und Motive expressive Gestalt an, um im selben Moment bereits wieder ein Teil einer autonomen Malerei zu werden. Angesiedelt an der indifferenten Schnittstelle zwischen Bild und seiner Auflösung bewegen sich Königs Arbeiten in einem diffusen emotionalen Zustand der Transformation und werfen existentielle Fragen nach dem Zustand des Menschlichen auf.“

Und? Wo bleibt der Verweis, der sich eigentlich aufdrängt? Denn davon erzählt ja ein Titel wie „Stundenbuch“. Ein direkter Verweis auf Rainer Maria Rilkes 1905 erschienenes „Stunden-Buch“, in dem Rilke seine Suche nach einem ganzheitlichen Leben in Verse fast, die bis heute beeindrucken, geschrieben in einer Zeit (1899 bis 1903), als andere Dichter tatsächlich in Endzeitstimmung verfielen, krisengeschüttelt, aber auch von einer Martialität geprägt, die schon die kommenden Kriege ahnen ließ. Rilke gehörte zu jenen Dichtern, die das Zerbrochensein versuchten, in neuen, auch religiösen Tönen zu (er-)lösen. Wer das „Stunden-Buch“ liest, wird regelrecht eingefangen von der Suche nach Innigkeit, Einssein mit sich und einer geschützten Welt, die schon etwas Klosterhaftes hat. Womit Rilke ja nicht der Einzige war. Viele Künstler suchten – wie Rilke in Russland – Wege zu einer neuen Spiritualität.

Rilke hat es auf fast verzaubernde Weise getan. Die Sehnsucht nach einer Welt, die wieder von spiritueller Tiefe erfüllt ist, ist unüberlesbar. Und bis heute nicht abgegolten. Im Gegenteil: Die Welt, vor der Rilke regelrecht ins Mönchische flüchtete, ist nur noch gnadenloser, effizienter, schneller und kälter geworden. Nur dass sich Viele heute in ziemlich rauchige Esoterik und romantischen Kitsch flüchten. Während Alexander König sichtlich auch in der Kontemplation etwas sieht, was ganz und gar nicht klösterlich ist, sondern regelrecht entflammt (wie bei Corinth), vor Leben strotzt und den idyllischen Rahmen sprengt. Seine Stillleben sind nicht still, auch nicht kontemplativ. Wenn er den Dialog mit Rilke sucht – und wir unterstellen es einfach – dann streitet er sich mit dem Dichter, sprengt die Innigkeit und arbeitet mit einer malerischen Expressivität, die eher an einen Bernhard Heisig erinnert und scheinbar gar nichts Versunkenes hat.

Aber wer das Stundenbuch liest, merkt, dass hier einer mit aller Macht versucht, die alte Verbundenheit mit der Welt regelrecht zu beschwören, wissend, dass es nicht geht. Verse wie „Denn Armut ist ein großer Glanz aus Innen“ deuten es eher an, was dann in Rilkes Versen selbst passiert, scheinbar gebändigt in einer unvergleichlichen Musikalität. Aber genau genommen steht über dem ganzen „Stunden-Buch“ auch ein riesiges: Vergebens. Auch dieser Rilke konnte nicht zurück in eine Religiosität, die ihn und die Zeit wieder heil machen konnte. Wovon dann spätere Gedicht-Zyklen erzählen.

So gesehen wären Königs Bilder Wider-Sprüche zu Rilke, aber auch zur bedeutungsaufgeladenen Naturmalerei der Spätromantiker, die ja auch nur eine Flucht war, ein riesenformatiges Heimatgetümel, dessen Motive sich bei König auflösen in allerlei Phantasie- und Nachtgestalten. Weswegen Hartman ja auch Goya und Füssli einfallen beim Betrachten dieser Bilder.

Wer es selber sehen will: Die Ausstellung Alexander König „Stundenbuch“ wird am Samstag, 4. März, ab 18 Uhr in der Josef Filipp Galerie (Spinnereistraße 7) zu sehen sein. Gezeigt wird sie vom 4. März bis zum 15. April.

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